Kreta Diät

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Die Kreta-Diät gilt seit Jahrzehnten als eine der gesündesten Ernährungsformen der Welt. Wissenschaftler beschäftigen sich bereits seit den 1950er- und 1960er-Jahren mit der Frage, warum die Menschen auf Kreta damals deutlich seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten und gleichzeitig eine außergewöhnlich hohe Lebenserwartung erreichten. Bis heute dient die traditionelle Ernährung der Insel als Vorbild für die moderne Mittelmeerdiät.

Wer heute Urlaub auf Kreta macht, erlebt diese Ernährungsweise allerdings nicht automatisch. In den großen Ferienorten dominieren häufig Pizza, Burger oder internationale Gerichte, weil sich viele Restaurants an den Geschmack ihrer Gäste angepasst haben. Die ursprüngliche Kreta-Diät findet man dagegen vor allem in traditionellen Tavernen und in den Dörfern der Insel, wo viele Familien bis heute nach alten Rezepten kochen.

Nach vielen Aufenthalten auf Kreta ist uns immer wieder aufgefallen, dass besonders ältere Kreter oft erstaunlich fit sind. Menschen über 80 oder sogar 90 Jahre, die noch ihren Garten bewirtschaften, Oliven ernten oder täglich zu Fuß unterwegs sind, gehören vor allem auf dem Land keineswegs zu den Ausnahmen. Dabei geht es nicht nur um das Essen. Die Kreta-Diät ist vielmehr Teil eines Lebensstils mit frischen Lebensmitteln, viel Bewegung im Alltag, vergleichsweise wenig negativem Stress und engen sozialen Kontakten.

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Wer die traditionelle kretische Küche kennenlernen möchte, sollte nicht nur in den großen Ferienorten bleiben. Besonders in kleineren Dörfern und ländlichen Regionen finden Sie familiengeführte Tavernen, Wochenmärkte und regionale Produzenten.

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  • Unterkünfte in traditionellen Bergdörfern
  • Apartments mit eigener Küche
  • kleine familiengeführte Hotels
  • Unterkünfte nahe Wochenmärkten und Tavernen
  • Hotels für Rundreisen auf Kreta

Unser Tipp: Mit einem Apartment oder Studio können Sie frisches Gemüse, Obst, Feta und Olivenöl selbst auf Märkten und in kleinen Geschäften kaufen und die kretische Küche auch während des Urlaubs ausprobieren.

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Interessant ist auch, dass viele Touristen von der Ernährung auf Kreta zunächst überrascht sind. In kleinen Supermärkten gibt es oft deutlich weniger Fertiggerichte als in Deutschland, Tiefkühlpizza oder andere importierte Produkte sind teilweise sogar erheblich teurer. Viele Einheimische kaufen dagegen lieber auf dem Wochenmarkt, beim Bäcker, Metzger oder direkt bei Produzenten aus der Region. Obst, Gemüse, Olivenöl, Fisch, Käse oder Brot stammen häufig aus der näheren Umgebung und nicht aus industrieller Massenproduktion.

Kleine Fische gebraten auf dem Teller

Das bedeutet allerdings nicht, dass auf Kreta die Zeit stehen geblieben ist. Vor allem junge Menschen leben heute deutlich westlicher als ihre Großeltern. Fast Food, Softdrinks und internationale Restaurantketten gibt es selbstverständlich auch auf der Insel. Trotzdem spielen frische Zutaten, Olivenöl, Salat, Gemüse und regionale Produkte im Alltag vieler Kreter bis heute eine wesentlich größere Rolle als in vielen anderen europäischen Ländern.

Kreta-Diät auf einen Blick

  • Grundlage der berühmten Mittelmeerdiät
  • viel frisches Gemüse und saisonales Obst
  • Olivenöl statt Butter oder tierischer Fette
  • Fisch häufiger als Fleisch
  • regelmäßig Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte
  • Feta und andere Schafs- oder Ziegenkäse
  • wenig Fertiggerichte und Softdrinks
  • viel natürliche Bewegung im Alltag
  • gemeinsame Mahlzeiten und vergleichsweise wenig negativer Stress

Was ist die Kreta-Diät?

Die Kreta-Diät beschreibt die traditionelle Ernährungs- und Lebensweise der Menschen auf Kreta, wie sie vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren verbreitet war. Weltweit bekannt wurde sie durch wissenschaftliche Studien, die zeigten, dass die Bewohner der Insel deutlich seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten als Menschen in vielen anderen Ländern.

Feta mit Oliven auf dem Teller

Entgegen ihrem Namen handelt es sich dabei nicht um eine Diät zum Abnehmen. Vielmehr ist die Kreta-Diät eine dauerhaft ausgewogene Ernährungsweise. Im Mittelpunkt stehen frische, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel, hochwertiges Olivenöl, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Fisch und regionale Produkte. Fleisch wird traditionell deutlich seltener gegessen als in Mitteleuropa.

Griechenland Leitungswasser trinkbar?

Ebenso wichtig ist jedoch der Lebensstil. Körperliche Arbeit, Bewegung bis ins hohe Alter, gemeinsame Mahlzeiten mit Familie und Freunden sowie ein insgesamt ruhigerer Alltag gehören nach unserer Erfahrung ebenso zur traditionellen Kreta-Diät wie das Essen selbst. Erst diese Kombination macht verständlich, warum die Ernährung der Insel bis heute als Vorbild für gesundes Leben gilt.

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Warum wurde die Kreta-Diät weltberühmt?

Der internationale Durchbruch gelang der Kreta-Diät durch die sogenannte Seven Countries Study, die Ende der 1950er-Jahre unter Leitung des amerikanischen Wissenschaftlers Ancel Keys begann. Ziel der Untersuchung war es, den Zusammenhang zwischen Ernährung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in verschiedenen Ländern zu erforschen.

Dabei stellten die Forscher fest, dass die Bewohner Kretas trotz eines vergleichsweise hohen Fettanteils in ihrer Ernährung außergewöhnlich selten an Herzinfarkt oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten. Der entscheidende Unterschied lag im verwendeten Fett: Statt Butter oder tierischer Fette verwendeten die Kreter fast ausschließlich hochwertiges Olivenöl. Gleichzeitig bestand ihre Ernährung überwiegend aus frischem Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Fisch und nur wenig Fleisch.

Diese Erkenntnisse beeinflussen die Ernährungsforschung bis heute. Viele Empfehlungen der modernen Mittelmeerdiät gehen direkt auf die Ergebnisse dieser Studien zurück. Gleichzeitig weiß man heute, dass nicht nur die Ernährung allein entscheidend ist, sondern auch Bewegung, soziale Kontakte, Stress und weitere Lebensgewohnheiten eine wichtige Rolle spielen.

Die wichtigsten Bestandteile der traditionellen Kreta-Diät

Die Kreta-Diät besteht nicht aus einzelnen „Wunderlebensmitteln“, sondern aus einer Kombination verschiedener Lebensmittel, die sich über viele Generationen bewährt haben. Entscheidend ist dabei weniger ein bestimmtes Gericht als die tägliche Ernährungsweise. Viele Zutaten stammen aus der Region, werden frisch verarbeitet und möglichst wenig industriell verändert.

Olivenöl – das Herz der kretischen Küche

Das wohl wichtigste Lebensmittel der Kreta-Diät ist hochwertiges Olivenöl. Auf Kreta wird es praktisch täglich verwendet. Salate werden großzügig mit Olivenöl angemacht, Gemüse darin gegart und auch viele warme Speisen enthalten erhebliche Mengen davon.

Während in vielen Ländern Butter oder andere tierische Fette verwendet werden, bildet auf Kreta fast ausschließlich Olivenöl die Grundlage der Küche. Viele Familien besitzen sogar eigene Olivenhaine oder beziehen ihr Öl direkt von Verwandten oder Nachbarn. Dadurch handelt es sich oft um frisches, regionales Olivenöl ohne lange Transportwege.

Frisches Gemüse spielt die Hauptrolle

Wer zum ersten Mal in einer traditionellen Taverne auf Kreta isst, stellt schnell fest, dass Gemüse nicht nur eine kleine Beilage ist. Oft steht bereits vor dem Hauptgericht eine große Schüssel Salat auf dem Tisch, von der sich alle bedienen.

Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln oder saisonales Gemüse gehören fast zu jeder Mahlzeit. Hinzu kommen reichlich Olivenöl, Oregano und häufig Feta. Besonders im Sommer schmecken viele Produkte deutlich aromatischer als importiertes Gemüse aus Mitteleuropa.

Nach unserer Erfahrung wird auf Kreta insgesamt deutlich mehr frisches Gemüse gegessen als in vielen westeuropäischen Ländern.

Obst statt Süßigkeiten

Auch Obst gehört traditionell zur täglichen Ernährung. Je nach Jahreszeit kommen unter anderem Wassermelonen, Trauben, Feigen, Orangen oder Granatäpfel auf den Tisch.

Orangenbaum in Griechenland

In vielen Tavernen ist es bis heute üblich, den Gästen nach dem Essen kostenlos frisches Obst zu servieren. Statt Kuchen oder anderer süßer Desserts gibt es häufig Melonen, Weintrauben oder Orangenspalten – eine einfache Tradition, die gut zur Kreta-Diät passt.

Fisch häufiger als Fleisch

Früher war Fleisch auf Kreta deutlich seltener Bestandteil des Speiseplans als heute. Besonders Rindfleisch spielte kaum eine Rolle. Stattdessen wurde häufiger Fisch gegessen, vor allem in den Küstenregionen der Insel.

Heute findet man selbstverständlich auch zahlreiche Fleischgerichte auf den Speisekarten. Trotzdem gehört frischer Fisch noch immer zu den wichtigsten Bestandteilen der traditionellen kretischen Küche.

Feta und andere regionale Käsesorten

Kaum eine Mahlzeit kommt auf Kreta ohne Käse aus. Besonders Feta sowie andere Schafs- und Ziegenkäse gehören seit Jahrhunderten zur traditionellen Ernährung.

Ob im Salat, zu Brot oder als Bestandteil warmer Gerichte – Käse liefert Eiweiß und passt hervorragend zu Gemüse, Kräutern und Olivenöl.

Hülsenfrüchte – früher selbstverständlich, heute wieder modern

Bohnen, Linsen und Kichererbsen gehören seit Generationen zur kretischen Küche. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, viele Ballaststoffe und sättigen lange.

Gerade ältere Kreter essen solche Gerichte bis heute regelmäßig. Moderne Ernährungswissenschaftler empfehlen Hülsenfrüchte inzwischen ebenfalls als wichtigen Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Frische Lebensmittel statt Fertiggerichte

Ein wesentlicher Unterschied zur Ernährung vieler Mitteleuropäer besteht nicht nur darin, was gegessen wird, sondern auch woher die Lebensmittel stammen.

Auf Kreta stammen Obst, Gemüse, Olivenöl, Wein oder Kräuter besonders in kleineren Orten häufig aus dem eigenen Garten oder von Produzenten aus der näheren Umgebung. Viele Familien kaufen außerdem auf Wochenmärkten oder in kleinen Dorfläden ein.

Touristen wundern sich dagegen häufig über das vergleichsweise kleine Angebot an Fertiggerichten. Tiefkühlpizza, Fertiglasagne oder andere stark verarbeitete Lebensmittel sind in kleinen Supermärkten oft nur eingeschränkt erhältlich und teilweise deutlich teurer als in Deutschland.

Interessanterweise beobachten wir immer wieder, dass vor allem Urlauber gezielt nach solchen Produkten suchen und deshalb häufig zum Lidl fahren. Viele Einheimische kaufen ihre Lebensmittel dagegen lieber dort, wo sie frische regionale Produkte erhalten, mit denen sie seit ihrer Kindheit kochen.

Natürlich kaufen auch Kreter gelegentlich in Supermärkten ein. Dennoch spielen frische und möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel im Alltag vieler Familien bis heute eine wesentlich größere Rolle als in vielen anderen europäischen Ländern.

Unsere Beobachtung auf Kreta

Nach vielen Aufenthalten auf der Insel fällt uns immer wieder auf, dass frische Lebensmittel einen deutlich höheren Stellenwert besitzen als in vielen westeuropäischen Ländern. Große Salatschüsseln gehören fast zu jeder Mahlzeit, Olivenöl wird großzügig verwendet und Obst gibt es häufig sogar kostenlos als Dessert. Gleichzeitig spielen Fertiggerichte, Tiefkühlpizza oder Softdrinks – besonders bei älteren Menschen und in kleineren Dörfern – eine deutlich geringere Rolle als in Deutschland.

Natürliche Bewegung statt Fitnessstudio

Wenn von der Kreta-Diät gesprochen wird, denken viele Menschen ausschließlich an gesundes Essen. Tatsächlich gehört aber auch der Lebensstil dazu. Ernährung allein erklärt wahrscheinlich nicht, warum die Menschen auf Kreta früher zu den gesündesten Europas gehörten.

Vor allem in den Dörfern ist körperliche Bewegung bis heute ein selbstverständlicher Teil des Alltags. Viele ältere Kreter arbeiten noch im Garten, pflegen ihre Olivenbäume, versorgen Tiere oder helfen bei der Wein- und Olivenernte. Sie gehen regelmäßig zu Fuß, tragen Kisten oder arbeiten auf den Feldern. Bewegung ist dort kein Hobby, sondern Teil des täglichen Lebens.

Nach unserer Beobachtung spielt genau diese natürliche körperliche Aktivität eine wichtige Rolle. Anders als beim Sport im Fitnessstudio verteilt sich die Bewegung über den gesamten Tag. Sie ist abwechslungsreich und findet häufig an der frischen Luft statt.

Natürlich bedeutet körperliche Arbeit nicht automatisch Gesundheit. Sie kann auch belastend sein. Dennoch dürfte die regelmäßige Bewegung bis ins hohe Alter ein wichtiger Baustein des traditionellen kretischen Lebensstils sein.

Wenig negativer Stress

Ein weiterer Unterschied fällt vielen Besuchern schnell auf: Das Leben verläuft auf Kreta oft etwas ruhiger als in vielen Großstädten Mitteleuropas. Besonders in kleineren Orten nimmt man sich Zeit für Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten oder einen Kaffee im Kafenion.

Natürlich gibt es auch auf Kreta beruflichen Stress und wirtschaftliche Sorgen. Trotzdem wirkt der Alltag vieler Menschen weniger hektisch. Die griechische Redewendung „Siga, siga“ – sinngemäß „immer mit der Ruhe“ – beschreibt diese entspanntere Lebenseinstellung recht gut.

Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass chronischer Stress das Risiko verschiedener Erkrankungen erhöhen kann. Deshalb dürfte neben der Ernährung auch ein insgesamt ausgeglichenerer Lebensstil zur Gesundheit vieler älterer Kreter beigetragen haben.

Warum werden viele Kreter so alt?

Wer durch die Dörfer Kretas reist, begegnet immer wieder Menschen, die weit über 80 oder sogar 90 Jahre alt sind und trotzdem erstaunlich aktiv wirken. Manche sitzen im Kafenion, andere arbeiten noch im Garten oder kümmern sich um ihre Olivenbäume.

Dabei fällt auch auf, dass manche dieser hochbetagten Menschen sogar rauchen. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Rauchen gesund ist. Die gesundheitlichen Risiken des Rauchens sind wissenschaftlich eindeutig belegt. Solche Einzelfälle zeigen jedoch, dass eine hohe Lebenserwartung von vielen verschiedenen Faktoren abhängt und nicht allein von einem einzelnen Lebensstilfaktor bestimmt wird.

Nach unserer Einschätzung ist die außergewöhnliche Langlebigkeit vieler älterer Kreter das Ergebnis mehrerer Faktoren:

  • frische und regionale Lebensmittel
  • viel Gemüse und Obst
  • hochwertiges Olivenöl
  • regelmäßig Fisch und Hülsenfrüchte
  • wenig stark verarbeitete Lebensmittel
  • natürliche Bewegung bis ins hohe Alter
  • enge soziale Kontakte
  • vergleichsweise wenig negativer Stress

Erst das Zusammenspiel all dieser Faktoren dürfte erklären, warum die traditionelle Kreta-Diät weltweit so bekannt geworden ist.

Interessant zu wissen

Viele Urlauber erleben die ursprüngliche Kreta-Diät gar nicht. In den großen Ferienorten dominieren oft internationale Restaurants mit Pizza, Burgern oder Schnitzel. Wer die traditionelle Küche kennenlernen möchte, sollte lieber kleine Dörfer besuchen und dort in familiengeführten Tavernen essen. Hier stehen häufig regionale Gerichte, frisches Gemüse, Fisch und saisonale Zutaten auf der Speisekarte.

Die Kreta-Diät verändert sich

So gesund die traditionelle Ernährungsweise auch ist – sie verschwindet langsam. Vor allem jüngere Kreter leben heute deutlich westlicher als ihre Eltern und Großeltern. Studenten und junge Berufstätige essen häufiger Pizza, Burger oder andere Fast-Food-Gerichte. Auch Süßigkeiten, Softdrinks und internationale Restaurantketten gehören inzwischen zum Alltag.

Trotzdem bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zu vielen westeuropäischen Ländern. Olivenöl ist nach wie vor das wichtigste Speisefett, Salat gehört fast zu jeder Mahlzeit und frisches Obst, Gemüse, Fisch sowie Feta spielen noch immer eine wesentlich größere Rolle als in Deutschland.

Die größten Unterschiede gibt es nach unserer Erfahrung zwischen Stadt und Land. Während sich die Ernährungsgewohnheiten in Heraklion oder Chania zunehmend international entwickeln, leben viele ältere Menschen in den Dörfern noch immer nach traditionellen Gewohnheiten. Dort stammen Gemüse, Wein, Kräuter oder Olivenöl oft aus dem eigenen Garten oder von Nachbarn aus dem Dorf.

Die berühmte Kreta-Diät ist deshalb heute weniger ein fester Speiseplan als vielmehr ein traditioneller Lebensstil, der sich über Generationen entwickelt hat und in vielen Teilen der Insel bis heute erkennbar geblieben ist.

Typische Gerichte der Kreta-Diät

Die traditionelle Kreta-Diät besteht nicht aus einem einzigen Gericht, sondern aus einer Vielzahl einfacher Speisen mit frischen Zutaten. Viele Rezepte werden seit Generationen in den Familien weitergegeben und unterscheiden sich von Dorf zu Dorf leicht. Gemeinsam ist ihnen der hohe Anteil an Gemüse, Olivenöl und regionalen Produkten.

Dakos

Das wohl bekannteste Gericht Kretas ist Dakos. Dabei handelt es sich um ein hartes Gerstenbrot, das mit reifen Tomaten, Feta oder Mizithra-Käse, Oregano und reichlich Olivenöl belegt wird. Gerade im Sommer gehört Dakos zu den beliebtesten Vorspeisen.

Hülsenfrüchte

Linsen, Bohnen und Kichererbsen spielen seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Sie liefern Eiweiß, Ballaststoffe und sättigen lange. Gerade ältere Kreter essen solche Gerichte bis heute regelmäßig.

Fisch und Meeresfrüchte

Vor allem in den Küstenregionen gehören frischer Fisch, Tintenfisch oder Oktopus traditionell auf den Speiseplan. Häufig werden sie einfach gegrillt und nur mit Olivenöl, Zitrone und Kräutern gewürzt.

Gemüsegerichte

Gefüllte Paprika oder Tomaten (Gemista), Briam oder verschiedene Wildkräuter zeigen, welchen hohen Stellenwert Gemüse in der kretischen Küche besitzt. Viele dieser Gerichte kommen sogar ganz ohne Fleisch aus.

Kann man die Kreta-Diät auch zu Hause umsetzen?

Ja. Die Kreta-Diät lässt sich ohne großen Aufwand auch außerhalb Griechenlands umsetzen. Entscheidend ist dabei nicht, jedes Rezept exakt nachzukochen, sondern die Grundprinzipien zu übernehmen.

  • Olivenöl statt Butter oder Margarine verwenden.
  • Mehr Gemüse und Salat essen.
  • Täglich frisches Obst einplanen.
  • Regelmäßig Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen essen.
  • Fisch häufiger auf den Speiseplan setzen.
  • Fleisch in kleineren Mengen genießen.
  • Möglichst frische und wenig verarbeitete Lebensmittel kaufen.
  • Wasser als wichtigstes Getränk wählen.
  • Sich täglich bewegen – möglichst im Alltag und nicht nur beim Sport.

Schon kleine Veränderungen können dazu beitragen, sich stärker an der traditionellen Ernährungsweise Kretas zu orientieren.

Unser Tipp

Wer die echte Kreta-Diät kennenlernen möchte, sollte nicht nur in den großen Urlaubsorten essen. Besonders in den Bergdörfern und kleineren Orten findet man familiengeführte Tavernen, in denen noch viele traditionelle Gerichte mit regionalen Zutaten zubereitet werden. Dort erlebt man die ursprüngliche kretische Küche deutlich authentischer als in vielen touristischen Restaurants.

Fazit: Die Kreta-Diät ist mehr als nur eine Ernährungsform

Die Kreta-Diät gehört bis heute zu den bekanntesten Ernährungsformen der Welt. Ihren guten Ruf verdankt sie nicht einem einzelnen Lebensmittel, sondern dem Zusammenspiel vieler Faktoren. Frisches Gemüse und Obst, hochwertiges Olivenöl, Fisch, Hülsenfrüchte, regionale Produkte und möglichst wenig industriell verarbeitete Lebensmittel bilden die Grundlage.

Ebenso wichtig ist jedoch der Lebensstil. Viele ältere Kreter bewegen sich bis heute täglich, arbeiten im Garten oder in den Olivenhainen, verbringen Zeit mit Familie und Freunden und nehmen sich mehr Zeit für gemeinsame Mahlzeiten. Ernährung, Bewegung und Lebensweise lassen sich deshalb kaum voneinander trennen.

Natürlich hat sich auch Kreta verändert. Junge Menschen essen heute häufiger Fast Food, internationale Gerichte und Süßigkeiten als ihre Großeltern. Trotzdem ist die traditionelle Ernährung vielerorts noch deutlich präsenter als in vielen anderen europäischen Ländern. Gerade in kleineren Dörfern erlebt man die ursprüngliche Kreta-Diät bis heute.

Für Urlauber lohnt es sich deshalb, nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten zu besuchen, sondern auch die traditionelle Küche kennenzulernen. Wer in einer kleinen Dorftaverne mit frischen regionalen Zutaten isst, erlebt einen wichtigen Teil der kretischen Kultur – und versteht vielleicht besser, warum die Kreta-Diät seit Jahrzehnten weltweit als Vorbild für eine gesunde Ernährung gilt.

Häufige Fragen zur Kreta-Diät (FAQ)

Was ist die Kreta-Diät?

Die Kreta-Diät beschreibt die traditionelle Ernährungs- und Lebensweise der Menschen auf Kreta. Sie gilt als Vorbild der modernen Mittelmeerdiät und basiert auf viel Gemüse, Obst, Olivenöl, Fisch, Hülsenfrüchten und regionalen Lebensmitteln.

Warum gilt die Kreta-Diät als gesund?

Studien zeigen, dass die traditionelle Ernährungsweise mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Außerdem gehören Bewegung, soziale Kontakte und ein vergleichsweise entspannter Lebensstil zum Gesamtkonzept.

Gibt es die Kreta-Diät heute noch?

Ja, allerdings vor allem bei älteren Menschen und in kleineren Dörfern. In den Städten und bei der jüngeren Generation haben westliche Essgewohnheiten deutlich zugenommen.

Ist die Kreta-Diät nur etwas zum Abnehmen?

Nein. Die Kreta-Diät ist keine klassische Schlankheitsdiät, sondern eine dauerhaft ausgewogene Ernährungsweise mit frischen und möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln.