Der Hafen von Piräus


Der Hafen von Piräus ist der größte Fährhafen der Welt. Kein anderes Land auf der Erde hat so viele Inseln mit so vielen Fährverbindungen wie Griechenland. Ein Großteil dieser Fähren starten oder enden im Hafen von Piräus. Dies gilt für die meisten Schiffe, die das Festland mit den Kykladen, der Dodekanes und den Saronischen Inseln verbinden. Auch einige Fähren auf die Nordostägäischen Inseln fahren im Hafen von Piräus ab.

Hafen Piräus: Erste Orientierung

Der Hafen von Piräus ist der große Hafen der griechischen Hauptstadt Athen. Er ist etwa sechs Kilometer vom Athener Stadtzentrum entfernt. Es gibt eine U-Bahn zwischen Hafen und Zentrum. Busse verkehren direkt zwischen Hafen und Flughafen. Auch mit der U-Bahn und S-Bahn erreicht man vom Hafen von Piräus mit Umsteigen den Airport.

Das Hafengelände ist zwar eingezäunt, es gibt aber viele Einfahrten, die Tag und Nacht geöffnet sind. Man kann innerhalb des Hafens frei rumlaufen. Diese Einfahrtstore sind durchnummeriert - von E1 bis E12. Das Tor E1 ist im nordwestlichen Teil des Hafens, E12 ganz im Süden. Die zentralen Gebäude des Hafens von Piräus (Ticketverkauf u.ä.) sind zwischen den Toren E7 und E8. Um das Hafengelände führt eine laute, mehrspurige Straße. Auf der anderen Seiten dieser Straße ist die U-Bahn-Station (Metro) und daneben die S-Bahn-Station (Proastiakos). Zum Glück kann man seit einigen Jahren diese Straße über eine moderne Fußgängerbrücke mit Rolltreppen überqueren. Zwischen den zentralen Gebäuden des Hafens und den beiden Nahverkehrsbahnhöfen sind es nur etwa 200 Meter. Die Busse vom Flughafen halten unmittelbar im Zentrum des Hafens.


Blick von de Fußgängerbrücke, links die breite Straßen um den Hafen, rechts die Straße im Hafen

Hafen Piräus: Fahrkarten kaufen

Fahrkarten für Fähren gibt es in Griechenland in fast jedem Reisebüro. Die meisten Griechen kaufen ihre Tickets jedoch direkt am Hafen. Dies hat einige Vorteile: Ist das Schiff oder man selbst verspätet, kann man sich kurzfristig für ein anderes Schiff entscheiden. Der Nachteil ist natürlich, dass die Fähre ausgebucht sein kann. Dies ist jedoch selten der Fall. Es kann für Deckpassagiere z.B. in der Hochsaison oder an Ostern passieren. Hat man ein Auto dabei oder will man eine Kabine, kann dies etwas häufiger vorkommen, ist aber auch dann selten. Ich kaufe seit Jahren Fahrkarten immer am Hafen und hatte mit oder ohne Auto noch nie ein Problem.

Die Fahrkarten gibt es in den zentralen Gebäuden hinter den Hafentoren E7 und E8, wie gesagt, nur 200 Meter von der U-Bahn. Man geht über die Fußgängerbrücke und dann circa hundert Meter links. Es gibt dort etwa zehn Büros die Tickets verkaufen. Fast alle haben alle Fahrkarten für alle Fähren. Manche dieser Büros haben Türsteher die lautstark die Fahrkarten anbieten. Ich gehe immer um das Gebäude herum und nehme das letzte Büro auf der Rückseite. Dort habe ich immer gute Auskunft bekommen. Zudem bietet dieses Büro kostenlose Gepäckaufbewahrung an, wenn man dort die Fahrkarte kauft. Preisunterschiede zwischen den Büros gibt es keine oder nur sehr geringe.

Hafen Piräus: Fähre finden

Man sollte unbedingt beim Ticketkauf fragen, wo die Fähre abfährt. Der Hafen hat in etwa eine U-Form und ist mehrere Kilometer lang. Die Tore E1-E6 sind, wenn man vom Meer weggeht links, E8-E12 rechts. Die meisten großen Fähren auf die Kykladen und in die Dodekanes fahren von E1-E6 ab. Die Fähren zu den Saronischen Inseln fahren überwiegend von E9 und E 10 ab. Man kann zu den Fähren zu Fuß gehen. Wirklich weit sind nur die Fähren bei E1 und E2. Etwa vom Tor E5 gibt es deshalb einen kostenlosen Bus zu den Hafentoren E1-E4. Gerade bei E1 und E2 sind die Schiffe zudem nicht einfach zu finden, da einige in einem Nebenbecken des Hafen von Piräus liegen. Dies ist zwar nicht weit vom Tor E2 weg, aber nicht ganz einfach zu finden. Am besten sagt man dem Busfahrer den Namen des Schiffes, welcher immer auf der Fahrkarte steht. Wenn man es eilig hat oder man mitten in der Nacht abfährt: Man findet im Hafen von Piräus fast immer innerhalb von 1-2 Minuten ein freies Taxi. In großen Teilen des Hafens kann man mit dem einigen Auto rumfahren und auch parken.

Hafen von Piräus: Essen, Trinken, Übernachten

In den Letzen Jahren übernachten im Hafen viele Obdachlose, vor allem illegale Einwanderer. Diese besetzten auch tagsüber viele öffentliche Bänke. Piräus ist im allgemeinen einer der gefährlichsten Gegenden in Griechenland. Tagsüber passiert einem im Hafen wenig, nachts sollte man sich überlegen, ob man sich in abgelegenere Teile des Hafens (wie Tore E1 bis E4) nicht besser ein Taxi nimmt. Direkt an der ankommenden Fähren warten fast immer Taxis und die kostenlosen Hafenbusse.

Die Hotels um den Hafen sind oft überteuert oder runtergekommen. Mein Favorit ist das Piräus Dream Hotel, etwa 2-3 Seitenstraßen hinter der breiten Straße um den Hafen, nur etwa 100 Meter vom Hafen entfernt. Zur Not vermitteln auch die Reisebüros im Hafen Hotelzimmer in der Umgebung, allerdings relativ teuer.

Einige der Cafés im Hafen von Piräus sind für ihre Abzocke bekannt. Oft kostet ein einfacher Kaffee 4-5 Euro. Auch Speisen sind teuer, oft teurer als auf den Fähren selbst. Außerhalb des Hafens auf der anderen Straßenseite ist es deutlich billiger. Gut ist hier die Filiale der Sandwich-Kette "Everest". Auch einen Mc Donalds gibt es - etwa gegenüber Tor E8.

 

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