Die Tragea von Naxos mit den Dörfern Filoti, Chalkio, Moni und Apiranthos sowie dem Berg Zas auf Naxos

Tragea (Naxos)


Tragea ist die Bezeichnung für das Hochland im Zentrum der Insel Naxos. Die Tragea ist im Vergleich zu Naxos Stadt touristisch kaum erschlossen. Man findet in der Tragea noch weitgehend unberührte Dörfer, schöne und einsame Wanderwege, malerische weiße Kirchen und Kapellen.

Filoti

Mit etwa 2000 Einwohner ist Filoti nach Naxos-Stadt die zweitgrößte Gemeinde auf Naxos. Filoti, im Zentrum der Tragea und der Insel Naxos gelegen, wird seit einigen Jahren im Sommer von Ausflugsbussen überrollt. Diese kutschieren Touristen in großen Mengen ist das angeblich so unberührte Bergdorf. Als Resultat findet man nun am Dorfplatz von Filoti knapp 10 Tavernen, die in großen Schildern auf Englisch um die Tagesausflügler werben. Die Preise in Filoti sind natürlich gestiegen.


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 Am immer noch schönen Zentalplatz von Filoti (mit riesigem Laubbaum) gibt es nun auch Schilder mit der Aufschrift "Room to let". Immer mehr Wanderer zieht es in die Tragea. Filoti ist ein beliebtes Quartier - u.a. weil von hier der Aufstieg auf den Berg Zas beginnt (siehe unten). Am Abend ist es ohne die Tagestouristen in Filoti deutlich ruhiger und angenehmer. Dann hat man eine gute Chance mit den Einheimischen der Tragea in den Cafés und Tavernen ins Gespräch zu kommen.

Chalkio

Das zweitgrößte Dorf mit 500 Einwohner in der Tragea ist Chalkia (nur 5km von Filoti entfernt). Chalkio ist weitgehend ein traditionelles Dorf geblieben und ist mit seinen engen Gassen einen Spaziergang wert. Bei meinem letzten Besuch im April 2008 kam wie in alten Zeiten ein Schaf in das zentrale Kafenion hereinspaziert. Die Preise sind angenehm niedrig, zumindest die älteren Einheimischen sind noch an Fremden interessiert. Kenner schätzen die Fresken der Panagia i Protothronos Kirche aus dem 9. Jahrhundert und das kleine Museum von Chalkio. 

 Moni

Ein kleines Dorf in der Tragea, welches vor allem für seinen Marmor bekannt ist. Hier wird der bekannte Marmor von Naxos noch heute abgebaut. Auch in der Hauptstadt von Naxos findet man vieles aus Marmor von Moni - z.B. Teile der neuen Uferpromenade.

Apiranthos

Um Touristen in ihr Dorf in der Tragea zu locken haben sich die Einwohner von Apiranthos auf Museen spezialisiert. Gleich 4 interessante Museen gibt es nun hier: Ein Heimatmuseum, ein Museum für Geologie, ein Archäologisches Museum und ein Naturkundemuseum.  Der Eintritt ist in die Museen frei oder kostet maximal 2 Euro. In Apiranthos zweigt eine Straße nach Ost-Naxos ab.

Zas

Der Zas ist mit 1003 Meter der höchste Berg auf Naxos und auf den Kykladen überhaupt. Die Besteigung ist eine recht einfache und beliebte Wanderung. Vom Gipfel wird man mit einem grandiosen Ausblick auf alle Nachbarinseln für die Mühen des Aufstiegs entschädigt. Ohne Auto nimmt man den Bus nach Apiranthos, steigt aber unweit nach Filoti aus (den Fahrer fragen). Auf- und Abstieg dauern zusammen etwa 2,5 Stunden. Man muss dies mit dem Busfahrplan abstimmen.  Es ist auch möglich die Wanderung auf den Zas von Filoti aus zu machen. Dann dauert es hin und zurück 3-3,5 Stunden.

Koronos

Koronos ist das vielleicht schönste Dorf auf Naxos. In Koronos ziehen sich die traditionell im Kykladenstil erbauten weißen Häuser den Hang hoch. Statt Straßen verbinden Treppen die einzelnen Ebenen des weitgehend autofreien Dorfs. Die wenigen Touristen sind vor allen Wanderer - an der Durchgangsstraße sind einige Tavernen mit einfachen Essen zu günstigen Preisen.

Koronida

Das wohl abgelegenste der größerer Dörfer in der Tragea ist Koronida, etwa 12 km südlich von Apollonas. Nimmt man die Inlandsstraße von Naxos Stadt nach Apollonas, hat man im Weiler Skado die Auswahl von 2 Straßen. Wählt man die linke und die um etwa 5 km längere Straße, kommt man durch Koronida. Auch hier gibt es nun an der Durchgangsstraße 2 Tavernen mit großen Werbeschildern auf Englisch. Das Essen ist gut und günstig. Die Zahl der Touristen in Koronida ist jedoch gering. Koronida ist interessant, wenn man ein traditionell gebliebenes Dorf besuchen will. Jedoch ist auch hier die Abwanderung groß. Viele Häuser stehen leer, die Bevölkerung besteht überwiegend aus älteren Menschen. Die jüngeren Bewohner sind, wie in vielen Dörfern auf den Kykladen, nach Naxos Stadt oder Athen gezogen. Das einfache und harte Leben des Olivenbauers oder Schafhirten ist im reichen Griechenland nicht mehr attraktiv und lukrativ. Andere Arbeit gibt es in der Tragea kaum.

Busse

Alle oben beschriebenen Orte in der Tragea sind mehrmals täglich ganzjährig mit dem Bus von Naxos Stadt zu erreichen. Im Winter fahren etwa 5 Busse täglich (am Wochenende weniger) nach Chalkio und Filoti, sowie 2-3 mal nach Apiranthos, Koronos, Koronida und Moni. Im Sommer sind die Verbindungen etwas häufiger. Auch mit Apollonas sind Chalkio, Filoti, Koronos, Koronida und Apiranthos 2-3 mal täglich mit Bussen verbunden.

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