Tiere im Wasser rund um die Kykladen

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Tiere im Wasser der Kykladen auf einen Blick

  • beim Schnorcheln sieht man vor allem Meerbrassen, Lippfische, Schriftbarsche und Schwarmfische
  • zwischen Felsen leben Oktopusse, Muränen, Krabben und gut getarnte Skorpionsfische
  • Delfine und Meeresschildkröten kommen vor, Sichtungen sind aber nicht planbar
  • Mittelmeer-Mönchsrobben leben in abgelegenen Bereichen der Kykladen
  • Seeigel sind an felsigen Küsten häufig und eine der wichtigsten Verletzungsgefahren
  • die Leuchtqualle kann schmerzhafte Hautreizungen verursachen
  • Haie leben in der Ägäis, Begegnungen mit Badegästen sind jedoch außerordentlich selten
  • Wind, Wellen, Bootsverkehr und Strömungen sind für Schwimmer meist wichtiger als Meerestiere

Tiere im Wasser der Kykladen: Fische, Delfine, Schildkröten und Quallen

Die Kykladen bestehen aus zahlreichen bewohnten und unbewohnten Inseln im zentralen Ägäischen Meer. Felsküsten, Sandbuchten, vulkanische Landschaften und Seegraswiesen bieten unterschiedlichen Meerestieren geeignete Lebensräume.

Schon in Ufernähe können Schnorchler verschiedene Fische, Seeigel, Krabben und gelegentlich einen Oktopus entdecken. Größere Tiere wie Delfine, Meeresschildkröten und Mittelmeer-Mönchsrobben kommen ebenfalls in der Region vor. Sie sind jedoch selten und lassen sich nicht bei jedem Bootsausflug beobachten.

Für Badegäste ist das Meer der Kykladen insgesamt kein besonders gefährlicher Lebensraum. Verletzungen entstehen wesentlich häufiger durch Seeigel, scharfkantige Felsen, starken Wind, Wellen oder Bootsverkehr als durch große Meerestiere.

Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bieten ruhige Buchten mit Felsen, Seegras und klarem Wasser. Über reinen Sandflächen ist die Zahl der sichtbaren Arten häufig geringer. Tiere dürfen nicht verfolgt, angefasst, gefüttert oder aus dem Wasser genommen werden.

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Ist das Meer rund um die Kykladen gefährlich?

Die meisten Tiere im Meer der Kykladen sind für Menschen ungefährlich, solange ausreichend Abstand gehalten wird. Fische fliehen gewöhnlich vor Schwimmern. Auch Muränen, Oktopusse und größere Raubfische suchen nicht gezielt den Kontakt zu Menschen.

Vorsicht ist vor allem bei Tieren notwendig, die sich nicht schnell entfernen können oder gut getarnt am Boden liegen. Dazu gehören Seeigel und Skorpionsfische. Quallen können außerdem mit ihren Nesselkapseln schmerzhafte Hautreaktionen auslösen.

Das größte Risiko wird häufig falsch eingeschätzt. Der Meltemi, ein kräftiger sommerlicher Nordwind, kann innerhalb kurzer Zeit Wellen und Strömungen verstärken. Besonders auf der windzugewandten Seite einer Insel können sich die Badebedingungen schnell verändern.

Die wichtigsten Sicherheitsregeln

  • Meerestiere nicht anfassen oder in die Enge treiben
  • an felsigen Einstiegen Badeschuhe tragen
  • nicht allein weit aus einer Bucht hinausschwimmen
  • Wind, Wellen und Strömung vor dem Einstieg prüfen
  • ausreichend Abstand zu Booten und Hafenbereichen halten
  • nicht in unbekannte Felsspalten oder Höhlen greifen
  • Kinder beim Schnorcheln durchgehend beaufsichtigen
  • bei starken Beschwerden oder Atemproblemen den Notruf 112 wählen

Fische rund um die Kykladen

Die Fischwelt der Kykladen wirkt auf den ersten Blick weniger farbenprächtig als ein tropisches Korallenriff. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt jedoch zahlreiche Arten mit unterschiedlichen Farben, Formen und Verhaltensweisen.

Besonders interessant sind Übergänge zwischen Sand, Felsen und Seegras. Kleine Fische suchen dort Nahrung und Schutz. Größere Tiere halten sich häufig an Felsvorsprüngen, in tieferen Bereichen oder an den Rändern von Seegraswiesen auf.

Fische und Oktopus im Meer rund um die Kykladen

Meerbrassen

Meerbrassen gehören zu den häufigsten Fischen an den Küsten der Kykladen. Viele Arten besitzen einen seitlich abgeflachten, silbrigen Körper. Sie suchen in kleinen Gruppen oder größeren Schwärmen nach Nahrung.

Häufig zu sehen sind beispielsweise Zweibindenbrassen, Geißbrassen, Brandbrassen und Ringelbrassen. Die genaue Bestimmung ist für Anfänger schwierig, da sich mehrere Arten in Körperform und Färbung ähneln.

Junge Meerbrassen kommen bis ins sehr flache Wasser. Sie lassen sich deshalb bereits mit einer einfachen Schnorchelmaske beobachten. Größere Exemplare halten meist mehr Abstand.

Unterkünfte auf den Kykladen

Von kleinen Pensionen bis zu Strandhotels gibt es auf den Kykladen eine große Auswahl. Wer schnorcheln oder baden möchte, kann bei der Suche gezielt auf eine Unterkunft nahe einer geschützten Bucht achten.

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Goldstriemen

Goldstriemen, auch Salema genannt, besitzen auffällige goldene Längsstreifen. Sie schwimmen häufig in Gruppen über Felsen und Seegraswiesen und ernähren sich überwiegend von Algen und Pflanzenmaterial.

Für Schnorchler gehören sie zu den leicht erkennbaren Arten. Die Schwärme bewegen sich meist ruhig und lassen sich aus einigen Metern Entfernung gut beobachten.

Mönchsfische

Mönchsfische sind kleine, dunkel gefärbte Fische, die oft in großen Schwärmen über Felsen stehen. Im Englischen werden sie Mediterranean Damselfish genannt. Junge Tiere besitzen eine auffällig leuchtend blaue Färbung, die mit zunehmendem Alter dunkler wird.

Sie kommen häufig an felsigen Küstenabschnitten vor und sind auch für ungeübte Schnorchler gut zu entdecken.

Lippfisch
Lippfisch

Im Mittelmeer gibt es verschiedene Lippfische. Sie sind häufig grün, braun, orange oder blau gemustert. Viele Arten leben zwischen Felsen und Algen, wo sie nach kleinen Krebstieren, Muscheln und anderen wirbellosen Tieren suchen.

Zu den auffälligen Arten gehört der Meerpfau. Männchen können kräftige grüne und blaue Farben besitzen. Lippfische sind beweglich und ändern beim Schwimmen schnell die Richtung.

Schriftbarsch

Der Schriftbarsch ist ein kleiner räuberischer Fisch mit rötlichen Querbändern und einer auffälligen blauen Zeichnung am Bauch. Er hält sich an Felsküsten auf und beobachtet seine Umgebung häufig von einem festen Standort.

Schriftbarsche sind deutlich kleiner als große Zackenbarsche und für Menschen ungefährlich. Sie gehören zu den typischen Beobachtungen beim Schnorcheln in der Ägäis.

Mittelmeer-Papageifisch

Der Mittelmeer-Papageifisch kommt besonders im östlichen Mittelmeer vor und kann auch rund um die Kykladen beobachtet werden. Weibliche und junge Tiere sind überwiegend rötlich-braun, während erwachsene Männchen grauer wirken und einen dunklen Fleck hinter dem Kopf besitzen können.

Mit ihren kräftigen Zähnen schaben die Fische Algen von Felsen. Sie sind nicht mit den extrem farbenprächtigen Papageifischen tropischer Korallenriffe zu verwechseln.

Zackenbarsche

Der Braune Zackenbarsch ist einer der größten bekannten Felsenfische des Mittelmeers. Erwachsene Tiere können eine erhebliche Größe erreichen, sind wegen Überfischung und langsamer Fortpflanzung jedoch vielerorts selten geworden.

Jüngere Tiere werden gelegentlich an felsigen Küsten oder in der Nähe von Höhlen beobachtet. Zackenbarsche sind scheu und ziehen sich bei Annäherung meist zurück. Sie dürfen nicht verfolgt oder gefüttert werden.

Barrakudas

Europäische Barrakudas sind langgestreckte silbrige Raubfische. Kleinere Tiere schwimmen gelegentlich in Gruppen, größere Exemplare können einzeln auftreten. Sie halten sich häufig etwas weiter vom Ufer oder an steil abfallenden Küsten auf.

Barrakudas wirken wegen ihrer Zähne und Körperform bedrohlich. Begegnungen mit Schnorchlern verlaufen normalerweise ohne Zwischenfälle. Die Tiere sollten trotzdem nicht gefüttert, bedrängt oder mit gefangenen Fischen angelockt werden.

Sardinen, Sardellen und andere Schwarmfische

Kleine Schwarmfische sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Sie bilden die Nahrungsgrundlage für größere Fische, Delfine und Seevögel. Beim Schnorcheln erscheinen die silbrigen Schwärme besonders eindrucksvoll, wenn sie gleichzeitig die Richtung wechseln.

Solche Schwärme können in Buchten, an Hafenmauern oder über tieferem Wasser auftreten. In aktiven Hafenbereichen sollte wegen ein- und ausfahrender Boote nicht geschnorchelt werden.

Seegraswiesen als wichtiger Lebensraum

Die dunklen Flächen am Meeresboden werden von Badegästen manchmal mit Algen oder Schmutz verwechselt. Häufig handelt es sich um Wiesen aus Neptungras, wissenschaftlich Posidonia oceanica.

Posidonia ist keine Alge, sondern eine blühende Meerespflanze. Ihre Wiesen bieten jungen Fischen, Seepferdchen, Krebsen, Muscheln und zahlreichen weiteren Arten Schutz und Nahrung.

Die Pflanzen stabilisieren Sedimente und tragen zu klarem Wasser bei. Abgestorbene Blätter werden an Strände gespült und bilden dort braune Ablagerungen. Diese natürlichen Pflanzenreste schützen den Sand vor Erosion und sind kein Zeichen für schlechte Wasserqualität.

Anker können große Schäden in Seegraswiesen verursachen. Bei Bootstouren sollten deshalb vorhandene Bojen und geeignete sandige Ankerflächen genutzt werden.

Schnorchel- und Bootstouren auf den Kykladen

Geführte Touren führen zu Buchten und kleinen Inseln, die über Land oft nicht erreichbar sind. Je nach Angebot gehören Badestopps, Schnorchelausrüstung oder Verpflegung zum Programm.

Schnorchel- und Bootsausflüge auf den Kykladen ansehen →

Oktopusse in den Kykladen

Der Gewöhnliche Krake beziehungsweise Oktopus gehört zu den bekanntesten Meerestieren Griechenlands. Er lebt an felsigen Küsten, zwischen Steinen, in Höhlen und in der Nähe von Seegraswiesen.

Oktopusse sind Meister der Tarnung. Sie können Farbe, Muster und sogar die Struktur ihrer Haut verändern. Deshalb bemerken Schnorchler ein Tier häufig erst, wenn es sich bewegt.

Ein möglicher Hinweis auf ein Versteck sind leere Muschel- und Schneckenschalen, die vor einer Felsspalte liegen. Solche Ansammlungen können Nahrungsreste eines Oktopus sein.

Oktopusse sind intelligent und gewöhnlich scheu. Sie sollten niemals aus ihrem Versteck gezogen oder mit einem Gegenstand berührt werden. Ein bedrängtes Tier kann sich mit seinen Armen verteidigen und beißen.

Weitere Informationen stehen in unserem Artikel über Tintenfische in Griechenland.

Sepien und Kalmare

Neben Oktopussen leben Sepien und Kalmare in der Ägäis. Sie gehören ebenfalls zu den Kopffüßern, unterscheiden sich aber deutlich in Körperform und Lebensweise.

Sepien

Sepien besitzen einen flacheren Körper und einen wellenförmigen Flossensaum. Sie halten sich häufig über Sand, Seegras oder in der Nähe von Felsen auf. Wie Oktopusse können sie ihre Färbung sehr schnell verändern.

Beim Schnorcheln sieht man gelegentlich kleinere Sepien, die rückwärts davonschweben. Sie sollten nicht verfolgt werden, da sie bei Stress Tinte ausstoßen.

Kalmare

Kalmare besitzen einen länglichen Körper und leben häufiger im freien Wasser. Viele Arten sind nachts aktiver. Badegäste sehen sie deshalb deutlich seltener als Oktopusse.

An beleuchteten Hafenbereichen können kleine Kalmare auftauchen. Das Schwimmen in Häfen ist wegen Bootsverkehr, Leinen und möglicher Wasserverunreinigung dennoch nicht zu empfehlen.

Krabben, Garnelen und Muscheln

Zwischen Steinen und in flachen Gezeitentümpeln leben kleine Krabben und Garnelen. Viele Tiere verstecken sich tagsüber und werden erst in der Dämmerung aktiv.

Kinder sollten Krabben nicht fangen oder in Eimern in der Sonne stehen lassen. Auch kleine Tiere spielen eine wichtige Rolle im Küstenökosystem.

Muscheln sitzen an Felsen oder liegen teilweise im Sand. Einige Arten besitzen scharfe Schalenkanten. Muscheln sollten nicht gesammelt oder roh gegessen werden. Sie können Schadstoffe und Krankheitserreger aus dem Wasser anreichern.

Mehr zu diesen Tieren erfahren Sie auf der Seite über Muscheln in Griechenland.

Delfine rund um die Kykladen

In der Ägäis leben mehrere Delfinarten. Dazu gehören Große Tümmler, Gemeine Delfine, Streifendelfine und Rundkopfdelfine. Welche Art in einem bestimmten Gebiet vorkommt, hängt unter anderem von Wassertiefe, Nahrungsangebot und Entfernung zur Küste ab.

Delfin im Meer

Großer Tümmler

Große Tümmler halten sich häufiger in Küstennähe auf als manche andere Delfinarten. Sie können rund um Inseln, in Meeresengen und gelegentlich in der Nähe von Fischerbooten auftreten.

Ihre Anwesenheit lässt sich dennoch nicht zuverlässig vorhersagen. Eine Bootstour durch das Gebiet führt nicht automatisch zu einer Sichtung.

Gemeiner Delfin

Der Gemeine Delfin besitzt eine auffällige gelbliche und graue Zeichnung an den Körperseiten. Trotz seines Namens ist er in Teilen des Mittelmeers deutlich seltener geworden.

Er lebt häufig in Gruppen und kann zusammen mit Schwarmfischen beobachtet werden. Die Bestände werden unter anderem durch Überfischung, Beifang, Unterwasserlärm und Lebensraumveränderungen belastet.

Streifendelfin

Streifendelfine bevorzugen meist tieferes und offeneres Wasser. Sie sind schnelle Schwimmer und treten häufig in Gruppen auf. Von Stränden aus werden sie nur selten erkannt.

Kann man Delfintouren buchen?

Auf den Kykladen werden zahlreiche Segel- und Bootstouren angeboten. Viele Anbieter weisen darauf hin, dass Delfine unterwegs erscheinen können. Dies ist jedoch nicht mit einer spezialisierten und wissenschaftlich begleiteten Delfinbeobachtung gleichzusetzen.

Eine seriöse Tour garantiert keine Sichtung. Delfine sind Wildtiere und wechseln ihre Aufenthaltsorte. Auch eine bestimmte Tageszeit bietet keine allgemeine Garantie.

Boote sollten Delfine nicht verfolgen, einkreisen oder von ihrer Gruppe trennen. Schwimmen und Füttern sind zu vermeiden. Weitere Informationen finden Sie im Artikel über Delfine in Griechenland.

Meeresschildkröten in den Kykladen

Die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) durchquert die Ägäis und kann auch rund um die Kykladen erscheinen. Die Inselgruppe gehört jedoch nicht zu den großen bekannten Brutgebieten Griechenlands.

Meeresschildkröten können in Buchten, an Seegraswiesen, in Hafennähe oder im offenen Meer beobachtet werden. Einige Tiere halten sich zeitweise in nahrungsreichen Küstengebieten auf, andere ziehen durch.

Eine Sichtung auf Naxos, Paros, Santorini, Mykonos oder einer kleineren Insel ist möglich, aber nicht planbar. Selbst an Orten mit wiederholten Beobachtungen kann eine Schildkröte tagelang nicht erscheinen.

Unechte Karettschildkröte Caretta caretta im Mittelmeer

Verhalten bei einer Schildkrötensichtung

  • mindestens mehrere Meter Abstand halten
  • dem Tier den Weg zur Wasseroberfläche nicht versperren
  • nicht anfassen, festhalten oder füttern
  • nicht direkt über der Schildkröte schwimmen
  • Motorboote in der Nähe langsam und aufmerksam führen
  • verletzte oder verhedderte Tiere den zuständigen Stellen melden

Meeresschildkröten müssen regelmäßig zum Atmen an die Oberfläche. Schnorchler und Boote dürfen diesen Weg nicht blockieren. Ein ruhiges Beobachten aus ausreichender Entfernung ist für Mensch und Tier am sichersten.

Weitere Informationen stehen in unserem Artikel über Schildkröten in Griechenland.

Mittelmeer-Mönchsrobben: seltene Bewohner der Ägäis

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) zählt zu den seltensten Robbenarten der Welt. Griechenland gehört zu ihren wichtigsten verbliebenen Lebensräumen. Auch in den Kykladen gibt es geschützte Rückzugsgebiete, unter anderem rund um Gyaros sowie im Seegebiet zwischen Milos, Kimolos und Polyaigos.

Mönchsrobben nutzen abgelegene Küsten, Meereshöhlen und schwer zugängliche Buchten. Obwohl sie in den Gewässern der Kykladen leben, werden sie von Urlaubern nur selten gesehen. Selbst bei längeren Bootsausflügen ist eine Begegnung keinesfalls garantiert.

Wer eine Robbe entdeckt, sollte das Tier nicht verfolgen, berühren oder füttern. Besonders wichtig ist es, den Eingang einer Meereshöhle nicht mit einem Boot oder beim Schwimmen zu blockieren. Eine Robbe muss jederzeit ungehindert ins offene Meer gelangen können.

  • Abstand halten und ruhig bleiben
  • nicht zwischen Robbe und Meer geraten
  • keine Meereshöhlen betreten, in denen sich Tiere befinden
  • nicht mit Blitzlicht fotografieren
  • Jungtiere niemals anfassen – auch dann nicht, wenn sie allein erscheinen

Liegt eine Mönchsrobbe an einem Strand, benötigt sie möglicherweise lediglich Ruhe. Menschen und Hunde sollten einen möglichst großen Abstand halten. Bei einem verletzten oder offensichtlich geschwächten Tier sollten die Hafenpolizei oder eine griechische Wildtier- beziehungsweise Meeresschutzorganisation verständigt werden.

Quallen in den Kykladen

Quallen gehören natürlicherweise zum Ökosystem der Ägäis. An den meisten Stränden der Kykladen sieht man nur gelegentlich einzelne Tiere. Wind, Meeresströmungen und die Wassertemperatur können jedoch dazu führen, dass zeitweise mehr Quallen in Küstennähe auftreten.

Qualle

Eine der bekanntesten Arten ist die Leuchtqualle (Pelagia noctiluca). Sie ist meist rosa, violett oder bräunlich gefärbt und kann bei Berührung einen schmerzhaften Hautreiz auslösen. Ihr deutscher Name bezieht sich auf ihre Fähigkeit zur Biolumineszenz – das bedeutet allerdings nicht, dass sie im Wasser immer deutlich leuchtet.

Weitere Informationen bietet unsere ausführliche Seite über Quallen in Griechenland.

Was tun nach einem Quallenkontakt?

  1. Das Wasser ruhig verlassen: Nicht hektisch schwimmen, damit sich die Nesselkapseln nicht weiter verteilen.
  2. Betroffene Stelle nicht reiben: Reiben mit Händen, Sand oder einem Handtuch kann weitere Nesselkapseln aktivieren.
  3. Mit Meerwasser abspülen: Kein Süßwasser verwenden, da es bei manchen Quallenarten zusätzliche Nesselkapseln auslösen kann.
  4. Tentakel vorsichtig entfernen: Sichtbare Reste mit einer Pinzette, einer Karte oder geschützten Händen abheben.
  5. Schmerzen beobachten: Wärme kann bei manchen Quallenstichen die Schmerzen lindern. Die Temperatur darf jedoch nicht zu Verbrennungen führen.

Wichtig bei einem Quallenstich

Essig ist kein allgemeines Hausmittel für jeden Quallenstich und kann bei der Leuchtqualle ungeeignet sein. Auch Urin, Alkohol und Süßwasser sollten nicht auf die Haut gegeben werden. Bei Atemnot, Schwindel, Kreislaufproblemen, einer großflächigen Reaktion oder einem Kontakt an Augen und Mund sofort medizinische Hilfe anfordern. Das gilt besonders für Kinder und Menschen mit bekannten schweren Allergien. Im Zweifel lieber einmal zu viel ärztlichen Rat einholen.

Seeigel: häufig, aber leicht zu vermeiden

An felsigen Küsten und in klarem, flachem Wasser sind Seeigel auf vielen Kykladeninseln häufig. Sie sitzen auf Steinen, an Hafenmauern oder zwischen Felsen. In der Regel bewegen sie sich langsam und greifen Menschen nicht an. Verletzungen entstehen fast immer, wenn Badende versehentlich auf einen Seeigel treten oder sich beim Schnorcheln an einem Felsen abstützen.

Badeschuhe reduzieren das Risiko, bieten aber keinen vollkommenen Schutz. Wer in felsigem Wasser unterwegs ist, sollte deshalb den Untergrund ansehen und nicht mit bloßen Händen in Spalten greifen.

Stecken nach einem Unfall Stacheln tief in der Haut oder liegen sie in der Nähe eines Gelenks, sollten sie nicht gewaltsam herausgeschnitten werden. Die Stelle sollte gereinigt und ärztlich beurteilt werden, wenn starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder Entzündungszeichen auftreten.

Petermännchen und Skorpionfische

Zu den Fischen, bei denen etwas Vorsicht sinnvoll ist, gehören Petermännchen und Skorpionfische. Beide besitzen giftige Stacheln, die schmerzhafte Verletzungen verursachen können.

Petermännchen

Petermännchen können sich im Sand eingraben, sodass teilweise nur Augen und Rückenflosse zu erkennen sind. Tritt ein Badegast auf den Fisch, können dessen Stacheln in den Fuß eindringen. Solche Zwischenfälle sind nicht alltäglich, aber an Sandstränden grundsätzlich möglich.

Bei einer Stichverletzung sollte die betroffene Person das Wasser verlassen und medizinische Hilfe suchen. Möglichst heißes, aber nicht verbrühendes Wasser kann den Schmerz lindern, ersetzt jedoch keine fachkundige Behandlung.

Skorpionfische

Skorpionfische sind hervorragend getarnt und liegen häufig nahezu bewegungslos auf felsigem Untergrund. Für Schnorchler sind sie interessant zu beobachten, sollten aber keinesfalls angefasst werden. Auch tote oder scheinbar bewegungslose Tiere können noch verletzen.

Einfache Regel beim Schnorcheln

Unbekannte Fische, Schnecken, Quallen und andere Meerestiere niemals anfassen. Hände nicht auf Felsen legen und nicht in Löcher oder Spalten greifen. So lassen sich die meisten Verletzungen vermeiden.

Muränen, Rochen und andere größere Fische

Muränen leben in Felsspalten und kleinen Höhlen. Oft ist lediglich der Kopf zu sehen. Das wiederholte Öffnen des Mauls wirkt bedrohlich, dient aber vor allem der Atmung. Muränen meiden gewöhnlich den Kontakt mit Menschen. Sie können sich jedoch verteidigen, wenn man in ihre Spalte greift, sie füttert oder ihnen den Fluchtweg versperrt.

Auch verschiedene Rochenarten kommen in der Ägäis vor. Manche ruhen auf sandigem Boden und sind durch ihre Färbung schwer zu erkennen. Wer im flachen Wasser langsam geht und die Füße nicht hart aufsetzt, verringert die Gefahr einer versehentlichen Begegnung. Sichtbare Rochen sollten nur aus Abstand beobachtet werden.

Sehr große Zackenbarsche sind heute selten geworden. Mit etwas Glück lassen sich kleinere Exemplare an Felsküsten und in tieferen Bereichen entdecken. Angler, Fischerei und die Veränderung von Lebensräumen haben die Bestände vieler großer Mittelmeerfische reduziert.

Gibt es Haie bei den Kykladen?

Im Mittelmeer leben verschiedene Haiarten, und damit kommen Haie grundsätzlich auch in der Ägäis vor. Die meisten Arten halten sich jedoch im offenen oder tieferen Wasser auf. Begegnungen an Badestränden der Kykladen sind äußerst selten.

Hai

Für Badegäste besteht daher nur ein sehr geringes Risiko. Absolute Aussagen wie „In den Kykladen gibt es keine Haie“ wären dennoch falsch. Wer mehr über das Thema erfahren möchte, findet weitere Informationen auf unserer Seite über Haie in Griechenland.

Ein größerer Fisch im Wasser ist zudem nicht automatisch ein Hai. Delfine, Thunfische, Schwertfische oder große Barrakudas können aus größerer Entfernung leicht verwechselt werden. Auch harmlose Schatten und Lichtbrechungen wirken im bewegten Wasser häufig größer, als sie tatsächlich sind.

Neue und eingewanderte Arten in der Ägäis

Durch den Suezkanal gelangen seit langer Zeit Arten aus dem Roten Meer in das östliche Mittelmeer. Steigende Wassertemperaturen begünstigen die Ausbreitung einiger dieser Tiere. Deshalb werden auch rund um die Kykladen zunehmend Arten beobachtet, die dort früher selten waren oder gar nicht vorkamen.

Silberstreifen-Kugelfisch

Der Silberstreifen-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) besitzt ein starkes Gift in seinen Organen. Er darf nicht gegessen werden und gehört nicht in die private Küche. Das Gift wird durch normales Kochen nicht zuverlässig unschädlich gemacht.

Für Schwimmer stellt der Fisch normalerweise keine unmittelbare Gefahr dar. Unbekannte gefangene Fische sollten dennoch niemals eigenständig zubereitet oder verzehrt werden.

Rotfeuerfische

Auch Rotfeuerfische breiten sich im östlichen Mittelmeer aus. Ihre langen, auffälligen Flossenstacheln enthalten Gift. Die Tiere greifen Menschen nicht gezielt an, dürfen aber weder berührt noch in die Enge getrieben werden.

Wer einen Rotfeuerfisch beim Schnorcheln sieht, kann ihn aus sicherem Abstand beobachten. Nach einem Stich sind starke Schmerzen möglich; deshalb ist eine medizinische Untersuchung sinnvoll.

Wo kann man auf den Kykladen gut schnorcheln?

Die besten Bedingungen findet man meist an geschützten Felsküsten mit wenig Wellengang und guter Sicht. Reine Sandstrände sind angenehm zum Baden, bieten Fischen aber weniger Verstecke. An den felsigen Rändern einer Bucht ist die Artenvielfalt deshalb oft größer.

Naxos

Auf Naxos bieten die felsigen Enden der Buchten von Agios Prokopios und Agia Anna interessante Bereiche für Einsteiger. Auch kleinere, windgeschützte Buchten können gute Sicht bieten. Mikri Vigla ist landschaftlich reizvoll, bei starkem Meltemi wegen Wind, Wellen und Wassersportverkehr aber nicht immer zum Schnorcheln geeignet.

Paros und Antiparos

Rund um Paros sind die Felsenbuchten von Kolymbithres interessant. Santa Maria kann bei ruhiger See ebenfalls gute Bedingungen bieten. Zwischen Paros, Antiparos und den kleinen Inseln bei Panteronissia werden Bootsausflüge zu besonders klarem Wasser angeboten.

Mykonos und Rhenia

Auf Mykonos kommen bei ruhigem Wetter unter anderem Agios Sostis und Fokos infrage. Beide Strände sind weniger geschützt, sodass Wind und Wellen berücksichtigt werden müssen. Bootstouren zur Insel Rhenia führen häufig zu abgeschiedenen Buchten mit klarem Wasser.

Im Bereich der archäologischen Insel Delos gelten besondere Schutz- und Zugangsregeln. Besucher sollten dort nur an ausdrücklich erlaubten Stellen ins Wasser gehen und die Anweisungen der Behörden sowie der Ausflugsanbieter beachten.

Santorini

Auf Santorini findet man an den felsigen Enden der Strände von Kamari, Perissa und Perivolos geeignete Schnorchelbereiche. Der Meeresboden besteht vielerorts aus dunklem Vulkangestein, das einen interessanten Kontrast zu den Fischen bildet.

In der Caldera wird das Wasser schnell tief. Dazu kommen Ausflugsboote und örtlich schwer einschätzbare Strömungen. Diese Bereiche sind daher eher für organisierte Touren als für unerfahrene Schnorchler geeignet.

Milos

Die außergewöhnliche Felsküste von Milos bietet zahlreiche Buchten, Höhlen und vulkanische Felsformationen. Viele interessante Stellen sind nur per Boot erreichbar. Vor dem Schwimmen in Höhlen muss geprüft werden, ob Wellen, Bootsverkehr und die eigene Erfahrung einen sicheren Zugang erlauben.

Schnorchel- und Bootstouren auf den Kykladen

Geführte Touren führen zu Buchten und kleinen Inseln, die über Land oft nicht erreichbar sind. Je nach Angebot gehören Badestopps, Schnorchelausrüstung oder Verpflegung zum Programm.

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Wind, Strömungen und Bootsverkehr

Die Tierwelt ist beim Schnorcheln selten das größte Risiko. Deutlich wichtiger sind Wind, Wellen, Strömungen, scharfkantige Felsen und vorbeifahrende Boote. Besonders der sommerliche Meltemi kann innerhalb kurzer Zeit kräftige Wellen erzeugen.

  • vorher Wetter und Windrichtung prüfen
  • möglichst nicht allein schnorcheln
  • in Ufernähe bleiben und die eigene Kraft realistisch einschätzen
  • Hafeneinfahrten und Fahrrinnen meiden
  • bei Bootsausflügen nur an den freigegebenen Stellen ins Wasser gehen
  • bei schlechter Sicht, starkem Wind oder Strömung auf das Schnorcheln verzichten
  • eine gut sichtbare Schwimmboje verwenden, sofern sie örtlich erlaubt und sinnvoll ist

An abgelegenen Stränden gibt es häufig keine Rettungsschwimmer. Ein Mobiltelefon, ausreichend Trinkwasser und Informationen über den Rückweg gehören deshalb zur sinnvollen Vorbereitung.

Schnorcheln mit Kindern

Viele geschützte Buchten der Kykladen eignen sich gut für erste Schnorchelversuche. Kinder sollten dennoch stets von einer erwachsenen Person begleitet werden – auch in scheinbar flachem Wasser.

  • eine ruhige Bucht ohne starken Bootsverkehr wählen
  • Maske und Schnorchel vor dem Urlaub ausprobieren
  • Schwimmhilfe niemals als Ersatz für Aufsicht betrachten
  • Badeschuhe an felsigen Stränden tragen
  • Seeigel und Quallen aus Abstand zeigen
  • regelmäßig Pausen im Schatten einlegen
  • ausreichend trinken und Sonnenschutz erneuern

Kinder sollten lernen, Meerestiere nur anzusehen und nicht anzufassen. Schon in einem kleinen Bereich am Rand einer Bucht lassen sich häufig Meerbrassen, Grundeln, kleine Lippfische, Garnelen und Seeanemonen entdecken.

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Meerestiere beobachten, ohne sie zu stören

Ein respektvoller Umgang schützt Tiere und Urlauber gleichermaßen. Fische sollten nicht mit Brot oder anderen Lebensmitteln gefüttert werden. Dadurch verändert sich ihr natürliches Verhalten, und Essensreste belasten das Wasser.

Muscheln, Schnecken, Seesterne und andere Tiere gehören ins Meer. Auch scheinbar leere Schneckenhäuser können von Einsiedlerkrebsen bewohnt sein. Seegras darf nicht herausgerissen und ein Oktopus nicht aus seinem Versteck gelockt werden.

  • Tiere nicht berühren, verfolgen oder füttern
  • keinen Müll und keine Angelschnüre zurücklassen
  • nicht auf Seegraswiesen oder empfindliche Felsen treten
  • keine Tiere und lebenden Muscheln als Souvenir mitnehmen
  • Schutzgebiete und zeitweise Sperrungen beachten

Häufige Fragen zu den Meerestieren der Kykladen

Sind die Tiere im Wasser der Kykladen gefährlich?

Für Badegäste besteht insgesamt nur ein geringes Risiko. Die meisten Verletzungen entstehen durch Seeigel, Quallenkontakt, giftige Fischstacheln oder scharfkantige Felsen. Wer nichts anfasst, Badeschuhe trägt und örtliche Hinweise beachtet, kann viele Probleme vermeiden.

Kann man bei den Kykladen Delfine sehen?

Ja, Delfine kommen in der Ägäis vor. Sichtungen sind vor allem bei Bootsfahrten möglich, aber niemals garantiert. Verantwortungsvolle Anbieter halten Abstand und verfolgen die Tiere nicht.

Gibt es Meeresschildkröten?

Unechte Karettschildkröten können in den Gewässern der Kykladen auftauchen. Sie sind jedoch wesentlich seltener zu sehen als Fische oder Oktopusse. Die Tiere dürfen nicht angefasst, gefüttert oder eingekreist werden.

Welche Insel eignet sich besonders zum Schnorcheln?

Gute Stellen gibt es unter anderem auf Naxos, Paros, Antiparos, Milos, Mykonos und Santorini. Entscheidend sind weniger der Name der Insel als eine geschützte Bucht, wenig Bootsverkehr, felsige Randbereiche und ruhiges Wetter.

Wann ist die beste Zeit zum Schnorcheln?

Von Juni bis Oktober ist das Meer gewöhnlich angenehm warm. Am frühen Morgen sind Wind und Bootsverkehr häufig schwächer. Im Juli und August kann der Meltemi an einzelnen Tagen für starken Wellengang sorgen.

Was sollte man beim Schnorcheln mitnehmen?

Eine gut passende Maske, Schnorchel, Flossen oder Badeschuhe, Sonnenschutz, Trinkwasser und bei längeren Strecken eine gut sichtbare Schwimmhilfe beziehungsweise Boje. Die örtlichen Regeln und der Bootsverkehr müssen dabei stets berücksichtigt werden.

Fazit: Die Unterwasserwelt der Kykladen entdecken

Die Unterwasserwelt der Kykladen ist nicht tropisch bunt, aber erstaunlich abwechslungsreich. Zwischen Felsen, Seegraswiesen und Sandflächen leben Meerbrassen, Lippfische, Oktopusse, Muränen, Krebse und zahlreiche kleinere Arten. Mit Glück kommen Delfine, Meeresschildkröten oder sogar eine seltene Mittelmeer-Mönchsrobbe hinzu.

Ernsthafte Zwischenfälle mit Meerestieren sind selten. Umsicht ist dennoch wichtig: nichts anfassen, Abstand halten, Wind und Strömung beachten und bei stärkeren Beschwerden medizinische Hilfe suchen. Wer diese einfachen Regeln beachtet, kann die Tierwelt der Ägäis sicher und respektvoll erleben

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