Samaria-Schlucht auf Kreta: Der komplette Reiseführer zur berühmtesten Wanderung Griechenlands

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Die Samaria-Schlucht ist neben Knossos die bekannteste Sehenswürdigkeit Kretas und für viele Besucher der Höhepunkt ihres gesamten Urlaubs. Jedes Jahr wandern hunderttausende Menschen durch die gewaltige Schlucht in den Weißen Bergen (Lefka Ori).

Eine enge Stelle in der SamariaschluchtVon LapplaenderEigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, Link

Die Wanderung führt von Omalos auf rund 1.250 Metern Höhe hinunter bis an die Südküste nach Agia Roumeli. Unterwegs erwarten die Besucher spektakuläre Felswände, die berühmte Eiserne Pforte, die ehemalige Siedlung Samaria und einige der beeindruckendsten Landschaften Griechenlands.

Wer nur eine einzige Schlucht auf Kreta besuchen möchte, sollte meiner Meinung nach die Samaria-Schlucht wählen.

Die Aradena-Schlucht und die Imbros-Schlucht sind ebenfalls wunderschön, können mit den gewaltigen Dimensionen der Samaria-Schlucht jedoch nicht ganz mithalten.

Für mich ist sie ganz klar der König der kretischen Schluchten.

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Für die meisten Urlauber ist eine organisierte Tour die einfachste Lösung. Viele Angebote beinhalten Hotelabholung und die komplette Organisation der Rückfahrt.

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Wo liegt die Samaria-Schlucht?

Die Samaria-Schlucht befindet sich im Südwesten Kretas im Nationalpark Samaria.

Der Eingang liegt bei Xyloskalo auf dem Omalos-Plateau südlich von Chania.

Das Ende der Wanderung befindet sich in Agia Roumeli an der Südküste Kretas.

In der Nähe liegen weitere bekannte Orte wie Hora Sfakion, Loutro, Aradena und Paleochora.

Die größte Herausforderung: Die Logistik

Viele Besucher glauben, die Wanderung sei die größte Herausforderung.

Tatsächlich ist oft die Organisation von An- und Rückreise komplizierter als die Wanderung selbst.

Der Grund ist einfach:

Die Tour beginnt in Omalos und endet viele Stunden später in Agia Roumeli.

Zwischen beiden Orten gibt es keine Straßenverbindung.

Deshalb sollte man die Anreise bereits vor dem Wandertag planen.

Bus oder organisierte Tour?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten.

Organisierte Tour

Meiner Meinung nach ist eine organisierte Tour für die meisten Urlauber die beste Lösung.

Viele Anbieter holen die Teilnehmer früh morgens direkt am Hotel oder an einem Sammelpunkt ab.

Nach der Wanderung und der Fährfahrt wartet bereits der Bus für die Rückfahrt.

Erstaunlicherweise sind diese Touren oft nicht wesentlich teurer als Bus und Fähre in Eigenregie.

Je nach Anbieter können Eintritt und Fähre bereits enthalten sein oder separat berechnet werden. Deshalb sollte man die Leistungsbeschreibung vor der Buchung genau lesen.

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Öffentliche Busse

Alternativ kann man die Wanderung selbst organisieren.

Viele Individualurlauber fahren früh morgens mit dem Bus von Chania oder Rethymno ber Lakki nach Omalos.

Wer mit dem Auto zum Busbahnhof fährt, sollte genügend Zeit für die Parkplatzsuche einplanen.

Gerade in der Hauptsaison wird es morgens oft eng.

Nach der Wanderung fährt man mit der Fähre weiter und anschließend mit dem Bus zurück.

Die Samaria-Schlucht nicht unterschätzen

Technisch ist die Samaria-Schlucht keine besonders schwierige Wanderung.

Das eigentliche Problem ist die Länge.

Die Strecke umfasst rund 16 bis 18 Kilometer und dauert je nach Tempo meist fünf bis acht Stunden.

Viele Urlauber unterschätzen die Belastung. Es geht ständig bergab.

Jedes Jahr kommt es zu medizinischen Notfällen durch Hitzeschlag, Erschöpfung, Kreislaufprobleme oder Flüssigkeitsmangel.

Eine normale Grundfitness sollte deshalb vorhanden sein.

Vor allem im Sommer kann die Hitze zum Problem werden.

In den unteren Bereichen der Schlucht werden häufig Temperaturen von über 40 Grad erreicht.

Ausreichend Trinkwasser ist deshalb wichtiger als jede andere Ausrüstung.

Für einen langen Sommertag können vier bis fünf Liter Wasser durchaus sinnvoll sein.

Zwar gibt es unterwegs Wasserstellen, dennoch sollte man genügend eigenes Wasser dabeihaben.

Entlang der Schlucht sind Ranger unterwegs. Außerdem stehen Maultiere bereit, mit denen erschöpfte oder verletzte Wanderer transportiert werden können.

Darauf sollte man sich allerdings nicht verlassen.

Kleine Brücke mit Wanderweg durch die Samaria-Schlucht

Wanderschuhe sind Pflicht

Die Samaria-Schlucht besteht über viele Kilometer aus Steinen, Geröll und unebenem Untergrund.

Gute Wanderschuhe oder Trekking-Schuhe sind meiner Meinung nach Pflicht.

Mit Sandalen oder einfachen Freizeitschuhen macht man sich die Tour unnötig schwer.

Gerade am Ende der Wanderung machen sich schlechte Schuhe oft deutlich bemerkbar.

Der Einstieg bei Xyloskalo

Die Wanderung beginnt bei Xyloskalo auf rund 1.250 Metern Höhe. Wer übernachten will, empfehlen wir das Neos Omalos Hotel.

Schon der erste Blick hinunter in die Schlucht gehört zu den Höhepunkten des Tages.

Vor den Wanderern liegt eine gewaltige Berglandschaft mit steilen Felswänden und tiefen Schluchten.

Schild am Eingang der SchluchtVon DenebEigenes Werk, Gemeinfrei, Link

Die ersten Kilometer führen überwiegend steil bergab.

Viele Urlauber freuen sich darüber zunächst, merken aber später, dass die zahlreichen Abstiege ebenfalls Kraft kosten.

Gerade Knie und Fußgelenke werden auf den ersten Kilometern stark belastet.

Die Wanderung durch die Samaria-Schlucht

Nach dem steilen Einstieg wird die Schlucht zunehmend enger.

Der Weg folgt über weite Strecken dem Bachbett.

Immer wieder überquert man kleine Holzbrücken oder läuft direkt neben dem Wasser.

Bach und steile Felswände in der Samariaschlucht

Die Landschaft verändert sich ständig.

Mal wandert man zwischen hohen Felswänden, wenig später durch schattige Abschnitte mit Bäumen und Vegetation.

Gerade diese Abwechslung macht den besonderen Reiz der Samaria-Schlucht aus.

Die ehemalige Siedlung Samaria

Etwa auf halber Strecke erreicht man die ehemalige Siedlung Samaria.

Früher lebten hier Menschen dauerhaft mitten in der Schlucht.

Heute sind noch einige Gebäude und Ruinen erhalten.

Für viele Wanderer ist dies der wichtigste Rastplatz der gesamten Tour.

Auch wir machen hier normalerweise unsere erste längere Pause.

Nach mehreren Stunden Wanderung kommt die Gelegenheit zum Ausruhen auf Bänken im Schatten genau richtig.

Die kleine Kirche des ehemaligen Dorfes existiert noch heute.

Ehrlich gesagt erinnern sich die meisten Besucher aber vor allem an die besondere Atmosphäre der verlassenen Siedlung und weniger an die Kirche selbst.

Kri-Kri-Ziegen

Die Samaria-Schlucht ist Heimat der berühmten Kri-Kri-Ziegen.

Viele Besucher hoffen darauf, unterwegs einige Tiere zu sehen.

Allerdings ist das nicht immer so einfach.

Für Laien ist oft schwer zu erkennen, ob es sich tatsächlich um Kri-Kris oder um normale Ziegen handelt.

Wer Glück hat, entdeckt einige Tiere an den Hängen der Schlucht.

Die Natur und die Landschaft sind jedoch deutlich beeindruckender als die Suche nach einzelnen Ziegen.

Die Eiserne Pforte – der Höhepunkt der Wanderung

Der berühmteste Abschnitt der Samaria-Schlucht ist die sogenannte Eiserne Pforte (Sideroportes).

Hier verengt sich die Schlucht auf nur wenige Meter Breite.

Die Eiserne Pforte, die Sehenswürdigkeit in der Samaria-SchluchtVon LapplaenderEigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, Link

Gleichzeitig ragen die Felswände links und rechts mehrere hundert Meter nahezu senkrecht in die Höhe.

Dieser Abschnitt gehört zu den beeindruckendsten Naturwundern Griechenlands.

Teilweise verläuft der Weg direkt durch das Bachbett oder unmittelbar daneben.

Wer die Eiserne Pforte zum ersten Mal sieht, versteht sofort, warum die Samaria-Schlucht als die berühmteste Schlucht Kretas gilt.

Weder die Imbros-Schlucht noch die Aradena-Schlucht erreichen die gewaltigen Dimensionen dieses Abschnitts.

Menschenmassen gehören dazu

Ein Nachteil der Samaria-Schlucht sind die hohen Besucherzahlen.

In der Hauptsaison sind oft mehrere tausend Menschen pro Tag unterwegs.

Da die meisten Touren morgens zur gleichen Zeit starten, bewegen sich große Gruppen gleichzeitig durch die Schlucht.

Besonders auf den ersten Kilometern kommt es regelmäßig zu kleineren Staus.

Wer absolute Einsamkeit sucht, ist in Aradena oder Imbros besser aufgehoben.

Trotzdem lohnt sich die Samaria-Schlucht aufgrund ihrer einzigartigen Landschaft.

Ankunft in Agia Roumeli

Nach vielen Stunden Wanderung erreichen die Besucher schließlich Agia Roumeli an der Südküste Kretas.

Für die meisten ist dies einer der schönsten Momente des Tages.

Viele kaufen sich zunächst eine eiskalte Flasche Wasser oder setzen sich mit einem kühlen Bier in eine der Tavernen.

Besonders beliebt ist der Strand von Agia Roumeli.

Nach mehreren Stunden in der Hitze springen viele Wanderer direkt ins Libysche Meer.

Die meisten Besucher erreichen den Ort etwa ein bis zwei Stunden vor der Abfahrt ihrer Fähre.

Dadurch bleibt genügend Zeit zum Baden oder Essen.

Im Ort gibt es zahlreiche Tavernen und Cafés.

Fast alle Gäste sind Wanderer, die gerade die Samaria-Schlucht hinter sich gebracht haben.

Die Fähren ab Agia Roumeli

Am Nachmittag verlassen die meisten Besucher Agia Roumeli mit einer der Fähren entlang der Südküste.

Die Mehrheit nutzt die Verbindung nach Hora Sfakion.

Unterwegs legt die Fähre auch in Loutro an.

Daneben gibt es eine zweite wichtige Verbindung in Richtung Westen.

Diese Fähre fährt über Sougia weiter nach Paleochora.

Welche Verbindung die richtige ist, hängt vom Standort der Unterkunft und von der gewählten Tour ab.

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Wer sich nicht selbst um Busse, Fähren und Fahrpläne kümmern möchte, fährt meist mit einer organisierten Tour am besten.

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Alternative 1: Die kurze Samaria-Wanderung ab Agia Roumeli

Nicht jeder Urlauber möchte die komplette Samaria-Schlucht durchwandern.

Eine beliebte Alternative ist die Wanderung von Agia Roumeli aus in die Schlucht hinein.

Dazu fährt man morgens mit der Fähre nach Agia Roumeli und wandert anschließend von Süden aus in die Schlucht.

Der große Vorteil: Die spektakulärsten Abschnitte befinden sich ohnehin im unteren Bereich.

Hier liegen die berühmte Eiserne Pforte und die beeindruckendsten Felswände.

Nach einigen Kilometern dreht man einfach um und wandert zurück nach Agia Roumeli.

Am Nachmittag geht es mit der Fähre zurück.

Wer beispielsweise in Hora Sfakion geparkt hat, steht anschließend direkt wieder an seinem Fahrzeug.

Die komplizierte Logistik der kompletten Durchquerung entfällt dadurch vollständig.

Für viele ältere Urlauber oder Familien ist dies die angenehmste Möglichkeit, die Samaria-Schlucht kennenzulernen.

Alternative 2: Die Schlucht von unten nach oben wandern

Es gibt noch eine dritte Variante, die allerdings nur für sehr fitte Wanderer geeignet ist.

Dabei startet man in Agia Roumeli und wandert die gesamte Schlucht bergauf bis nach Omalos.

Während die meisten Besucher überwiegend bergab laufen, müssen hier mehr als 1.000 Höhenmeter überwunden werden.

Dadurch wird aus einer langen Wanderung schnell eine anspruchsvolle Bergtour.

Frühling und Herbst sind dafür deutlich besser geeignet als der Hochsommer.

Wer diese Variante plant, sollte möglichst früh starten und ausreichend Wasser mitnehmen.

Öffentliche Busse oder organisierte Touren sind auf diese Route normalerweise nicht ausgelegt.

Deshalb muss die An- und Rückreise selbst organisiert werden.

Viele Wanderer übernachten anschließend in Omalos oder in den umliegenden Bergdörfern. Unser Tipp: Neos Omalos Hotel bei Booking.com ansehen

„You are walking in the wrong direction“

Wer die Samaria-Schlucht von unten nach oben wandert, erlebt unterwegs eine amüsante Besonderheit.

Fast alle anderen Wanderer sind nämlich in der Gegenrichtung unterwegs.

Während man selbst bergauf steigt, kommen einem hunderte Menschen entgegen.

Fast jeder hat denselben Witz auf Lager:

„You are walking in the wrong direction!“

Mit etwas Pech hört man diesen Satz dutzende Male am Tag.

Spätestens nach dem zwanzigsten Wanderer beginnt man darüber zu lachen.

Samaria, Imbros oder Aradena?

Viele Kreta-Urlauber fragen sich, welche Schlucht die schönste ist.

Die Antwort hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab.

Nach mehreren Wanderungen durch alle drei Schluchten sehe ich die Samaria-Schlucht jedoch klar vorne.

Die Imbros-Schlucht ist einfacher und deutlich kürzer.

Die Aradena-Schlucht wirkt ursprünglicher und ist deutlich weniger überlaufen.

Die Samaria-Schlucht spielt jedoch in einer eigenen Liga.

Die Höhe der Felswände, die Enge der Schlucht und die gewaltigen Dimensionen der Eisernen Pforte findet man auf Kreta kein zweites Mal.

Wer nur eine einzige Schlucht auf der Insel besuchen möchte, sollte meiner Meinung nach die Samaria-Schlucht wählen.

Sie ist nicht umsonst die berühmteste Schlucht Griechenlands.

Mein Fazit zur Samaria-Schlucht

Die Samaria-Schlucht gehört zu den größten Naturattraktionen Griechenlands.

Die Wanderung ist lang, anstrengend und im Sommer oft sehr heiß.

Wer ausreichend Wasser mitnimmt, gute Wanderschuhe trägt und über eine normale Grundfitness verfügt, wird jedoch mit einem außergewöhnlichen Naturerlebnis belohnt.

Besonders die Eiserne Pforte, die gewaltigen Felswände und die abwechslungsreiche Landschaft bleiben lange in Erinnerung.

Trotz der vielen Besucher lohnt sich die Wanderung meiner Meinung nach absolut.

Wer Kreta besucht und gerne wandert, sollte die Samaria-Schlucht mindestens einmal erlebt haben.

Mein Tipp

Für die meisten Urlauber ist eine organisierte Tour die einfachste Lösung. Hotelabholung, Busse und Rückfahrt sind bereits organisiert und oft kaum teurer als die individuelle Anreise.

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FAQ zur Samaria-Schlucht

Wie lang ist die Samaria-Schlucht?

Die Wanderung von Omalos nach Agia Roumeli umfasst rund 16 bis 18 Kilometer und dauert meist zwischen fünf und acht Stunden.

Ist die Samaria-Schlucht schwierig?

Technisch ist die Wanderung nicht besonders schwer. Die Länge, die Hitze und der steinige Untergrund machen sie jedoch anstrengend.

Wie viel Wasser sollte man mitnehmen?

Im Sommer sind vier bis fünf Liter Wasser für einen langen Wandertag keineswegs übertrieben.

Braucht man Wanderschuhe?

Ja. Gute Wanderschuhe oder Trekking-Schuhe sind sehr empfehlenswert.

Kann man die Schlucht auch teilweise wandern?

Ja. Viele Besucher fahren nach Agia Roumeli und wandern nur bis zur Eisernen Pforte und zurück.

Welche Schlucht ist schöner: Samaria oder Imbros?

Imbros ist ruhiger und einfacher. Samaria ist deutlich spektakulärer und für viele Besucher die beeindruckendste Schlucht Kretas.

Wann ist die beste Reisezeit?

Frühling und Herbst bieten die angenehmsten Temperaturen. Im Hochsommer kann es in der Schlucht extrem heiß werden.