Berge auf Kreta: Die schönsten Gebirge, Hochebenen und Bergdörfer

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Viele Urlauber verbinden Kreta vor allem mit Traumstränden, türkisblauem Meer und kleinen Hafenstädten. Tatsächlich gehört die größte griechische Insel jedoch zu den gebirgigsten Regionen Europas. Mehr als 30 Gipfel erreichen über 2.000 Meter Höhe. Gewaltige Gebirge, einsame Hochebenen und urige Bergdörfer prägen einen großen Teil der Insel.

Die Berge Kretas sind dabei weit mehr als ein Ziel für Bergsteiger. Schon eine Fahrt über die kurvenreichen Passstraßen gehört zu den schönsten Erlebnissen eines Kreta-Urlaubs. Hinter fast jeder Kurve eröffnen sich neue Ausblicke auf tiefe Schluchten, schroffe Gipfel oder das glitzernde Mittelmeer. Wer die Küstenstraßen verlässt, entdeckt eine völlig andere Seite Kretas – ruhiger, ursprünglicher und oft nur wenige Kilometer von den bekannten Badeorten entfernt.

In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Gebirge Kretas vor, zeigen die schönsten Hochebenen und Bergdörfer und geben praktische Tipps für Ausflüge mit dem Mietwagen oder zu Fuß.

Die Berge Kretas auf einen Blick

  • Mehr als 30 Gipfel sind über 2.000 Meter hoch.
  • Die höchsten Berge liegen in den Weißen Bergen und im Psiloritis-Gebirge.
  • Unsere Lieblings-Hochebene ist die Nida-Hochebene.
  • Unser Lieblings-Bergdorf ist Lakki.
  • Die schönste Panoramastraße führt für uns von Omalos nach Sougia.
  • Im Winter und Frühjahr liegt auf den höchsten Bergen häufig Schnee.
  • Viele Bergstraßen sind auch mit normalen Mietwagen problemlos befahrbar.

Die wichtigsten Gebirge Kretas

Gebirge Höchster Gipfel Höhe Besonderheit
Psiloritis (Ida-Gebirge) Psiloritis (Timios Stavros) 2.456 m Höchster Berg Kretas
Weiße Berge (Lefka Ori) Pachnes 2.453 m Mehr als 50 Gipfel über 2.000 Meter
Dikti-Gebirge Spathi 2.148 m Lassithi-Hochebene und Zeus-Höhle
Thripti-Gebirge Afentis 1.476 m Ruhiger Osten Kretas
Asterousia-Gebirge Kofinas 1.231 m Wildes Gebirge an der Südküste

Warum sind die Berge Kretas so besonders?

Nur wenige Kilometer von den Stränden entfernt erhebt sich auf Kreta eine völlig andere Landschaft. Hohe Gebirge, tiefe Schluchten und weitläufige Hochebenen prägen große Teile der Insel. Innerhalb einer Stunde kann man vom Meer auf über 1.000 Meter Höhe fahren.

Gerade diese Vielfalt macht für uns den besonderen Reiz Kretas aus. Während an der Küste Badeurlaub und Wassersport im Mittelpunkt stehen, erlebt man im Inselinneren ursprüngliche Dörfer, traditionelle Tavernen, Schafherden und spektakuläre Ausblicke.

Viele Urlauber unterschätzen die Bergwelt Kretas. Dabei gehören Fahrten durch die Gebirge für uns zu den schönsten Ausflügen überhaupt. Man muss dafür nicht einmal anspruchsvolle Wanderungen unternehmen. Schon mit dem Mietwagen lassen sich zahlreiche beeindruckende Landschaften entdecken.

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Viele der schönsten Bergdörfer, Hochebenen und Aussichtspunkte lassen sich am besten mit einem Mietwagen erreichen.

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Psiloritis – der höchste Berg Kretas

Mit 2.456 Metern ist der Psiloritis, auch Ida genannt, der höchste Berg Kretas. Er erhebt sich fast in der Mitte der Insel und ist von vielen Regionen aus sichtbar. Der Gipfel spielt nicht nur landschaftlich, sondern auch in der griechischen Mythologie eine wichtige Rolle.

Rund um den Psiloritis liegen einige der schönsten Berglandschaften Kretas. Besonders bekannt sind das traditionelle Bergdorf Anogia und die Nida-Hochebene, die als Ausgangspunkt für Gipfelbesteigungen dient.

Auch ohne den Gipfel zu besteigen lohnt sich ein Ausflug in diese Region. Die kurvenreichen Straßen bieten immer wieder herrliche Ausblicke auf die Berge und das Meer.

Die Weißen Berge (Lefka Ori)

Die Weißen Berge im Westen Kretas gehören zu den beeindruckendsten Gebirgen Griechenlands. Mehr als 50 Gipfel erreichen über 2.000 Meter Höhe. Damit besitzen die Lefka Ori deutlich mehr Zweitausender als viele Gebirge auf dem europäischen Festland.

Hier befinden sich auch einige der bekanntesten Schluchten Kretas, darunter die Samaria-Schlucht, die Agia-Irini-Schlucht und die Aradena-Schlucht.

Besonders beeindruckend finden wir die abwechslungsreiche Landschaft. Schroffe Felsen wechseln sich mit grünen Tälern, kleinen Dörfern und spektakulären Aussichtspunkten ab. Für uns gehören die Weißen Berge zu den schönsten Regionen der gesamten Insel.

Dikti-Gebirge – Heimat der Lassithi-Hochebene

Das Dikti-Gebirge erstreckt sich über den Osten Kretas und gehört zu den bekanntesten Gebirgen der Insel. Hier liegen die berühmte Lassithi-Hochebene sowie die Zeus-Höhle, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kretas.

Im Gegensatz zu den schroffen Weißen Bergen wirkt das Dikti-Gebirge vielerorts etwas sanfter. Fruchtbare Hochebenen wechseln sich mit Olivenhainen, kleinen Dörfern und aussichtsreichen Passstraßen ab. Dadurch eignet sich die Region hervorragend für Ausflüge mit dem Mietwagen.

Besonders beliebt ist die Fahrt über die Lassithi-Hochebene. Kleine Dörfer, traditionelle Tavernen und die berühmten Windmühlen vermitteln einen guten Eindruck vom ländlichen Kreta.

Thripti-Gebirge – der ruhige Osten Kretas

Das Thripti-Gebirge liegt im äußersten Osten Kretas und gehört zu den am wenigsten besuchten Gebirgen der Insel. Gerade diese Ruhe macht den besonderen Reiz aus.

Von den Bergstraßen eröffnen sich immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Nord- und Südküste. Die Region eignet sich besonders für Urlauber, die das ursprüngliche Kreta abseits der bekannten Touristenorte kennenlernen möchten.

Auch die Richtis-Schlucht und mehrere kleinere Bergdörfer liegen in diesem Gebiet.

Asterousia-Gebirge – wild und ursprünglich

Das Asterousia-Gebirge zieht sich entlang der Südküste zwischen Matala und Tsoutsouras. Es zählt zu den trockensten und ursprünglichsten Landschaften Kretas.

Die Berge fallen teilweise steil zum Libyschen Meer ab. Kleine Klöster, einsame Buchten und schmale Bergstraßen prägen das Landschaftsbild. Trotz der vergleichsweise geringen Höhe wirkt das Gebirge ausgesprochen wild.

Viele bekannte Wanderungen, darunter Agiofarango, beginnen am Rand des Asterousia-Gebirges.

Die schönsten Hochebenen Kretas

Zu den größten Besonderheiten der kretischen Bergwelt gehören die Hochebenen. Sie unterscheiden sich deutlich voneinander und vermitteln jeweils einen ganz eigenen Eindruck der Insel.

Nida-Hochebene – unsere Lieblings-Hochebene

Von allen Hochebenen Kretas gefällt uns die Nida-Hochebene am besten. Während andere Hochebenen deutlich stärker besiedelt sind, wirkt Nida fast unberührt.

Mitten auf der weiten Ebene steht nur ein einzelnes Gebäude. Oft grasen große Schafherden, und im Hintergrund erhebt sich der mächtige Psiloritis, der höchste Berg Kretas. Die Landschaft erinnert uns an die Kulisse eines Kinderbuchs – ruhig, weit und ursprünglich.

Gerade diese besondere Atmosphäre macht Nida für uns zu einem der schönsten Orte Kretas. Wer die Ruhe der Berge sucht, sollte diese Hochebene unbedingt besuchen.

Lassithi-Hochebene

Die Lassithi-Hochebene gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen Kretas. Im Gegensatz zur Nida-Hochebene leben hier viele Menschen. Mehrere Dörfer, Tavernen und Pensionen verteilen sich über die fruchtbare Ebene.

Berühmt wurde Lassithi durch seine traditionellen Windmühlen und die nahe gelegene Zeus-Höhle. Die Hochebene eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug und lässt sich gut mit weiteren Sehenswürdigkeiten im Dikti-Gebirge verbinden.

Omalos-Hochebene

Die Omalos-Hochebene bildet das Tor zur berühmten Samaria-Schlucht und gehört zu den wichtigsten Ausgangspunkten für Wanderer in den Weißen Bergen.

Auch ohne Wanderung lohnt sich ein Besuch. Die weite Ebene liegt von hohen Bergen umgeben und bietet immer wieder herrliche Ausblicke. Gleichzeitig beginnt hier eine der schönsten Bergstraßen Kretas.

Die Straße von Omalos nach Sougia – unsere Lieblingsstrecke

Von allen Bergstraßen Kretas gefällt uns die Strecke von der Omalos-Hochebene hinunter nach Sougia am besten.

Die schmale Straße führt durch eine ursprüngliche Berglandschaft mit herrlichen Ausblicken auf die Weißen Berge. Unterwegs passiert man kleine Dörfer, in denen das traditionelle Kreta bis heute erhalten geblieben ist. Verkehr gibt es nur wenig, sodass man die Fahrt in aller Ruhe genießen kann.

Für uns gehört diese Strecke zu den schönsten Panoramastraßen der gesamten Insel.

Lakki – unser Lieblings-Bergdorf

Von den vielen Bergdörfern Kretas gefällt uns Lakki am besten. Das kleine Dorf wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Statt großer Hotels oder Souvenirläden erwarten Besucher traditionelle Steinhäuser, eine herrliche Aussicht und eine gemütliche Taverne.

Gerade diese Ursprünglichkeit macht Lakki für uns so besonders. Hier erlebt man noch das alte Kreta, das in vielen bekannten Urlaubsorten längst verschwunden ist.

Wer authentische Dörfer und ruhige Berglandschaften liebt, sollte Lakki unbedingt einen Besuch abstatten.

Die höchsten Berge Kretas

Auf Kreta gibt es mehr als 30 Gipfel über 2.000 Meter Höhe. Damit gehört die Insel zu den gebirgigsten Regionen Europas. Viele Urlauber sind überrascht, wenn sie im Winter schneebedeckte Berge sehen, obwohl sie sich auf einer Mittelmeerinsel befinden.

Berg Höhe Gebirge
Psiloritis (Timios Stavros) 2.456 m Psiloritis (Ida)
Pachnes 2.453 m Weiße Berge (Lefka Ori)
Spathi 2.148 m Dikti-Gebirge
Gingilos 2.080 m Weiße Berge
Kastro 2.218 m Weiße Berge

Die meisten dieser Gipfel sind nur über längere Wanderungen erreichbar. Auch ohne Gipfelbesteigung lassen sich viele beeindruckende Berglandschaften bequem mit dem Auto erleben.

Mit dem Mietwagen durch die Berge

Die Bergwelt Kretas muss man nicht unbedingt zu Fuß entdecken. Viele der schönsten Landschaften erreicht man problemlos mit einem normalen Mietwagen. Kurvenreiche Straßen führen durch einsame Gebiete, vorbei an kleinen Dörfern, Schafherden und beeindruckenden Aussichtspunkten.

Gerade die Kombination aus Autofahrt und kurzen Spaziergängen macht für viele Urlauber den Reiz der Berge aus. So lassen sich auch mehrere Hochebenen oder Bergdörfer an einem Tag miteinander verbinden.

Wetter in den Bergen

Das Wetter unterscheidet sich in den Bergen oft deutlich von der Küste. Während am Meer strahlender Sonnenschein herrscht, kann es auf den Hochebenen kühl, windig oder sogar neblig sein.

Besonders eindrucksvoll war für uns dichter Nebel auf der Omalos-Hochebene. Die Sichtweite betrug teilweise kaum zehn Meter. Obwohl wir mitten durch das Dorf Omalos fuhren, waren selbst die Häuser kaum zu erkennen. Solche Wetterumschwünge überraschen viele Urlauber.

Auch Schnee ist in den Bergen Kretas keine Seltenheit. Auf den höchsten Gipfeln liegt jeden Winter Schnee. Selbst Ende April haben wir auf der Omalos-Hochebene und am Eingang der Samaria-Schlucht noch Schneefelder erlebt. Dort gerieten wir sogar in einen kleinen Schneesturm – ein Erlebnis, das man auf einer Mittelmeerinsel wohl kaum erwartet.

Unser Tipp

Auch im Sommer sollten Sie für Ausflüge in die Berge eine leichte Jacke mitnehmen. In höheren Lagen kann es deutlich kühler sein als an der Küste. Informieren Sie sich außerdem vor längeren Fahrten über die Wettervorhersage. Nebel kann die Sicht erheblich einschränken.

Tiere in den Bergen Kretas

Die Gebirge Kretas sind Lebensraum zahlreicher Tierarten. Besonders bekannt sind die Kri-Kri-Wildziegen, die vor allem in den Weißen Bergen leben. Mit etwas Glück lassen sie sich in abgelegenen Regionen oder an steilen Felswänden beobachten.

Über den Gipfeln kreisen regelmäßig Adler und andere Greifvögel. Außerdem prägen große Schaf- und Ziegenherden vielerorts das Landschaftsbild. Gerade auf der Nida-Hochebene gehören sie für uns einfach zum typischen Bild der kretischen Bergwelt.

Die Berge sind eine ganz andere Seite Kretas

Wer nur die Strände und Badeorte kennt, erlebt in den Bergen eine völlig andere Insel. Das Leben verläuft ruhiger, viele Dörfer wirken ursprünglich und die Landschaft verändert sich ständig. Zwischen schroffen Gipfeln, fruchtbaren Hochebenen und tiefen Schluchten zeigt sich Kreta von einer Seite, die viele Urlauber nie kennenlernen.

Gerade deshalb empfehlen wir jedem Kreta-Besucher mindestens einen Ausflug in die Berge. Ob zur Lassithi-Hochebene, nach Nida, in die Weißen Berge oder in eines der kleinen Bergdörfer – die Bergwelt gehört für uns zu den größten Sehenswürdigkeiten der Insel.

FAQ – Berge auf Kreta

Wie hoch sind die Berge auf Kreta?

Der höchste Berg ist der Psiloritis mit 2.456 Metern. Insgesamt gibt es auf Kreta mehr als 30 Gipfel über 2.000 Meter Höhe.

Liegt auf Kreta Schnee?

Ja. Auf den höchsten Bergen liegt jeden Winter Schnee. Selbst im Frühjahr sind häufig noch Schneefelder zu sehen.

Braucht man einen Geländewagen?

Nein. Die meisten Bergstraßen und Hochebenen sind problemlos mit einem normalen Mietwagen erreichbar.

Welche Hochebene ist die schönste?

Unsere Lieblings-Hochebene ist Nida. Die weite Ebene mit den Schafherden und dem Psiloritis im Hintergrund vermittelt für uns das ursprüngliche Kreta.

Welches ist das schönste Bergdorf?

Unser Favorit ist Lakki. Das kleine Dorf wirkt authentisch, bietet herrliche Ausblicke und eine gemütliche Taverne. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Welche Bergstraße lohnt sich besonders?

Wir empfehlen die Strecke von der Omalos-Hochebene nach Sougia. Sie führt durch eine beeindruckende Berglandschaft mit wenig Verkehr und herrlichen Ausblicken.

Fazit

Die Berge gehören zu den eindrucksvollsten Landschaften Kretas. Gewaltige Gebirge, einsame Hochebenen, urige Dörfer und spektakuläre Panoramastraßen machen den Reiz dieser Region aus. Dabei muss man kein Bergsteiger sein, um die Schönheit der kretischen Bergwelt zu erleben.

Unsere persönlichen Höhepunkte sind die Nida-Hochebene mit ihrer fast märchenhaften Landschaft, das ursprüngliche Bergdorf Lakki und die Panoramastraße von Omalos nach Sougia. Wer Kreta wirklich kennenlernen möchte, sollte deshalb nicht nur Zeit an den Stränden verbringen, sondern auch einige Tage für das faszinierende Inselinnere einplanen.