Milos


Milos ist eine westkyklatische Insel mit etwa 5000 Einwohner und einer Fläche von 150 qkm. Sie gehört damit zu den größeren Inseln der Kykladen, ist aber eher unbekannt. Milos ist wie Santorini vulkanischen Ursprungs. Auf der Insel gibt es viel Bergbau, gute Strände und einige interessante Sehenswürdigkeiten.

Milos (Landschaft)

Von den großen Touristenströmen, die jeden Sommer die Kykladen besuchen, wird Milos häufig  zu unrecht vergessen. Dies hat mehrere Gründe:
Zum einen haben die Einwohner den Tourismus nicht unbedingt nötig. Seit Jahrhunderten werden auf Milos Bodenschätze abgebaut, die Milos Wohlstand und Arbeit auch ohne Touristen bringen. Die Minen liegen jedoch recht abseits und stören somit die Blicke der Urlauber kaum. Abgebaut werden Erze, Mineralien und Kristalle wie zum Beispiel  Bimsstein, Schwefel, Bentonit, Kaolin, Bimsotil und Perlit.


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Zum anderen ist die Insel nicht ganz einfach zu erreichen: Milos besitzt keinen großen Flughafen und liegt auch nicht an den ganz großen Fährenrouten, welche die Kykladen mit Athen verbinden. 
In den letzten Jahren hat sich der Tourismus auf Milos deutlich entwickelt. Pauschaltouristen gibt es jedoch kaum, vor allem Rucksackltouristen besuchen die Insel.

Auf Milos befinden sich drei wichtige Ortschaften: Adamas, Plaka und Pollonia:

Adamas

Adamas

Hauptort und Hafen (2000 Einwohner) ist Adamas. Die meisten Touristen übernachten hier: es gibt viele Restaurants, Tavernen, Pensionen und Hotels und ein kleines, aber interessantes Minenmuseum (3 Euro Eintritt im Jahr 2009). Wer die ganze Insel erkunden will, sollte auf Grund der besten Busverbindungen hier seine Basis haben. 5 km außerhalb von Adamas befindet sich ein guter Campingplatz. Ein Kleinbus vom Campingplatz steht in der Saison am Hafen von Milos bei Fährankünften bereit. Interessant sind Bootstouren von Adamas auf die unbewohnte Insel Antimilos(Tagesausflug). Wesentlich beliebter und interessanter sind jedoch Bootstouren rund um die Insel Milos selbst. Diese werden in der Saison täglich von verschiedenen Veranstaltern angeboten. Mit größeren Schiffen kosten so eine Rundfahrt etwa 20 Euro und schließt auch Kimolos ein. Wer auch die Höhlen und Steinformationen aus der Nähe sehen möchte, sollte eine mindestens doppelt so teure Tour mit kleinen Booten (nur einige Personen) buchen. In Adamas befindet sich das lohnende und moderne Bergbaumuseum von Milos (3 Euro Eintritt in 2009). Die Strände von Adamas (links und rechts des Ortes) sind zwar sauber, gehören jedoch sicherlich nicht zu den Traumstränden von Griechenland. Dies ist wohl auch ein Grund, warum Milos nicht auf der Tourismushitliste der Kykladen ganz weit oben steht. 

Eine sehr gute Unterkunft in Milos ist Giannis Apartments. Die sauberen Zimmer und Apartments unweit des Hafens von Adamas sind günstig (z.B. im Juni 30 -49 Euro). Fast alle Bewertungen von Giannis Apartments sind sehr possitiv. Mehr Infos und Buchung hier.

Plaka

Plaka Milos

Die alte Hauptstadt von Milos, 6 km nördlich von Adamas in den Bergen, enges Gassenlabyrinth und typische kykladische Architektur. Plaka wird von einem tollen Kastro überragt, welches zu Fuß vom Ort in 10 min erreichbar ist. Von hier oben hat man einen gradiosen Blick auf Milos, Antimilos, die Bucht von Adamas und andere Insel. Meiner Meinung nach ist dies nach Thira (Santorini) der zweitbeste Ausblickspunkt auf den grieschischen Inseln überhaupt. In der Hauptsaison fahren stündlich Busse von Adamas nach Plaka, in der Nebensaison etwa alle 2 Stunden. 

Sehenswert ist auch der antike römische Ort Tripiti unweit von Plaka (keine 15 min zu Fuß). Ausgrabung mit römischem Theater und Katakomben - in deren unmittelbaren Nähe ist der Fundort der legendären Skulptur Venus von Milos (beschildert). 

Venus von Milos

Weltbekannt wurde Milos durch einen zufälligen archäologischen Fund - die Venus von Milo. Das wohl bekannteste antike griechische Kunstwerk aus dem 1. Jhd. v. Chr. wurde 1820 auf Milos von einem Bauern entdeckt und steht heute im Louvre in Paris. Die Arme der Aphrodite wurden leider nie gefunden. Auf Milos erinnert nur in kleines mehrsprachiges Hinweisschild bei der Fundstelle der Skulptur. 

 

Pollonia

Der Ort wird auch Apollonia genannt, im Osten von Milos gelegen,  hat sich zum kleinen Touristenort entwickelt. Hier gibt es viele einfache Pensionen. Die stillgelegten Minen über dem Ort stören den Ausblick etwas. Es ist der Fährhafen für die kleinen Schiffe zwischen Milos und Kimolos. Im Sommer sind etwa vier Überfahrten pro Tag,  im Frühjahr und Herbst zwei (eine allerdings sehr früh morgens). Alle Fähren haben Bussanschluss am Adamas. Die Strände in Pollonia sind ok, aber ebenso wie in Adamas wohl keine Traumstrände. Eine sehr gute und beliebte Unterkunft in Pollania ist das Glaronissia Hotel.

Nachbarinsel Kimolos

Kimolos ist eine kleine Insel mit etwa 2-5 Fähren täglich. ie Mehrzahl der Passagiere sind Tagesausflügler. Die meisten Fähren fahren nicht in Adamas ab, sondern in Pollonia (auch günstiger). Fast täglich verbindet ein Fährschiff Kimolos mit Sifnos, Serifos, Athen und Adamas (Milos). Es gibt auch auf Kimolos ab 35 Euro (Sommer, sonst auch preiswerter) Privatzimmer. Absolut sehenswert ist das riesige Kastro (über 100 Zimmer), welches zum Teil renoviert wurde und wird. Diese imposante Burg könnte eigentlich eine der Hauptattraktionen in den Kykladen sein, wird aber bisher von den großen Touristenströmen eher ausgelassen. Es sind Ähnlichkeiten mit dem Kastro auf Antiparos vorhanden. Vom Hafen (einige Häuser mit Tavernen) erreicht man Chora, den Hauptort von Kimolos, in etwa 30 min zu Fuß. Seit einigen Jahren verkehrt auch ein Bus. Aliki ist der schönste Strand von Kimolos und ebenfalls zu Fuß erreichbar. Kimolos ist eine gute Alternative für Menschen, welche eine sehr ruhige und ursprüngliche Insel suchen. Leider ist Kimolos nicht ganz billig. 

Verbindungen von und nach Milos

Flüge nach Milos: kleiner Flughafen, 2 mal täglich von /nach Athen. Flüge nach Milos sind oft lange vorher ausgebucht.  Es gibt keinen Bus zum Flughafen, ein Taxi nach Adamas kostet circa 10 Euro.  Weitere Flüge, wie Charterverbindungen aus Deustschland, gibt es nach Mios nicht. Somit gibt es auf Milos nur wenige Pauschalurlauber, was die Insel für Individualreisende und Inselhüpfer interessanter macht.

Fähren nach Milos. gute Anbindung mit Athen, im Sommer gibt es mindestens 2-3 mal täglich Fähren von und nach dem Hafen Piräus. Fast jeden Tag verkehren Fähren zu den Nachbarinseln Sifnos und Serifos. Andere Inseln sind nicht so häufig zu erreichen. Mehrmals wöchentlich kommt man nach Paros, Sikinos, Folegandros und Kreta. Leider sind Schiffsverbindungen nach Santorini und Ios von Milos selten. Am Hafen gibt es mehrere Reisebüros, welche Infos zu den Fährverbindungen geben. Der kleine Busbahnhof von Milos ist etwa 100 Meter rechts vom Anleger. Die Touristeninformation von Milos ist unmittelbar am Anleger, ebenso wie die einzigen öffentlichen Toiletten der Kykladeninsel. 

Rumkommen auf Milos

In der Saison sind die größeren Orte 6-8 mal täglich mit Bussen verbunden (Plaka, Tripiti und Adamas sogar stündlich). Daneben gibt es einige Busse zu den guten Stränden im Süden der Insel. In den fast unbewohnten Südwesten vom Milos gibt es keine Busverbindungen. In Adamas kann man jeoch ein Auto, Moped oder Motorrad mieten, wenn man die abgelegenen Teile von Milos besuchen will. Auch Fahrradfahren und Wandern ist auf Milos beliebt. Einige kleinen Boote fahren täglich von Adamas zu abgelegenen Badestränden. Für einige Urlauber sind auch geologische Exkursionen mit dem Bus sehr interessant (im Bergbaumuseum nachfragen). 

Vorsicht auf Milos

-Vor dem späten Saisonbeginn (etwa 20. Mai) gibt es außer zwischen Plaka und Adamas auf Milos kaum noch Busse, keine Bootsausflüge und wesentlich weniger Fähren zu anderen Inseln. 

- Die Supermärkte in Adamas schliessen am Abend sehr früh und alle etwa gleichzeitig (19 Uhr?). Natürlich fehlen auch in allen 3 Supermärkten Hinweisschilder über die (überraschenden) Öffnungszeiten. Es ist dann nicht mal mehr möglich ein paar Tomaten oder Äpfel im Hauptort von Milos zu kaufen. Dutzende andere (Touristen)geschäfte haben jedoch bis spät geöffnet. Dies ist in Griechenland meines Wissens eine einmalige Situation. Man könnte meinen, dass dies Absicht ist, um die hungrigen Urlauber in die teureren Tavernen zu locken. 

 

Buchtipp

 

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