Kretas Flora

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Kretas Flora auf einen Blick

  • Auf Kreta wachsen rund 1.800 verschiedene Pflanzenarten.
  • Etwa 160 Arten und Unterarten gelten als kretische Endemiten und kommen natürlicherweise nur auf der Insel vor.
  • Die größte Pflanzenvielfalt erleben Besucher zwischen März und Mai.
  • Viele seltene Arten wachsen in den Weißen Bergen, im Psiloritis-Massiv und in abgelegenen Schluchten.
  • Olivenbäume, Johannisbrotbäume, Zypressen, Pinien und Platanen prägen die Landschaft.
  • Thymian, Oregano, Salbei und Diktam gehören zu den bekanntesten Wildkräutern Kretas.
  • In Vai, Preveli und einigen weiteren Küstenregionen wächst die seltene Kretische Dattelpalme.
  • Wildpflanzen sollten weder ausgegraben noch gepflückt werden.

Kreta besitzt eine ungewöhnlich vielfältige Pflanzenwelt. Auf der Insel treffen trockene Küstenlandschaften, fruchtbare Ebenen, bewaldete Schluchten und mehr als 2.000 Meter hohe Gebirge aufeinander. Die Unterschiede bei Höhenlage, Niederschlag, Boden und Temperatur schaffen zahlreiche Lebensräume auf vergleichsweise kleiner Fläche.

Viele Urlauber nehmen zunächst vor allem Olivenhaine, niedrige Sträucher und trockene Berghänge wahr. Besonders im Frühling zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Dann wachsen auf Wiesen, an Straßenrändern und zwischen Olivenbäumen zahlreiche Wildblumen. Orchideen, Anemonen, Zistrosen, Ginster und verschiedene Tulpenarten bringen Farbe in die Landschaft.

Einige Pflanzen kommen weltweit nur auf Kreta vor. Andere sind im gesamten östlichen Mittelmeerraum verbreitet, haben auf der Insel aber besonders große Bestände. Wer die Flora Kretas kennenlernen möchte, muss deshalb nicht unbedingt eine anspruchsvolle Bergwanderung unternehmen. Viele typische Arten lassen sich bereits bei Spaziergängen durch Olivenhaine, auf Küstenwegen oder in der Umgebung kleiner Dörfer entdecken.

Warum die Pflanzenwelt Kretas so vielfältig ist

Kreta liegt zwischen Europa, Asien und Afrika. Die Insel ist etwa 260 Kilometer lang, aber an vielen Stellen nur wenige Dutzend Kilometer breit. Mehrere Gebirgsketten teilen Kreta in unterschiedliche Landschaftsräume. Dazu gehören die Lefka Ori im Westen, das Psiloritis-Massiv in der Inselmitte und das Dikti-Gebirge im Osten.

Während die Gipfel im Winter regelmäßig Schnee tragen, bleiben viele Küstengebiete vergleichsweise mild. Im Westen fällt deutlich mehr Regen als in Teilen Ostkretas. Auch innerhalb einer einzelnen Schlucht können sich sonnige, trockene Bereiche und schattige, feuchte Standorte abwechseln. Diese kleinräumigen Unterschiede begünstigen eine große Zahl verschiedener Pflanzen.

Hinzu kommt die lange geografische Isolation der Insel. Seit Kreta vom Festland getrennt ist, konnten sich einige Pflanzen unabhängig weiterentwickeln. Daraus entstanden Arten und Unterarten, die ausschließlich auf Kreta vorkommen. Botaniker bezeichnen solche Pflanzen als Endemiten.

Die größte Zahl endemischer Pflanzen findet sich in den Bergregionen. Steile Felswände, schwer erreichbare Schluchten und abgelegene Hochflächen boten empfindlichen Arten über lange Zeit geschützte Rückzugsräume. Einige Pflanzen wachsen nur in einem kleinen Gebirge oder sogar an wenigen bekannten Standorten.

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Endemische Pflanzen auf Kreta

Je nach botanischer Einteilung werden auf Kreta ungefähr 160 endemische Arten und Unterarten unterschieden. Die genaue Zahl kann sich durch neue Untersuchungen und Änderungen der wissenschaftlichen Klassifikation verändern. Für Urlauber ist vor allem wichtig, dass viele dieser Pflanzen selten und teilweise streng geschützt sind.

Kretischer Diktam

Der Kretische Diktam, botanisch Origanum dictamnus, gehört zu den bekanntesten Pflanzen der Insel. Auf Griechisch heißt er Diktamo. Die niedrig wachsende Pflanze besitzt rundliche, silbrig behaarte Blätter und rosafarbene bis violette Blütenstände. Sie wächst bevorzugt in Felsspalten und an schwer zugänglichen Hängen.

Von Averater – Eigenes Werk, CC BY 4.0, Link

Natürliche Vorkommen gibt es unter anderem in den Gebirgen und Schluchten West- und Zentralkretas. Weil Diktam häufig an steilen Felswänden wächst, war das Sammeln früher gefährlich. Heute wird die Pflanze auch landwirtschaftlich angebaut. Getrockneten Diktam findet man auf Märkten, in Kräuterläden und in vielen Geschäften mit kretischen Produkten.

Aus den Blättern wird meist ein Kräutertee zubereitet. Diktam spielt außerdem in der traditionellen kretischen Pflanzenkunde eine Rolle. Medizinische Wirkungen sollten dennoch nicht mit einer gesicherten Behandlung gleichgesetzt werden. Wer Medikamente einnimmt, schwanger ist oder unter chronischen Erkrankungen leidet, sollte größere Mengen konzentrierter Kräuterprodukte nicht ohne Rücksprache verwenden.

Kretische Tulpen

Auf Kreta wachsen mehrere wilde Tulpenarten. Besonders bekannt ist Tulipa doerfleri. Diese rote Tulpe kommt nur in einem kleinen Gebiet bei Gious Kampos südlich von Rethymno vor. In guten Jahren können dort im April größere Flächen rot blühen. Der genaue Beginn der Blüte hängt von Temperatur, Niederschlag und Höhenlage ab.

Die Tulpen wachsen zum Teil auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Besucher sollten deshalb auf vorhandenen Wegen bleiben, keine Felder betreten und keine Pflanzen pflücken. Schon wenige unachtsame Schritte können Blüten und Zwiebeln beschädigen.

Eine weitere bekannte Art ist die Baker-Tulpe, deren botanische Einordnung in der Vergangenheit mehrfach verändert wurde. Sie wächst vor allem in höheren Lagen des Psiloritis-Gebirges. Für eine gezielte Suche sind botanische Vorkenntnisse oder eine fachkundige Führung sinnvoll, da sich Wildtulpen außerhalb der Blütezeit kaum erkennen lassen.

Orchideen auf Kreta

Kreta ist für seine wilden Orchideen bekannt. Die meisten Arten blühen im Frühjahr. Besonders gute Bedingungen bieten extensiv genutzte Wiesen, lichte Olivenhaine, niedrige Buschlandschaften und feuchte Senken. Je nach Region beginnt die Orchideenzeit bereits im Februar und reicht in höheren Gebirgslagen bis in den Mai.

Zu sehen sind unter anderem verschiedene Ragwurzarten der Gattung Ophrys. Ihre Blüten imitieren in Form, Farbe und teilweise sogar im Duft bestimmte Insekten. Auf diese Weise locken sie Bestäuber an. Daneben wachsen Knabenkräuter und weitere mediterrane Orchideenarten auf der Insel.

Viele Orchideen sind klein und werden leicht übersehen. Wer sie fotografieren möchte, sollte sich langsam bewegen und den Boden aufmerksam absuchen. Die Pflanzen dürfen nicht ausgegraben oder gepflückt werden. Orchideen reagieren empfindlich auf Veränderungen ihres Standortes und überleben nach dem Umsetzen meistens nicht.

Kretischer Ebenholzstrauch

Der Kretische Ebenholzstrauch, botanisch Ebenus cretica, ist ein gut erkennbarer Endemit. Der niedrige Strauch besitzt silbrig behaarte Blätter und auffällige rosa bis violette Blüten. Er wächst auf trockenen, steinigen Böden und ist vielerorts an Straßenrändern, Küstenhängen und in der Phrygana zu sehen.

Die Hauptblüte liegt gewöhnlich im späten Frühjahr. Im Gegensatz zu manchen seltenen Gebirgspflanzen ist der Kretische Ebenholzstrauch relativ weit verbreitet. Dennoch kommt er natürlicherweise ausschließlich auf Kreta und einigen unmittelbar vorgelagerten Inseln vor.

Kretische Zelkove

Die Kretische Zelkove, Zelkova abelicea, ist ein kleiner Baum oder Strauch aus der Familie der Ulmengewächse. Sie wächst in den kretischen Gebirgen und kommt weltweit nur auf Kreta vor. Viele Exemplare bleiben niedrig und buschförmig, weil junge Triebe von Ziegen und Schafen abgefressen werden. An geschützten Standorten können sich dagegen richtige Bäume entwickeln.

Vorkommen gibt es unter anderem in den Weißen Bergen, im Psiloritis-, Dikti- und Thripti-Gebirge. Die Art ist für die Gebirgsökosysteme Kretas bedeutsam, wird von ungeübten Besuchern jedoch leicht übersehen. Anders als auffällige Tulpen oder Orchideen besitzt sie keine spektakulären Blüten.

Typische Bäume auf Kreta

Nicht alle charakteristischen Pflanzen der Insel sind endemisch. Viele Bäume gehören zur allgemeinen mediterranen Flora oder wurden bereits vor Jahrhunderten vom Menschen verbreitet. Trotzdem prägen sie das heutige Landschaftsbild Kretas wesentlich.

Olivenbäume

Der Olivenbaum ist die wichtigste Kulturpflanze Kretas. Große Olivenhaine bedecken Ebenen, Täler und Hänge. Besonders häufig ist die kleinfruchtige Sorte Koroneiki, aus der überwiegend Olivenöl gewonnen wird. Die Bäume kommen mit trockenen Sommern zurecht, benötigen für einen guten Ertrag aber ausreichend Wasser während der Wachstumsphase.

Auf Kreta stehen einige außergewöhnlich alte Olivenbäume. Das genaue Alter solcher Bäume lässt sich nur schwer bestimmen, weil der Stamm im Laufe der Zeit hohl werden kann und keine vollständige Jahresringzählung möglich ist. Angaben von mehreren Tausend Jahren beruhen deshalb teilweise auf Schätzungen.

Olivenbäume blühen meist im April oder Mai. Die kleinen hellen Blüten sind unscheinbar. Die Ernte beginnt je nach Region, Sorte und gewünschter Reife im Herbst und reicht bis in den Winter. Weitere landwirtschaftliche Produkte und typische Lebensmittel stellen wir in unserem Überblick zum Essen in Griechenland vor.

Johannisbrotbäume

Johannisbrotbäume sind an ihren immergrünen, ledrigen Blättern und den langen dunkelbraunen Früchten zu erkennen. Die Hülsen werden auf Griechisch Charoupia genannt. Früher waren sie ein wichtiges Futtermittel und Exportprodukt. Heute wird Johannisbrot wieder häufiger für Mehl, Sirup, Getränke und Süßwaren verwendet.

Die Bäume vertragen Hitze und längere Trockenperioden. Man sieht sie häufig in niedrigen und mittleren Höhenlagen, besonders auf steinigen Böden. Im Sommer bieten ihre breiten Kronen wertvollen Schatten. Heruntergefallene Hülsen verströmen einen süßlichen Geruch.

Zypressen, Pinien und Kermeseichen

Zypressen prägen vor allem Teile Westkretas und mehrere Gebirgsregionen. In den Weißen Bergen wächst die Mittelmeer-Zypresse teilweise in natürlichen Beständen. Daneben wurde sie in Dörfern, an Kirchen und auf Friedhöfen gepflanzt.

Pinien kommen in verschiedenen Regionen vor, bilden aber nicht überall ausgedehnte Wälder. Waldbrände, Beweidung und jahrhundertelange Holznutzung haben die ursprüngliche Vegetation stark verändert. Auf trockenen Flächen dominieren heute oft niedrige Sträucher und dornige Polsterpflanzen.

Die Kermeseiche ist ein immergrüner, widerstandsfähiger Baum oder Strauch. Durch intensive Beweidung bleibt sie vielerorts niedrig. In geschützteren Bereichen kann sie mehrere Meter hoch werden. Ihre kleinen, harten Blätter verringern den Wasserverlust während der heißen Sommermonate.

Platanen

Platanen benötigen mehr Feuchtigkeit als Oliven- oder Johannisbrotbäume. Sie wachsen deshalb vor allem an Quellen, Bachläufen, in Schluchten und auf schattigen Dorfplätzen. Große Platanen bilden ein dichtes Blätterdach und sorgen im Sommer für angenehmen Schatten.

Wer durch das Inselinnere fährt, findet unter solchen Bäumen häufig Kafenia und Tavernen. Besonders reizvoll sind kleine Orte, in denen eine Quelle oder ein Bach auch im Sommer Wasser führt. Einige geeignete Ziele enthält unser Artikel über kleine Orte auf Kreta.

Macchia und Phrygana: Kretas typische Buschlandschaften

Ein großer Teil Kretas ist nicht bewaldet, sondern von niedrigen Sträuchern und Kräutern bedeckt. Dabei werden häufig zwei Vegetationsformen unterschieden: Macchia und Phrygana.

Die Macchia besteht aus vergleichsweise hohen und dichten, immergrünen Sträuchern. Dazu gehören unter anderem Mastixsträucher, Erdbeerbäume, Myrten und verschiedene Eichenarten. Sie entwickelt sich vor allem dort, wo etwas mehr Feuchtigkeit vorhanden ist und die Vegetation weniger stark beweidet wird.

Phrygana ist deutlich niedriger und offener. Typisch sind dornige oder stark duftende Pflanzen, die an Trockenheit, Wind und Beweidung angepasst sind. Thymian, Dornige Bibernelle, Salbei und verschiedene Wolfsmilchgewächse gehören zu dieser Landschaft. Im Sommer wirkt die Phrygana häufig braun und trocken. Nach den Winterregen und während der Frühjahrsblüte ist sie wesentlich grüner und artenreicher.

Zistrosen sind ebenfalls ein typischer Bestandteil mediterraner Buschlandschaften. Ihre weißen oder rosafarbenen Blüten öffnen sich meist im Frühjahr. Die einzelne Blüte hält oft nur kurze Zeit, doch ein Strauch bildet nacheinander zahlreiche neue Blüten. Zistrosen sind im Mittelmeerraum weit verbreitet und daher nicht grundsätzlich kretische Endemiten.

Wildkräuter und Gewürzpflanzen auf Kreta

Der Duft von Kräutern gehört für viele Besucher zu den auffälligsten Eindrücken bei Wanderungen auf Kreta. Besonders an warmen Tagen setzen Thymian, Salbei und Oregano ätherische Öle frei. Die Pflanzen wachsen auf steinigen Böden, an Berghängen und in offenen Buschlandschaften.

Thymian

Wilder Thymian wächst in vielen trockenen Regionen der Insel. Während der Blüte werden die violetten Blüten intensiv von Bienen besucht. Daraus entsteht der bekannte kretische Thymianhonig. Die Stärke des Aromas und die Zusammensetzung des Honigs hängen vom Standort und von weiteren Pflanzen im Umfeld der Bienenstöcke ab.

Oregano

Oregano wird in der kretischen Küche für Salate, Fleischgerichte, Kartoffeln und Käse verwendet. Wilder Oregano ist nicht automatisch mit den abgepackten Küchenkräutern identisch, da auf Kreta mehrere verwandte Arten und Unterarten vorkommen. Getrocknetes Kraut wird auf Märkten und in Lebensmittelgeschäften angeboten.

Oregano in Blütge

Salbei

Salbei wächst an sonnigen und trockenen Standorten. Die Blätter werden traditionell als Gewürz und für Kräutertee genutzt. Besucher sollten Wildbestände nicht selbst abernten. In Geschäften und auf Märkten gibt es getrockneten Salbei aus kontrollierter Sammlung oder landwirtschaftlichem Anbau.

Malotira

Malotira ist der verbreitete Name für den kretischen Bergtee. Die Pflanze gehört zur Gattung Sideritis und wächst in höheren Lagen. Wegen ihrer begrenzten Bestände sollte sie nicht in der Natur gesammelt werden. Im Handel angebotener Bergtee stammt zunehmend aus Kulturen.

Weitere Informationen über kulinarisch genutzte Pflanzen bietet unser Artikel über Kräuter und Gewürze in Griechenland.

Palmen, Bananen und andere auffällige Pflanzen

Neben Olivenbäumen, Kräutern und Gebirgspflanzen gehören Palmen und Bananenstauden zu den auffälligsten Pflanzen Kretas. Allerdings sind nicht alle Palmenarten, die man in Hotelanlagen, Städten und an Strandpromenaden sieht, auf der Insel heimisch. Viele wurden als Zierpflanzen eingeführt.

Kretische Dattelpalme

Die Kretische Dattelpalme trägt den botanischen Namen Phoenix theophrasti. Sie ist eine seltene Palmenart des östlichen Mittelmeerraums und kommt natürlicherweise auf Kreta sowie an wenigen Standorten in der südwestlichen Türkei vor. Von der gewöhnlichen Dattelpalme unterscheidet sie sich unter anderem durch ihre meist schlankeren Stämme, die steifen Blätter und die kleinen Früchte mit wenig Fruchtfleisch.

Der bekannteste Bestand wächst in Vai im äußersten Osten Kretas. Der Palmenhain liegt hinter einem Sandstrand und gehört zu den meistbesuchten Naturzielen der Region Lasithi. Besonders im Hochsommer ist der Strand stark besucht. Wer den Palmenhain in ruhigerer Atmosphäre sehen möchte, sollte möglichst am Vormittag oder außerhalb der Hauptreisezeit kommen.

Ein weiterer bekannter Bestand befindet sich an der Mündung des Kourtaliotis-Flusses bei Preveli. Dort wachsen Palmen entlang des Flussufers und bilden zusammen mit Schilf, Oleander und anderer Ufervegetation eine ungewöhnlich grüne Landschaft. Kleinere natürliche Vorkommen der Kretischen Dattelpalme gibt es außerdem an einigen abgelegenen Küstenabschnitten und Schluchten.

Die Palmenbestände sind empfindliche Lebensräume. Besucher sollten Absperrungen respektieren, keine Blätter oder Früchte entfernen und Abfälle wieder mitnehmen. Offenes Feuer ist wegen der erheblichen Waldbrandgefahr grundsätzlich zu vermeiden.

Bananen auf Kreta

Bananenstauden sind auf Kreta nicht heimisch. Sie werden vor allem an geschützten und warmen Standorten angebaut. Kleinere Plantagen gibt es insbesondere an der Südküste und in klimatisch günstigen Gebieten rund um Arvi, Malia und Ierapetra. Ein Teil der Pflanzen wächst in Gewächshäusern oder unter Netzen.

Bananen-Pflanzen

Kretische Bananen sind häufig kleiner als importierte Früchte. Reife Früchte werden auf Wochenmärkten, in Obstgeschäften und teilweise direkt bei Erzeugern verkauft. Ausführliche Informationen bietet unser Artikel über Bananen auf Kreta.

Zitrusbäume und Obstpflanzen

Orangen, Zitronen und Mandarinen benötigen mehr Wasser als Olivenbäume. Größere Anbaugebiete liegen deshalb vor allem in fruchtbaren Ebenen und Tälern. In der Region Chania wachsen viele Zitrusbäume rund um Alikianos, Fournes und weitere Dörfer am Fuß der Weißen Berge.

Orangenbaum

In Hausgärten sieht man außerdem Feigen-, Granatapfel-, Aprikosen-, Pfirsich- und Maulbeerbäume. Weinreben werden sowohl für Tafeltrauben als auch für Wein und die Herstellung von Tsikoudia angebaut. Einen eigenen Überblick finden Sie auf unserer Seite über Obst in Griechenland. Mit dem regionalen Anbau von Zitrusfrüchten beschäftigt sich außerdem der Artikel über Orangen auf Kreta.

Blütezeiten auf Kreta

Die Pflanzenwelt Kretas verändert sich im Verlauf des Jahres deutlich. Die beste Reisezeit für botanisch interessierte Urlauber liegt normalerweise zwischen März und Mai. Der genaue Zeitpunkt der Blüte hängt jedoch von Region, Höhenlage und Wetter ab. Nach einem warmen Winter können einige Arten früher blühen. In den Bergen beginnt die Vegetationsperiode dagegen deutlich später als an der Küste.

Winter: erste Blüten nach dem Regen

Mit den ersten ergiebigen Regenfällen im Herbst beginnt sich die ausgetrocknete Landschaft zu erholen. Im Dezember, Januar und Februar sind viele Wiesen und Olivenhaine wieder grün. An milden Küstenstandorten zeigen sich bereits Anemonen, Sauerklee und andere frühe Blütenpflanzen.

In den Gebirgen fällt dagegen Schnee. Die höchsten Gipfel der Lefka Ori und des Psiloritis bleiben häufig über längere Zeit weiß. Viele Wanderwege sind dort im Winter nicht oder nur eingeschränkt begehbar. Hinweise zu Klima, geöffneten Unterkünften und Ausflugsmöglichkeiten enthält unser Artikel über den Winter in Griechenland.

März und April: wichtigste Blütezeit

Im März nimmt die Zahl der blühenden Pflanzen stark zu. Küstenregionen und niedrige Lagen sind dann oft besonders farbenreich. Auf Wiesen und in Olivenhainen wachsen Anemonen, Margeriten, Mohn, Schwertlilien und verschiedene Orchideen. Auch Zistrosen und Ginster beginnen je nach Standort zu blühen.

Der April ist für Pflanzenfreunde häufig der interessanteste Monat. Viele Orchideenarten stehen in Blüte, auf der Hochebene bei Gious Kampos können rote Tulpen erscheinen und zahlreiche Kräuter treiben frische Blätter. Gleichzeitig sind die Temperaturen für längere Spaziergänge meist angenehmer als im Sommer.

Ein Nachteil des Frühlings ist das wechselhafte Wetter. Regenschauer und kühlere Tage sind möglich. In höheren Lagen können Wege matschig sein, während auf den Gipfeln noch Schnee liegt. Festes Schuhwerk und eine leichte Regenjacke gehören deshalb zur sinnvollen Ausrüstung.

Mai und Juni: Blüte in höheren Lagen

Im Mai trocknen viele niedrige Küstenregionen bereits langsam aus. In mittleren Höhenlagen und Gebirgen erreicht die Blüte dagegen häufig ihren Höhepunkt. Wer im späten Frühjahr auf Kreta unterwegs ist, findet deshalb in den Bergen oft mehr Blumen als unmittelbar an der Küste.

Im Juni blühen zahlreiche Kräuter und trockenheitsverträgliche Sträucher. Thymian zieht viele Bienen an. Auf offenen Flächen wird die Vegetation zunehmend gelb und braun. Wegen der steigenden Temperaturen sollten längere Wanderungen früh am Morgen beginnen.

Juli bis September: trockener Sommer

Der kretische Sommer ist heiß und ausgesprochen trocken. Viele einjährige Pflanzen haben ihren Lebenszyklus dann bereits beendet. Ihre Samen bleiben im Boden und keimen nach den ersten Regenfällen erneut. Zwiebel- und Knollenpflanzen ziehen sich in unterirdische Speicherorgane zurück.

Auch wenn die Landschaft im Sommer karg wirkt, ist die Vegetation keineswegs abgestorben. Olivenbäume, Johannisbrotbäume, Kermeseichen und viele Sträucher besitzen kleine, harte oder behaarte Blätter, die den Wasserverlust begrenzen. Andere Pflanzen enthalten ätherische Öle oder bilden Dornen als Schutz vor Hitze und Weidetieren.

Im Hochsommer sind schattige Schluchten, Quellen und bewaldete Täler für Pflanzenbeobachtungen besser geeignet als offene Berghänge. Wegen der Waldbrandgefahr dürfen keine Zigarettenreste weggeworfen und keine Feuer entzündet werden.

Herbst: Neubeginn nach den ersten Regenfällen

Im September und Oktober erscheinen einige typische Herbstblüher. Dazu gehören bestimmte Krokusse und Herbstzeitlosen. Nach den ersten stärkeren Regenfällen kehrt das Grün rasch zurück. Der genaue Zeitpunkt ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Der Herbst eignet sich für Wanderungen, wenn die große Sommerhitze vorbei ist. Die Artenvielfalt sichtbarer Blüten ist jedoch normalerweise geringer als im Frühjahr. Dafür reifen Weintrauben, Granatäpfel, Feigen und andere Früchte. Später beginnt in vielen Regionen die Olivenernte.

Die besten Orte, um Kretas Pflanzenwelt zu erleben

Typische Pflanzen lassen sich nahezu überall auf der Insel entdecken. Für seltene Arten und besonders abwechslungsreiche Landschaften sind einige Regionen jedoch besser geeignet als andere.

Weiße Berge und Omalos-Hochebene

Die Weißen Berge im Westen Kretas erreichen Höhen von mehr als 2.400 Metern. Ihre karge Hochgebirgslandschaft unterscheidet sich deutlich von den Olivenhainen und Küstenebenen. In Felsspalten, auf Dolinenböden und an geschützten Hängen wachsen zahlreiche spezialisierte Pflanzen.

Die Omalos-Hochebene ist vergleichsweise leicht mit dem Auto oder Bus erreichbar. Im Frühjahr wachsen dort Wildblumen, Kräuter und verschiedene Gebirgspflanzen. Von Omalos beginnt außerdem der bekannte Weg durch die Samaria-Schlucht.

 

Die vollständige Durchquerung der Schlucht ist eine lange und körperlich anspruchsvolle Wanderung. Wer vor allem Pflanzen sehen möchte, kann stattdessen kürzere Wege auf der Hochebene oder in den umliegenden Dörfern wählen. Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten über die Weißen Berge auf Kreta und das Wandern auf Kreta.

Psiloritis-Gebirge

Das Psiloritis-Massiv liegt in Zentralkreta und umfasst mit dem Timios Stavros den höchsten Gipfel der Insel. Die Vegetation verändert sich deutlich mit zunehmender Höhe. In tieferen Regionen dominieren Olivenhaine, Buschlandschaften und beweidete Flächen. Weiter oben folgen offene, felsige Hochflächen mit niedrigen, widerstandsfähigen Pflanzen.

Botanisch interessant sind unter anderem die Nida-Hochebene und verschiedene Bereiche südlich und westlich des Gipfelmassivs. Die Besteigung des höchsten Gipfels ist nur für entsprechend vorbereitete Wanderer geeignet. Schnee, Nebel, Wind und starke Sonneneinstrahlung können auch außerhalb des Winters Probleme verursachen. Einen Überblick bietet unser Artikel über die Berge auf Kreta.

Schluchten auf Kreta

Schluchten gehören zu den wichtigsten Lebensräumen für seltene Pflanzen. Steile Felswände schützen Arten vor Beweidung und schaffen unterschiedliche Licht- und Feuchtigkeitsverhältnisse. Deshalb wachsen manche Endemiten bevorzugt in Felsspalten und an senkrechten Wänden.

Neben der Samaria-Schlucht sind beispielsweise die Imbros-, Agia-Irini-, Kourtaliotiko- und Richtis-Schlucht landschaftlich interessant. Die Bedingungen unterscheiden sich erheblich. Einige Schluchten sind trocken und felsig, andere besitzen Quellen, Bäche oder üppige Ufervegetation.

Vor einer Wanderung sollten Besucher den Zustand des Weges und die Wettervorhersage kontrollieren. Nach Starkregen können Steinschlag, Hochwasser und rutschige Passagen auftreten. Im Sommer sind Wasser, Sonnenschutz und festes Schuhwerk erforderlich.

Botanischer Park bei Chania

Der Botanische Park und Garten von Kreta liegt etwa 18 Kilometer südlich von Chania bei Fournes. Auf einem großen Hanggelände wachsen mediterrane Obstbäume, Zitruspflanzen, Kräuter, Weinreben sowie tropische und subtropische Arten. Der Park ist kein ausschließliches Schutzgebiet für kretische Wildpflanzen, vermittelt aber einen guten Überblick über Nutz- und Zierpflanzen verschiedener Klimazonen.

Der Rundweg ist ungefähr 2,5 Kilometer lang und führt bergab sowie anschließend wieder bergauf. Für den Besuch sollten etwa zwei bis zweieinhalb Stunden eingeplant werden. Wegen der Steigungen und unebenen Wege sind geschlossene, bequeme Schuhe ratsam. Im Sommer ist der Vormittag die angenehmste Besuchszeit.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Busverbindungen können sich ändern und sollten vor dem Ausflug auf der Internetseite des Parks geprüft werden. Weitere Einzelheiten finden Sie in unserem Artikel über den Botanischen Garten auf Kreta.

Vai und der Osten Kretas

Der Palmenhain von Vai ist das bekannteste botanische Ziel Ostkretas. Die Kombination aus natürlichem Palmenbestand, Strand und trockenem Hinterland ist außergewöhnlich. Der zugängliche Bereich ist jedoch touristisch erschlossen und während der Sommermonate stark besucht.

Auch außerhalb von Vai besitzt Ostkreta interessante Landschaften. Das Thripti-Gebirge, die Umgebung von Zakros und mehrere Schluchten bieten trockene Lebensräume mit spezialisierten Pflanzen. Entlang der Küste wachsen salzverträgliche Arten, während in geschützten Tälern Oliven, Wein und Obst kultiviert werden.

Preveli und die Südküste

Bei Preveli mündet ein Fluss in das Libysche Meer. Entlang des Ufers wachsen Kretische Dattelpalmen, Schilf und Oleander. Der Zugang zum Strand erfolgt entweder über einen längeren Treppenweg von einem Parkplatz oberhalb der Bucht oder über Bootsverbindungen aus einigen Küstenorten.

Die Südküste ist insgesamt trockener und sonniger als viele Gebiete im Westen. Trotzdem schaffen Quellen, Bachläufe und Schluchten stellenweise grüne Inseln. Wer ruhige Küstenlandschaften bevorzugt, findet Anregungen in unserem Überblick über ruhige Strände auf Kreta.

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Pflanzen beobachten und fotografieren

Für die Pflanzenfotografie sind die frühen Morgenstunden meist besonders geeignet. Das Licht ist weicher, die Temperaturen sind niedriger und empfindliche Blüten verlieren weniger schnell ihre Form. Nach einem windigen oder regnerischen Tag können kleine Pflanzen allerdings beschädigt oder mit Staub bedeckt sein.

Ein Makroobjektiv ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Viele Smartphones ermöglichen Nahaufnahmen aus geringer Entfernung. Entscheidend ist, keine Pflanzen niederzudrücken und den Standort nicht für ein besseres Bild zu verändern. Auch das Entfernen störender Zweige kann empfindliche Arten beschädigen.

Für eine spätere Bestimmung sollten nicht nur die Blüte, sondern auch Blätter, Stängel und der gesamte Wuchs fotografiert werden. Zusätzlich sind Standort, Höhenlage und Aufnahmedatum hilfreich. Eine Bestimmung ausschließlich anhand eines einzelnen Blütenfotos ist häufig unsicher.

Wildpflanzen schützen

Viele seltene Pflanzen Kretas besitzen nur kleine Verbreitungsgebiete. Das Pflücken einer einzelnen Blüte mag unbedeutend erscheinen, kann bei kleinen Beständen jedoch die Samenbildung verhindern. Noch problematischer ist das Ausgraben von Zwiebeln, Knollen oder vollständigen Pflanzen.

  • Wildblumen und Kräuter nicht pflücken oder ausgraben.
  • Auf vorhandenen Wegen bleiben und landwirtschaftliche Flächen nicht betreten.
  • Absperrungen und Hinweise in Schutzgebieten beachten.
  • Keine Pflanzen oder Samen ohne geklärte Rechtslage ausführen.
  • Abfälle vollständig mitnehmen.
  • Keine Zigarettenreste wegwerfen und kein Feuer entzünden.
  • Wildkräuter besser auf Märkten oder bei seriösen Händlern kaufen.
  • Beim Fotografieren keine benachbarten Pflanzen niedertreten.

Pflanzenbestände werden nicht nur durch Besucher gefährdet. Bebauung, Straßenbau, intensive Beweidung, Brände, Landwirtschaft und der Klimawandel verändern ebenfalls wichtige Lebensräume. Schutzgebiete und Nationalparks können dazu beitragen, besonders wertvolle Landschaften zu erhalten. Einen Überblick finden Sie in unserem Artikel über Nationalparks in Griechenland.

Praktische Tipps für Pflanzenfreunde

  • Beste Reisezeit: März und April für niedrige Lagen, April und Mai für mittlere Höhenlagen und das späte Frühjahr für die Gebirge.
  • Tageszeit: Im Sommer möglichst früh starten. Im Frühjahr sind auch längere Touren am Vormittag möglich.
  • Schuhe: Für Schluchten und Bergwege sind geschlossene Wanderschuhe mit gutem Profil sinnvoll.
  • Sonnenschutz: Kopfbedeckung, Sonnencreme und ausreichend Wasser sind auch im Frühjahr wichtig.
  • Orientierung: Auf abgelegenen Wegen zusätzlich eine Offline-Karte verwenden.
  • Pflanzenbestimmung: Fotos aufnehmen und Pflanzen später bestimmen, anstatt Teile abzubrechen.
  • Geführte Touren: Bei der gezielten Suche nach Orchideen oder Endemiten ist eine botanisch fachkundige Führung sinnvoll.
  • Allergien: Im Frühjahr können Gräser, Olivenbäume und andere Pflanzen Beschwerden verursachen.

Die Pflanzenwelt lässt sich gut mit anderen Naturerlebnissen verbinden. Unsere Seite über Sehenswürdigkeiten auf Kreta bietet weitere Ideen für Ausflüge. Informationen zu Tierarten und natürlichen Lebensräumen enthält der Artikel über Tiere auf Kreta.

Häufige Fragen zur Flora auf Kreta

Wann blühen auf Kreta die meisten Wildblumen?

Die wichtigste Blütezeit reicht in niedrigen und mittleren Lagen ungefähr von März bis Mai. An der warmen Küste beginnen manche Pflanzen bereits im Februar zu blühen. Im Hochgebirge setzt die Blüte später ein und kann bis in den Juni reichen.

Wie viele Pflanzenarten gibt es auf Kreta?

Auf Kreta wachsen ungefähr 1.800 Pflanzenarten. Die genannten Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle und botanischer Einteilung. Etwa 160 Arten und Unterarten gelten als kretische Endemiten und kommen natürlicherweise nur auf der Insel vor.

Welche Pflanzen gibt es nur auf Kreta?

Bekannte Beispiele sind der Kretische Diktam, der Kretische Ebenholzstrauch, die Kretische Zelkove und mehrere Tulpen-, Glockenblumen- und Orchideenarten. Einige Endemiten sind weit verbreitet, andere wachsen nur an wenigen Standorten.

Wo kann man auf Kreta wilde Orchideen sehen?

Orchideen wachsen im Frühjahr auf extensiv genutzten Wiesen, in lichten Olivenhainen, in Buschlandschaften und in Gebirgsregionen. Gute Gebiete liegen unter anderem im Westen und im Inselinneren. Die genauen Standorte seltener Arten sollten zum Schutz der Bestände nicht öffentlich verbreitet werden.

Wo wachsen die Palmen auf Kreta?

Der größte und bekannteste Bestand der Kretischen Dattelpalme befindet sich in Vai. Weitere Palmen wachsen bei Preveli und an einigen kleineren, teilweise schwer zugänglichen Standorten. Die zahlreichen Palmen in Städten und Hotelanlagen gehören häufig zu eingeführten Zierarten.

Darf man Kräuter auf Kreta selbst sammeln?

Vom eigenständigen Sammeln ist besonders bei unbekannten oder seltenen Pflanzen abzuraten. In Schutzgebieten kann das Pflücken untersagt sein. Einige Arten sind geschützt. Getrocknete Kräuter lassen sich auf Märkten und in Geschäften kaufen, ohne natürliche Bestände zu belasten.

Welche Pflanzen prägen die Landschaft Kretas?

Besonders häufig sind Olivenbäume, Johannisbrotbäume, Zypressen, Kermeseichen, Pinien sowie niedrige Sträucher und Kräuter der Macchia und Phrygana. In feuchten Tälern und an Quellen wachsen Platanen, Oleander und andere Pflanzen mit höherem Wasserbedarf.

Lohnt sich Kreta für Pflanzenfreunde auch im Sommer?

Im Sommer sind viele Wildblumen bereits verblüht. Interessant bleiben immergrüne Bäume, trockenheitsangepasste Sträucher, Palmenhaine, Schluchten und botanische Gärten. Für eine möglichst große Vielfalt an blühenden Pflanzen ist das Frühjahr jedoch deutlich besser geeignet.

Fazit: Kretas Pflanzenwelt entdecken

Kretas Flora ist wesentlich vielfältiger, als die im Sommer oft trockene Landschaft vermuten lässt. Küsten, Ebenen, Schluchten und Hochgebirge bieten sehr unterschiedliche Lebensräume. Neben Olivenbäumen, Zypressen und aromatischen Kräutern wachsen auf der Insel zahlreiche seltene Pflanzen, die weltweit nur auf Kreta vorkommen.

Die beste Zeit für einen botanisch ausgerichteten Urlaub liegt zwischen März und Mai. Viele typische Arten lassen sich ohne schwierige Wanderungen entdecken. Für seltene Gebirgspflanzen, Orchideen und schwer erkennbare Endemiten sind dagegen gute Vorbereitung und eine fachkundige Führung sinnvoll.

Wer auf den Wegen bleibt, keine Pflanzen pflückt und empfindliche Standorte respektiert, kann Kretas Pflanzenwelt beobachten, ohne sie zu beeinträchtigen. Gerade die Kombination aus Wildblumen, Kräutern, alten Kulturlandschaften und schroffen Gebirgen macht die Flora der Insel für Wanderer und Naturfreunde interessant