Haie in Griechenland




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Viele Urlauber haben Angst, wenn sie in Griechenland im Meer baden gehen. Ist diese Angst gerechtfertigt? Gibt es in Griechenland gefährliche Haie? Wie viele Hai-Attacken gibt es jedes Jahr? Dieser Artikel möchte diese Fragen beantworten.

Im Mittelmeer leben etwa 50 Haiarten. Etwa 10 bis 15 davon sind gefährlich für den Menschen. Die anderen Arten sind eher harmlos, da sie klein sind. Angriffe auf Menschen im Mittelmeer kommen zum Beispiel durch folgende drei Hai-Arten vor: Bullenhai, Tiger-Hai und durch den berühmten Weißen Hai. Alle drei Arten sind im Meer um Griechenland (Ägäis, Libysches Meer und Adria) eher selten. Bullenhaie und Tigerhaie kommen vor allem im tropischen Ozean (wie Atlantik, Pazifik und Indischer Ozean) vor. Ab und zu verirren sie sich jedoch ins Mittelmeer. Dies geschieht oft im Sommer oder Herbst, wenn das Wasser um Griechenland für die über drei Meter langen Haifische warm genug ist. Der Weiße Hai kommt zwar im Mittelmeer regulär vor, inzwischen sogar in der Nordsee, ist aber allgemein sehr selten. Er ist mit einer Länge von manchmal mehr als sechs Meter einer der größten Haie und Fische der Erde. Um Griechenland sind Weiße Haie so selten, dass die Beobachtung eines solchen Hais manchmal einen Bericht in der Zeitung oder im Fernsehen wert ist.

Ein Weißer Hai
Der Weiße Hai gilt als der König der Raubfische

Es gibt jedoch noch weitere gefährliche Arten. Hier einige Beispiele: Der Blauhai kann dem Menschen gefährlich werden. Er ist um Griechenland durchaus häufig, kommt jedoch nur selten an die Küste. Der über 3 Meter lange Haifisch ist eher ein Hochseefisch. Dagegen lebt der Kurzflossen-Mako-Hai gerne in der Nähe der Küste. Obwohl dieser Hai über 4 Meter lang werden kann und sich als echter Raubfisch von größeren Fisch ernährt, sind uns in Griechenland keine Angriffe auf Menschen bekannt. Ähnliches gilt für seinen Verwandten, den Langflossen-Mako, der allerdings um Griechenland seltener ist. Ebenfalls eine Gefahr könnten verschiedene Arten der Hammerhaie sein. Zum Beispiel der Glatte Hammerhai (Länge bis zu 4 Meter) bewohnt die Küsten um Griechenland. Diese Tiere haben schon Menschen anderswo auf der Erde getötet. Im östlichen Mittelmeer sind uns jedoch keine Fälle bekannt.

Ein Hammerhai
Ein Hammerhai mit der typischen Kopf-Form

Auch der Heringshai gehört zu den potenziell gefährlichen Raubfischen im Mittelmeer. Angriffe auf Menschen sind in anderen Teilen des Mittelmeeres schon vorgekommen. Dieser 3-Meter-Hai lebt
zum Beispiel auch in der Nordsee, Ostsee und an der Atlantikküste von Frankreich, Belgien, den Niederlanden und England.

Die Gefahr von einem Hai in Griechenland beim Baden oder Schwimmen im Meer gebissen zu werden, ist jedoch trotz der langen Arten-Liste klein. Von den von uns geschätzt 10 Millionen Menschen im Meer pro Jahr in Griechenland (Griechen und Touristen) wird statistisch weit weniger als einer von einem Hai angegriffen.

Die geringe Zahl von Haiattacken hat mehrere Gründe. Erstens sind die Raubfische eher selten geworden. Die Überfischung des östlichen Mittelmeers hat die Region auch für Haie weniger interessant gemacht. Die Haie wurden auch direkt gejagt. Vor allem sehen aber die meisten Haie Menschen nur in Ausnahmefällen als Beute an. Selten kommt es zu einem Angriff, zum Beispiel weil Haie einen Mensch mit einem Beute-Fisch verwechseln. Dies kann zum Beispiel bei einem Surfer der Fall sein. Ein Surfbrett kann von unten für einen Hai wie in Fisch aussehen. Aber auch solche Attacken sind in Griechenland und anderswo sehr selten.

Zur Beruhigung ein paar Zahlen: Die Universität von Florida führt eine Liste über alle bekannten  unprovozierten  Hai-Angriffe weltweit. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es in den letzten etwa 160 Jahren in Europa nur ungefähr 50 Haiangriffe gegeben hat. Das Land mit den meisten Vorfällen in Europa ist nach dieser Untersuchung tatsächlich Griechenland mit 15 Angriffen. Dies heißt, dass es nach dieser Liste ungefähr alle 10 Jahre statistisch zu einem Hai-Angriff in Griechenland gekommen ist. Bei den von uns geschätzten 10 Millionen Menschen im Jahr im Meer in Griechenland, wäre die Chance also 1 zu 100 Millionen beim Baden im Mittelmeer in Griechenland von einem Hai angegriffen zu werden.

Oder anders ausgedrückt: In Griechenland kommt etwa alle 10 Jahre ein Mensch durch einen Hai ums Leben. Das sind 0,1 pro Jahr. Auf der anderen Seite sterben in dem Land jedes Jahr mehr als 1.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Somit wäre ein Tod im Straßenverkehr 10.000 mal wahrscheinlicher als der Tod im Meer durch einen Hai. Fährt ein durchschnittlicher Grieche 10.000 km Auto oder Motorrad pro Jahr (Annahme), wäre es etwa genauso gefährlich von einem Hai attackiert zu werden wie einen einzigen Kilometer zu fahren. Dies sind nur Beispiel-Rechnungen, die nicht genau stimmen müssen.

Es sterben viel mehr Urlauber im Meer zum Beispiel durch Selbstüberschätzung beim Schwimmen, Strömungen oder Herzinfarkte als durch Haie. Eine deutlich größere Zahl von Urlauber kommen bei der Anreise nach Griechenland mit Auto, Fähre oder Flugzeug um, stürzen in den Bergen beim Wandern ab und vieles mehr. Selbst Tote durch Bienenstiche sind wohl häufiger als Hai-Angriffe. Die Hai-Gefahr ist also in Griechenland gering.

Etwas mehr Unfälle durch Haie gibt es übrigens anderswo auf der Welt. Während in Griechenland nur etwa 15 Hai-Angriffe in über 100 Jahren gezählt wurden, sind es zum Beispiel in den USA über 1.000 und in Australien über 500. In Florida und Hawaii kommen immer wieder tödliche Attacken vor.

Eigentlich sind die oben beschriebenen Zahlen der Angriffe auf Menschen für Schwimmer noch eine geringere Gefahr als oben beschrieben. Ein großer Teil der 15 Angriffe in über 100 Jahren in Griechenland galt nämlich nicht badenden Urlaubern, sondern zum Beispiel Taucher oder Fischer. Die meisten Badeurlauber schwimmen nicht mehr als 100 Meter hinaus. Viele der gefährlichen Haiarten kommen gar nie oder fast nie ans Ufer.

Auch soll noch gesagt sein, dass die Statistik der Universität von Florida von "shark attacks" und nicht von "deadly shark attacks" spricht. Damit meinen wir, dass es nach unserem Verständnis der Liste 15 Angriffe auf Menschen von Haien in 160 Jahren gegeben hat. Es sind vermutlich nicht alle für den Menschen tödlich verlaufen. Auf der anderen Seite könnte es auch weitere Attacken von Haien in Griechenland gegeben haben, die nicht in der Statsitik vermerkt sind. Genaue Zahlen können wir also nicht liefern. Festhalten kann man aber mit Sicherheit: Es gibt größere Gefahren im Griechenland-Urlaub als Haie im Meer.


Einige Beispiele für Zwischenfälle mit Haien in Griechenland


2010: Ein Fischer aus Chania (Kreta) fängt aus Versehen einen Weißen Hai. Niemand wird verletzt. Dennoch macht der Fall Schlagzeilen.

Vor etwa 15 Jahre:  Einem Schwamm-Taucher wurde von einem Hai in den Kopf gebissen. Ort: Kleine Dodekanes-Insel unweit von Rhodos. Der Angriff war nicht tödlich.

1981:  Ein Taucher aus Australien wurde östlich des Festlands von Griechenland (westlich der Sporaden-Insel Skiathos) von einem Hai angegriffen. Er hatte mittelschwere Verletzungen.

1962: Angriff eines Hais auf ein Fischerboot unweit von Athen. Das Boot kentert nur beinahe. Niemand wird verletzt.

1956: Damals tötete ebenfalls ein Weißer Hai einen Schwimmer vor Korfu. Er war allerdings mit seiner Yacht unterwegs und somit vermutlich nicht in der unmittelbaren Nähe der Küste.

Menschen fangen Haie

Der Mensch tötet viel mehr Haie als der Hai Menschen. Es sind sogar viele Millionen Haifische, die jedes Jahr von Fischern mit Netz, Harpune oder anderen Werkzeugen bzw. Waffen weltweit gefangen und getötet werden. Ab und zu werden auch in Griechenland in Tavernen Hai-Gerichte angeboten, meist Hai-Steak oder ähnliches. Da Haie im Mittelmeer selten geworden sind und sie wichtige Tiere für das ökologische Gleichgewicht im Meer sind, bestellen wir solche Speisen in Restaurants nicht.

Die einfachste Möglichkeit in Griechenland Haie zu betrachten ist im Aquarium. Im Crete-Aquarium bei Hersonissos in Kreta gibt es zum Beispiel die bis zu 3 Meter langen Schnauzenhaie zu bewundern.
 

Gutes Buch

Haie im Mittelmeer:  Viele Informationen und Beschreibung aller knapp 50 Haiarten im Mittelmeer.     Mehr Infos





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