Timbaki auf Kreta: Markt, Landwirtschaft und das echte Leben in der Messara-Ebene

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Timbaki gehört sicherlich nicht zu den schönsten Orten auf Kreta. Wer eine romantische Altstadt, einen malerischen Hafen oder verwinkelte Gassen sucht, wird hier wahrscheinlich enttäuscht sein.

Trotzdem gehört Timbaki zu den interessantesten Orten im Süden der Insel.

Der Grund dafür ist einfach: Timbaki zeigt Kreta so, wie die Insel abseits der Touristenorte wirklich ist. Hier dominieren Landwirtschaft, Handel und das tägliche Leben der Einheimischen. Der große Wochenmarkt zieht Besucher aus der gesamten Region an und zählt zu den authentischsten Märkten Kretas.

Stände mit Kleidung auf dem Markt von Timbaki

Während Orte wie Matala, Agia Galini oder Elounda vor allem vom Tourismus leben, ist Timbaki bis heute das wirtschaftliche Zentrum eines großen Teils der Messara-Ebene.

Wer das echte Kreta kennenlernen möchte, sollte deshalb zumindest einmal einen Abstecher nach Timbaki unternehmen.

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Viele Urlauber übernachten nicht direkt in Timbaki, sondern in Matala, Pitsidia oder Agia Galini und besuchen den Ort als Tagesausflug.

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Wo liegt Timbaki?

Timbaki liegt im Süden Kretas in der fruchtbaren Messara-Ebene. Der Ort befindet sich rund 65 Kilometer südwestlich von Heraklion und nur wenige Kilometer von bekannten Urlaubsorten wie Matala, Pitsidia, Kalamaki und Agia Galini entfernt.

Mit mehreren tausend Einwohnern gehört Timbaki zu den wichtigsten Städten der Region.

Für Urlauber ist die Lage ideal, um Ausflüge zu bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie Phaistos oder Agia Triada zu unternehmen.

Lohnt sich ein Besuch in Timbaki?

Die ehrliche Antwort lautet: Für die meisten Urlauber nur bedingt.

Timbaki besitzt keine Altstadt, keine berühmten Bauwerke und auch keine klassischen Sehenswürdigkeiten. Der Ort wirkt funktional, geschäftig und teilweise chaotisch.

Viele Besucher würden Timbaki sogar als wenig attraktiv bezeichnen.

Genau deshalb fährt man normalerweise nicht wegen der Stadt selbst hierher.

Eine große Ausnahme gibt es allerdings: den Freitagsmarkt.

Dieser Markt gehört zu den authentischsten Erlebnissen auf Kreta und ist aus meiner Sicht der wichtigste Grund für einen Besuch.

Wer dagegen nur einen schönen Urlaubsort sucht, ist in Matala, Pitsidia, Kalamaki oder Agia Galini deutlich besser aufgehoben.

Die besondere Atmosphäre von Timbaki

Timbaki unterscheidet sich deutlich von den meisten Urlaubsorten Kretas.

Während man in Matala oder Elounda überwiegend Touristen begegnet, prägen hier Bauern, Händler und Einheimische das Straßenbild.

Viele ältere Männer tragen noch die traditionelle schwarze Kleidung Kretas. Vor den Cafés sitzen Gruppen von Einheimischen und diskutieren bei einem Kaffee über Politik, Landwirtschaft oder Fußball.

Auf den Straßen fallen die zahlreichen großen Pick-ups und Transportfahrzeuge auf. Sie werden für die Landwirtschaft und den Transport von Waren genutzt.

Der Verkehr wirkt oft chaotisch. Besonders an Markttagen herrscht im Zentrum reges Treiben.

Manchmal erinnert Timbaki eher an eine staubige Kleinstadt aus einem alten Westernfilm als an einen klassischen Ferienort auf einer Mittelmeerinsel.

Genau das macht den Ort für viele Besucher interessant.

Die Landwirtschaft ist die eigentliche Sehenswürdigkeit

Wer nach klassischen Sehenswürdigkeiten sucht, wird in Timbaki kaum fündig.

Die eigentliche Attraktion der Region ist die Landwirtschaft.

Rund um die Stadt erstrecken sich riesige Flächen mit Gewächshäusern. Sie prägen das Landschaftsbild teilweise stärker als die eigentliche Bebauung.

Die Messara-Ebene gehört zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen Kretas. Besonders bekannt ist die Gegend für den Anbau von Tomaten, Gurken, Paprika und anderen Gemüsesorten.

Ein großer Teil der Ernte wird nach ganz Griechenland und in zahlreiche europäische Länder exportiert.

Auf Kreta hört man immer wieder Geschichten über Familien aus Timbaki, die durch den erfolgreichen Tomatenanbau wohlhabend geworden sind: „Tomaten-Millionäre“.

Tatsächlich spielt die Landwirtschaft bis heute die wichtigste wirtschaftliche Rolle im Ort.

Wer Timbaki besucht, bekommt einen Einblick in ein Kreta, das viele Urlauber nie kennenlernen.

Der ehemalige Militärflughafen

Ein Grund dafür, dass sich Timbaki touristisch nie so stark entwickelt hat wie andere Orte an der Südküste, ist der ehemalige Militärflughafen.

Das große Gelände liegt direkt zwischen der Stadt und dem Meer.

Dadurch fehlt die direkte Verbindung zur Küste, die viele andere Ferienorte besitzen.

Große Teile der Küstenlinie konnten jahrzehntelang nicht touristisch genutzt werden.

Auch heute prägt das riesige Areal die Region noch deutlich.

Ohne den Flughafen hätte sich Timbaki vermutlich ganz anders entwickelt.

Stattdessen blieb der Ort vor allem Handels- und Landwirtschaftszentrum der Messara-Ebene.

Der Freitagsmarkt von Timbaki

Der Wochenmarkt ist ohne Zweifel die wichtigste Attraktion von Timbaki. Wer den Ort besuchen möchte, sollte dies möglichst an einem Freitag tun.

Obst und Gemüse werden viel auf dem Wochenmarkt verkauft

Der Markt gehört zu den größten und authentischsten Wochenmärkten auf Kreta. Anders als viele Märkte in den bekannten Urlaubsorten richtet sich das Angebot fast ausschließlich an die Einwohner der Region.

Touristen sind hier eher die Ausnahme.

Genau das macht den besonderen Reiz aus.

Während manche Märkte auf Kreta inzwischen stark auf Urlauber zugeschnitten sind, ist der Markt von Timbaki bis heute ein echter Arbeitsmarkt für Bauern, Händler und Familien aus der Messara-Ebene.

Große Tüten mit Bohnen und anderen Hülselfrüchten

Wann findet der Markt statt?

Der Markt findet jeden Freitag statt.

Die ersten Händler bauen ihre Stände bereits am frühen Morgen auf. Die meisten Besucher kommen zwischen 8 Uhr und 11 Uhr.

Gegen 14 Uhr endet der Markt normalerweise. Danach beginnen die Händler mit dem Abbau ihrer Stände.

Wer die größte Auswahl sucht, sollte möglichst früh kommen.

Wer dagegen besonders günstig einkaufen möchte, sollte eher gegen Mittag erscheinen.

Auch Blumen werden auf dem Timbaki-Markt verkauft

Ausverkauf kurz vor Marktende

Ein besonderer Tipp für Urlauber ist die letzte Stunde des Marktes.

Viele Händler möchten ihre frischen Waren nicht wieder einladen und zurücktransportieren. Deshalb werden die Preise gegen Ende oft deutlich reduziert.

Vor allem Obst, Gemüse und andere Lebensmittel werden teilweise zu erstaunlich günstigen Preisen verkauft.

Für Urlauber mit Ferienwohnung lohnt sich ein Besuch kurz vor Marktende oft besonders.

Frischer und günstiger kann man auf Kreta kaum einkaufen.

Was wird auf dem Markt verkauft?

Die Antwort ist einfach: fast alles.

Der Markt von Timbaki dient den Menschen der Region als Einkaufszentrum unter freiem Himmel.

Besonders groß ist das Angebot an Obst und Gemüse aus der Messara-Ebene. Viele Produkte stammen direkt von Bauern aus der Umgebung.

Daneben findet man:

  • Olivenöl
  • Honig
  • Kräuter
  • Käse
  • Oliven
  • Kleidung
  • Schuhe
  • Werkzeuge
  • Haushaltswaren
  • Spielzeug
  • billige Importwaren aus Asien

Wer zum ersten Mal über den Markt läuft, wird überrascht sein, wie groß das Angebot ist.

Viele Produkte sind deutlich günstiger als in den Urlaubsorten an der Küste.

Echte kretische Produkte kaufen

Für Urlauber ist der Markt einer der besten Orte auf Kreta, um regionale Produkte einzukaufen.

Anders als in vielen Souvenirläden stehen hier keine Touristenartikel im Mittelpunkt.

Die meisten Händler verkaufen Produkte für die Menschen der Region.

Besonders beliebt sind:

  • Olivenöl
  • kretischer Honig
  • Oregano
  • Salbei
  • Bergtee
  • lokale Käsesorten
  • frisches Obst

Qualität und Preise sind oft besser als in den typischen Touristenläden.

Wer authentische Mitbringsel von Kreta sucht, wird auf dem Markt meist schneller fündig als in den Souvenirgeschäften von Matala oder Agia Galini.

Ein Markt für Kreter, nicht für Touristen

Genau das unterscheidet Timbaki von vielen anderen Märkten auf der Insel.

Der Markt existiert nicht für Besucher, sondern für die Menschen der Region.

Manche Händler sprechen kaum Englisch. Viele Kunden kommen aus den umliegenden Dörfern und erledigen hier ihren Wocheneinkauf.

Wer durch die Marktgassen läuft, erlebt das Alltagsleben Kretas oft authentischer als in vielen Museen oder Sehenswürdigkeiten.

Überall wird diskutiert, gehandelt und gefeilscht.

Die Atmosphäre wirkt lebendig, laut und manchmal leicht chaotisch.

Genau deshalb ist der Markt so sehenswert.

Lebende Tiere auf dem Markt

Früher wurden auf dem Markt regelmäßig lebende Tiere verkauft.

Hühner, Schafe, Ziegen und andere Nutztiere gehörten über Jahrzehnte zum gewohnten Bild.

Heute sieht man solche Tierverkäufe deutlich seltener.

Gelegentlich werden jedoch noch immer Tiere angeboten.

Für viele Besucher ist dies ein Hinweis darauf, wie stark der Markt bis heute mit der Landwirtschaft der Region verbunden ist.

Parken in Timbaki

An normalen Tagen ist Parken in Timbaki meist unkompliziert.

Während des Freitagsmarktes sieht die Situation allerdings völlig anders aus.

Dann verwandelt sich das Zentrum in ein regelrechtes Verkehrschaos.

Besucher aus der gesamten Messara-Ebene reisen an, um auf dem Markt einzukaufen.

Viele Fahrzeuge werden dort abgestellt, wo gerade noch Platz vorhanden ist.

Wer früh kommt, findet normalerweise noch einen Parkplatz in akzeptabler Entfernung.

Wer erst später anreist, muss oft einen längeren Fußweg in Kauf nehmen. Zehn bis fünfzehn Minuten sind dann keine Seltenheit.

Restaurants und Cafés

Timbaki ist kein Ort, den man wegen seiner Gastronomie besucht.

Im Zentrum gibt es einige einfache Tavernen, kleine Cafés und mehrere Sandwichläden.

Viele Einheimische treffen sich hier auf einen Kaffee oder eine schnelle Mahlzeit.

An Markttagen kommen zusätzlich zahlreiche Imbissstände hinzu.

Wer ein großes gastronomisches Angebot sucht, wird in Matala, Pitsidia oder Agia Galini deutlich mehr Auswahl finden.

Für einen Kaffee oder einen kleinen Snack reicht das Angebot in Timbaki jedoch vollkommen aus.

Kokkinos Pyrgos – der Küstenort von Timbaki

Wer von Timbaki Richtung Meer fährt, erreicht nach wenigen Minuten Kokkinos Pyrgos. Der kleine Küstenort wird oft als Strandort von Timbaki bezeichnet.

Hier befinden sich einige Tavernen, Unterkünfte und ein langer Strand direkt am Libyschen Meer.

Im Vergleich zu bekannten Urlaubsorten wie Matala, Agia Galini, Plakias oder Myrtos wirkt Kokkinos Pyrgos allerdings eher unspektakulär.

Der Ort besitzt weder einen malerischen Hafen noch eine besonders attraktive Promenade.

Viele Urlauber nutzen Kokkinos Pyrgos deshalb eher als ruhigen Ausgangspunkt für Ausflüge durch die Messara-Ebene.

Die besten Strände bei Timbaki

Obwohl Timbaki nur wenige Kilometer vom Meer entfernt liegt, fahren viele Einheimische zum Baden nicht nach Kokkinos Pyrgos.

Beliebter sind die Strände von Kalamaki und Komos.

Beide liegen rund zehn Kilometer entfernt und gehören zu den schönsten Stränden der Region.

Komos Beach

Der Komos Beach zählt zu den längsten Stränden Südkretas.

Der breite Sandstrand erstreckt sich über mehrere Kilometer und wirkt selbst im Hochsommer oft erstaunlich ruhig.

Viele Besucher schätzen die natürliche Landschaft und die entspannte Atmosphäre.

Kalamaki

Kalamaki liegt westlich von Matala und besitzt mehrere Tavernen direkt am Meer.

Der Ort wirkt deutlich touristischer als Timbaki, bleibt aber wesentlich ruhiger als viele bekannte Ferienorte auf Kreta.

Wer seinen Urlaub hauptsächlich am Strand verbringen möchte, ist in Kalamaki meist besser aufgehoben als direkt in Timbaki.

Busverbindungen nach Timbaki

Timbaki gehört zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten im Süden Kretas.

Alle Busse zwischen Agia Galini, Mires und Heraklion halten hier.

Je nach Saison verkehren mehrere Busse täglich in beide Richtungen.

Dadurch ist der Ort auch ohne Mietwagen vergleichsweise gut erreichbar.

Wer nach Matala oder Pitsidia reisen möchte, muss allerdings häufig in Mires umsteigen.

Trotzdem eignet sich Timbaki gut als Ausgangspunkt für Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ausflüge ab Timbaki

Die Stadt selbst besitzt nur wenige Sehenswürdigkeiten. Dafür befinden sich einige der wichtigsten Ausflugsziele Südkretas in unmittelbarer Nähe.

Phaistos

Nur wenige Kilometer nördlich von Timbaki liegt die berühmte Ausgrabungsstätte von Phaistos.

Der minoische Palast zählt zu den bedeutendsten archäologischen Sehenswürdigkeiten auf Kreta und wird oft mit Knossos verglichen.

Viele Besucher empfinden Phaistos sogar als angenehmer, da deutlich weniger Touristen unterwegs sind.

Agia Triada

Ganz in der Nähe befindet sich Agia Triada.

Die ehemalige minoische Siedlung gehört zu den interessantesten historischen Orten der Region.

Da deutlich weniger Besucher kommen als nach Knossos, lässt sich die Anlage meist in Ruhe besichtigen.

Matala

Matala ist nur wenige Kilometer von Timbaki entfernt.

Bekannt wurde der Ort durch seine Höhlen am Strand und die Hippie-Bewegung der 1960er-Jahre.

Heute gehört Matala zu den beliebtesten Urlaubsorten Südkretas.

Pitsidia

Pitsidia liegt zwischen Timbaki und Matala und gehört zu den schönsten Dörfern der Region.

Viele Urlauber wohnen hier und besuchen Timbaki nur zum Einkaufen oder für den Wochenmarkt.

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Timbaki oder Mires?

Viele Urlauber fragen sich, ob sie Timbaki oder Mires besuchen sollten.

Die Antwort lautet: Wenn möglich beide.

Mires ist etwas größer und besitzt mehr Geschäfte. Viele Einwohner der Region fahren zum Einkaufen nach Mires, unter anderem auch zum Lidl.

Timbaki wirkt dagegen landwirtschaftlicher und besitzt mit dem großen Freitagsmarkt eine deutlich stärkere touristische Attraktion.

Schön sind beide Orte nicht.

Interessant sind sie trotzdem, weil sie einen Einblick in das echte Leben auf Kreta ermöglichen.

Fazit

Timbaki ist kein klassischer Urlaubsort.

Die Stadt besitzt keine Altstadt, keine berühmten Sehenswürdigkeiten und keine spektakulären Strände.

Wer nur einen schönen Ferienort sucht, wird in Matala, Agia Galini oder Kalamaki vermutlich glücklicher.

Wer jedoch das authentische Kreta kennenlernen möchte, sollte Timbaki nicht übersehen.

Der große Freitagsmarkt gehört zu den interessantesten Märkten der Insel. Dazu kommen die Landwirtschaft, die riesigen Gewächshäuser und eine Atmosphäre, die man in den Touristenorten kaum noch findet.

Genau deshalb lohnt sich zumindest ein Besuch.

FAQ zu Timbaki

Ist Timbaki ein schöner Urlaubsort?

Eher nicht. Die meisten Besucher kommen wegen des Marktes oder als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Messara-Ebene.

Wann findet der Markt in Timbaki statt?

Jeden Freitag vom frühen Morgen bis etwa 14 Uhr.

Was kann man auf dem Markt kaufen?

Lebensmittel, Olivenöl, Honig, Kräuter, Käse, Kleidung, Schuhe, Haushaltswaren und vieles mehr.

Gibt es Strände in Timbaki?

Direkt am Meer liegt Kokkinos Pyrgos. Beliebter sind jedoch die Strände von Komos und Kalamaki.

Wie kommt man mit dem Bus nach Timbaki?

Mehrere Busse täglich verbinden Timbaki mit Mires, Agia Galini und Heraklion.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe?

Besonders sehenswert sind Phaistos, Agia Triada, Matala und Pitsidia.