Höhlen auf Kreta: Die schönsten Tropfsteinhöhlen, Zeus-Höhlen und Ausflugsziele

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Kreta besitzt mehrere tausend Höhlen und gehört zu den höhlenreichsten Regionen Griechenlands. Die Insel bietet beeindruckende Tropfsteinhöhlen, geheimnisvolle Kultstätten der Minoer, berühmte Schauhöhlen und historische Orte, an denen sich bedeutende Ereignisse der kretischen Geschichte abgespielt haben. Einige Höhlen sind seit Jahrtausenden bekannt und spielen sogar in der griechischen Mythologie eine wichtige Rolle.

Viele Urlauber besuchen während ihres Aufenthalts mindestens eine Höhle. Besonders beliebt sind die beiden Zeus-Höhlen auf der Lassithi-Hochebene und der Nida-Hochebene sowie die Melidoni-Höhle und die berühmten Höhlen von Matala. Jede dieser Höhlen besitzt ihren eigenen Charakter und erzählt eine ganz andere Geschichte.

In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Höhlen Kretas vor, erklären ihre Geschichte und geben praktische Tipps für den Besuch.

Höhlen auf Kreta auf einen Blick

  • Mehrere tausend bekannte Höhlen auf der Insel.
  • Von einfachen Felshöhlen bis zu großen Tropfsteinhöhlen.
  • Zwei berühmte Zeus-Höhlen mit großer mythologischer Bedeutung.
  • Viele Höhlen dienten bereits den Minoern als Kultstätten.
  • Einige Höhlen sind bedeutende historische Erinnerungsorte.
  • Besonders im Sommer angenehm kühl.

Warum gibt es auf Kreta so viele Höhlen?

Kreta besteht zu großen Teilen aus Kalkstein. Über Millionen von Jahren hat Regenwasser den Fels ausgewaschen und dabei unzählige Höhlen, Schächte und unterirdische Gänge entstehen lassen. Viele dieser Höhlen sind bis heute kaum erforscht oder nur Höhlenforschern zugänglich.

Die bekanntesten Höhlen wurden bereits in der Antike genutzt. Manche dienten als Kultstätten der Minoer, andere als Zufluchtsorte während verschiedener Kriege oder später sogar als Wohnhöhlen. Heute gehören viele von ihnen zu den beliebtesten Ausflugszielen der Insel.

Geführte Höhlentouren auf Kreta

Viele Ausflüge verbinden die bekanntesten Höhlen mit weiteren Sehenswürdigkeiten wie traditionellen Dörfern, Klöstern oder der Lassithi-Hochebene.

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Die beiden Zeus-Höhlen auf Kreta

Kaum ein anderes Thema sorgt unter Besuchern für so viele Fragen wie die beiden berühmten Zeus-Höhlen. Tatsächlich besitzt Kreta gleich zwei Höhlen, die eng mit dem bekanntesten Gott der griechischen Mythologie verbunden sind.

Nach einer Überlieferung wurde Zeus in der Dikteon-Andron-Höhle bei Psychro auf der Lassithi-Hochebene geboren. Seine Mutter Rhea versteckte ihn dort vor seinem Vater Kronos, der seine eigenen Kinder verschlang. Die Ziege Amaltheia soll den kleinen Zeus in der Höhle mit ihrer Milch ernährt haben.

Eine andere antike Überlieferung erzählt dagegen, dass Zeus in der Ideon-Andron-Höhle auf der Nida-Hochebene aufwuchs. Einige Quellen nennen diese Höhle sogar selbst als Geburtsort. Schon in der Antike existierten also unterschiedliche Versionen des Mythos.

Gerade dieser Vergleich macht beide Höhlen besonders interessant. Wer sich für Mythologie interessiert, sollte nach Möglichkeit beide besuchen.

Zeus-Höhle auf der Lassithi-Hochebene (Psychro)

Die Dikteon-Andron-Höhle bei Psychro gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kretas. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde sie modernisiert und zählt heute wieder zu den beliebtesten Ausflugszielen der Insel.

Wir haben die Höhle bereits vor dem Umbau besucht. Inzwischen kostet der Eintritt etwa 15 Euro und ist damit die teuerste Höhlen Kretas. Gerade in der Hauptsaison kommen täglich zahlreiche Reisebusse. Am Nachmittag kann es deshalb sehr voll werden.

Unser Tipp: Wer die Höhle in Ruhe besichtigen möchte, sollte möglichst früh am Vormittag kommen. Dann sind die Besucherzahlen meist noch deutlich geringer.

Auch der Weg zur Höhle sollte nicht unterschätzt werden. Vom Parkplatz führt ein etwa 15 Minuten langer, teilweise sehr steiler Fußweg bergauf bis zum Eingang. Für ältere Menschen oder Besucher mit eingeschränkter Mobilität kann der Aufstieg anstrengend sein. Alternativ werden Esel angeboten, die Besucher gegen eine zusätzliche Gebühr nach oben bringen.

Der Aufstieg lohnt sich jedoch. Bereits vom Fußweg bietet sich ein schöner Blick über die Lassithi-Hochebene mit ihren Feldern, Dörfern und Windmühlen.

Im Inneren führen Treppen hinab in die eigentliche Höhle. Beeindruckende Tropfsteine, Stalagmiten, Stalaktiten und ein kleiner unterirdischer See machen die Dikteon-Andron-Höhle zu einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Griechenlands.

Unser Fazit: Trotz der inzwischen hohen Eintrittspreise lohnt sich der Besuch. Besonders als Tagesausflug zusammen mit der Lassithi-Hochebene, traditionellen Bergdörfern und weiteren Sehenswürdigkeiten der Umgebung gehört die Zeus-Höhle weiterhin zu den schönsten Ausflügen auf Kreta.

Hotels auf Kreta finden

Wer die Lassithi-Hochebene oder andere Höhlen Kretas besuchen möchte, findet bei Booking.com Unterkünfte in allen Regionen der Insel.

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Ideon Andron – die Zeus-Höhle auf der Nida-Hochebene

Deutlich ruhiger geht es an der zweiten berühmten Zeus-Höhle Kretas zu. Die Ideon-Andron-Höhle liegt auf der Nida-Hochebene am Fuß des Psiloritis, des höchsten Berges der Insel.

Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Die Straße führt durch eine beeindruckende Gebirgslandschaft hinauf zur Hochebene. Geparkt wird in der Regel an einer Taverne, dem einzigen Haus in der Gegend. Von dort sind es noch etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Höhleneingang.

Im Gegensatz zur Zeus-Höhle bei Psychro gibt es hier keinen großen Besucherandrang. Auch einen Eintritt mussten wir bei unserem Besuch nicht bezahlen. Wer Ruhe sucht und die ursprüngliche Berglandschaft Kretas erleben möchte, wird die Nida-Hochebene oft als angenehmer empfinden als die deutlich stärker besuchte Lassithi-Hochebene.

Die Höhle selbst ist kleiner als die Dikteon-Andron-Höhle, besitzt aber ebenfalls schöne Tropfsteinformationen. Archäologische Funde zeigen, dass sie bereits in minoischer Zeit ein bedeutendes Heiligtum war. Über viele Jahrhunderte brachten Gläubige hier Opfergaben für Zeus dar.

Kreta in Zahlen

Höhlen auf Kreta: Die schönsten Tropfsteinhöhlen, Zeus-Höhlen und Ausflugsziele

Kreta besitzt mehrere tausend Höhlen und gehört zu den höhlenreichsten Regionen Griechenlands. Die Insel bietet beeindruckende Tropfsteinhöhlen, geheimnisvolle Kultstätten der Minoer, berühmte Schauhöhlen und historische Orte, an denen sich bedeutende Ereignisse der kretischen Geschichte abgespielt haben. Einige Höhlen sind seit Jahrtausenden bekannt und spielen sogar in der griechischen Mythologie eine wichtige Rolle.

Viele Urlauber besuchen während ihres Aufenthalts mindestens eine Höhle. Besonders beliebt sind die beiden Zeus-Höhlen auf der Lassithi-Hochebene und der Nida-Hochebene sowie die Melidoni-Höhle bei Bali und die berühmten Höhlen von Matala. Jede dieser Höhlen besitzt ihren eigenen Charakter und erzählt eine ganz andere Geschichte.

In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Höhlen Kretas vor, erklären ihre Geschichte und geben praktische Tipps für den Besuch.

Höhlen auf Kreta auf einen Blick

  • Mehrere tausend bekannte Höhlen auf der Insel.
  • Von einfachen Felshöhlen bis zu großen Tropfsteinhöhlen.
  • Zwei berühmte Zeus-Höhlen mit großer mythologischer Bedeutung.
  • Viele Höhlen dienten bereits den Minoern als Kultstätten.
  • Einige Höhlen sind bedeutende historische Erinnerungsorte.
  • Besonders im Sommer angenehm kühl.

Warum gibt es auf Kreta so viele Höhlen?

Kreta besteht zu großen Teilen aus Kalkstein. Über Millionen von Jahren hat Regenwasser den Fels ausgewaschen und dabei unzählige Höhlen, Schächte und unterirdische Gänge entstehen lassen. Viele dieser Höhlen sind bis heute kaum erforscht oder nur Höhlenforschern zugänglich.

Die bekanntesten Höhlen wurden bereits in der Antike genutzt. Manche dienten als Kultstätten der Minoer, andere als Zufluchtsorte während verschiedener Kriege oder später sogar als Wohnhöhlen. Heute gehören viele von ihnen zu den beliebtesten Ausflugszielen der Insel.

Geführte Höhlentouren auf Kreta

Viele Ausflüge verbinden die bekanntesten Höhlen mit weiteren Sehenswürdigkeiten wie traditionellen Dörfern, Klöstern oder der Lassithi-Hochebene.

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Die beiden Zeus-Höhlen auf Kreta

Kaum ein anderes Thema sorgt unter Besuchern für so viele Fragen wie die beiden berühmten Zeus-Höhlen. Tatsächlich besitzt Kreta gleich zwei Höhlen, die eng mit dem bekanntesten Gott der griechischen Mythologie verbunden sind.

Nach einer Überlieferung wurde Zeus in der Dikteon-Andron-Höhle bei Psychro auf der Lassithi-Hochebene geboren. Seine Mutter Rhea versteckte ihn dort vor seinem Vater Kronos, der seine eigenen Kinder verschlang. Die Ziege Amaltheia soll den kleinen Zeus in der Höhle mit ihrer Milch ernährt haben.

Eine andere antike Überlieferung erzählt dagegen, dass Zeus in der Ideon-Andron-Höhle auf der Nida-Hochebene aufwuchs. Einige Quellen nennen diese Höhle sogar selbst als Geburtsort. Schon in der Antike existierten also unterschiedliche Versionen des Mythos.

Gerade dieser Vergleich macht beide Höhlen besonders interessant. Wer sich für Mythologie interessiert, sollte nach Möglichkeit beide besuchen.

Zeus-Höhle auf der Lassithi-Hochebene (Psychro)

Die Dikteon-Andron-Höhle bei Psychro gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kretas. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde sie modernisiert und zählt heute wieder zu den beliebtesten Ausflugszielen der Insel.

Wir haben die Höhle bereits vor dem Umbau besucht. Inzwischen kostet der Eintritt etwa 15 Euro und gehört damit zu den teuersten Höhlen Kretas. Gerade in der Hauptsaison kommen täglich zahlreiche Reisebusse. Am Nachmittag kann es deshalb sehr voll werden.

Unser Tipp: Wer die Höhle in Ruhe besichtigen möchte, sollte möglichst früh am Vormittag kommen. Dann sind die Besucherzahlen meist noch deutlich geringer.

Auch der Weg zur Höhle sollte nicht unterschätzt werden. Vom Parkplatz führt ein etwa 15 Minuten langer, teilweise steiler Fußweg bergauf bis zum Eingang. Für ältere Menschen oder Besucher mit eingeschränkter Mobilität kann der Aufstieg anstrengend sein. Alternativ werden Esel angeboten, die Besucher gegen eine zusätzliche Gebühr nach oben bringen.

Der Aufstieg lohnt sich jedoch. Bereits vom Fußweg bietet sich ein schöner Blick über die Lassithi-Hochebene mit ihren Feldern, Dörfern und Windmühlen.

Im Inneren führen Treppen hinab in die eigentliche Höhle. Beeindruckende Tropfsteine, Stalagmiten, Stalaktiten und ein kleiner unterirdischer See machen die Dikteon-Andron-Höhle zu einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Griechenlands.

Unser Fazit: Trotz der inzwischen hohen Eintrittspreise lohnt sich der Besuch. Besonders als Tagesausflug zusammen mit der Lassithi-Hochebene, traditionellen Bergdörfern und weiteren Sehenswürdigkeiten der Umgebung gehört die Zeus-Höhle weiterhin zu den schönsten Ausflügen auf Kreta.

Hotels auf Kreta finden

Wer die Lassithi-Hochebene oder andere Höhlen Kretas besuchen möchte, findet bei Booking.com Unterkünfte in allen Regionen der Insel.

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Ideon Andron – die Zeus-Höhle auf der Nida-Hochebene

Deutlich ruhiger geht es an der zweiten berühmten Zeus-Höhle Kretas zu. Die Ideon-Andron-Höhle liegt auf der Nida-Hochebene am Fuß des Psiloritis, des höchsten Berges der Insel.

Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Die Straße führt durch eine beeindruckende Gebirgslandschaft hinauf zur Hochebene. Geparkt wird in der Regel an einer Taverne. Von dort sind es noch etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Höhleneingang.

Im Gegensatz zur Zeus-Höhle bei Psychro gibt es hier keinen großen Besucherandrang. Auch einen Eintritt mussten wir bei unserem Besuch nicht bezahlen. Wer Ruhe sucht und die ursprüngliche Berglandschaft Kretas erleben möchte, wird die Nida-Hochebene oft als angenehmer empfinden als die deutlich stärker besuchte Lassithi-Hochebene.

Die Höhle selbst ist kleiner als die Dikteon-Andron-Höhle, besitzt aber ebenfalls schöne Tropfsteinformationen. Archäologische Funde zeigen, dass sie bereits in minoischer Zeit ein bedeutendes Heiligtum war. Über viele Jahrhunderte brachten Gläubige hier Opfergaben für Zeus dar.

Melidoni-Höhle: Tropfsteine und bewegende Geschichte

Die Melidoni-Höhle gehört zu den interessantesten Höhlen Kretas. Sie ist nicht nur wegen ihrer Tropfsteinformationen sehenswert, sondern auch wegen ihrer großen historischen Bedeutung. Gerade diese Verbindung aus Natur und Geschichte macht den Besuch besonders eindrucksvoll.

Die Höhle liegt im Hinterland von Rethymno, in der Nähe des Dorfes Melidoni. Von der Nordküste aus ist sie gut mit dem Mietwagen erreichbar. Der Besuch lässt sich außerdem gut mit einem Ausflug nach Margarites, Perama oder zu anderen Zielen im Raum Rethymno verbinden.

Besuch der Höhle

Vom Eingangsbereich führt ein angelegter Weg hinunter in die Höhle. Im Inneren erwarten Besucher beeindruckende Tropfsteinformationen, große Felswände und eine stimmungsvolle Beleuchtung. Die Höhle ist sehr schön ausgeleuchtet, sodass Stalaktiten und Stalagmiten gut zur Geltung kommen.

Besichtigt werden kann allerdings nur ein kleiner Teil des gesamten Höhlensystems. Trotzdem reicht der zugängliche Bereich aus, um einen guten Eindruck von der Größe und Atmosphäre der Melidoni-Höhle zu bekommen. Der Besuch dauert in der Regel nicht besonders lange, lohnt sich aber nach unserer Erfahrung eindeutig.

Unser Eindruck

Die Melidoni-Höhle ist ein sehr schönes Ausflugsziel. Besonders gut gefallen haben uns die Beleuchtung und die Kombination aus Tropfsteinhöhle und historischem Erinnerungsort. Auch wenn nur ein begrenzter Teil zugänglich ist, gehört die Höhle für uns zu den lohnenswertesten Höhlenausflügen auf Kreta.

Die Geschichte der Melidoni-Höhle

Die Höhle besitzt für Kreta eine große historische Bedeutung. Während des kretischen Widerstands gegen die osmanische Herrschaft suchten hier im Winter 1823/1824 mehrere hundert Menschen Schutz. Unter ihnen befanden sich Dorfbewohner, Frauen, Kinder und Kämpfer.

Die osmanischen Truppen belagerten die Höhle über einen längeren Zeitraum. Nachdem es nicht gelungen war, die Menschen zum Verlassen der Höhle zu bewegen, wurde Rauch in das Innere geleitet. Die meisten Eingeschlossenen starben an Rauchvergiftung.

Heute erinnert ein Ossuarium in der großen Höhlenhalle an die Opfer. Dadurch ist die Melidoni-Höhle nicht nur eine Natursehenswürdigkeit, sondern auch ein wichtiger Gedenkort der kretischen Geschichte.

Für wen lohnt sich die Melidoni-Höhle?

Die Höhle eignet sich besonders für Besucher, die sich sowohl für Natur als auch für Geschichte interessieren. Auch Familien können die Höhle gut besuchen, da der zugängliche Bereich übersichtlich ist. Festes Schuhwerk ist dennoch empfehlenswert, da die Wege und Treppen stellenweise feucht oder rutschig sein können.

Wer im Raum Rethymno Urlaub macht, sollte die Melidoni-Höhle nach Möglichkeit in einen Tagesausflug einbauen. Sie ist weniger kommerzialisiert als die Zeus-Höhle auf der Lassithi-Hochebene und bietet trotzdem einen sehr interessanten und abwechslungsreichen Besuch.

Melidoni-Höhle mit weiteren Zielen verbinden

Der Besuch lässt sich gut mit dem Töpferdorf Margarites verbinden. Auch Perama, Panormo, Bali und die Küste nördlich von Rethymno liegen nicht weit entfernt. Dadurch eignet sich die Höhle hervorragend als Bestandteil eines halben oder ganzen Ausflugstages.

Weitere Höhlen

Skotino-Höhle

Die Skotino-Höhle zählt zu den größten Höhlen Kretas und besitzt ebenfalls eine lange Geschichte. Bereits in der minoischen Zeit wurde sie als Kultstätte genutzt. Aufgrund ihrer Größe und ihrer archäologischen Bedeutung gehört sie zu den interessantesten Höhlen der Insel, wird jedoch deutlich seltener besucht als die bekannten Zeus-Höhlen oder die Melidoni-Höhle.

Agia-Paraskevi-Höhle

Die kleine Agia-Paraskevi-Höhle besitzt vor allem religiöse Bedeutung. Wie viele Höhlen auf Kreta beherbergt sie eine kleine Kapelle und wird noch heute gelegentlich für kirchliche Feiern genutzt.

Welche Höhle lohnt sich am meisten?

Welche Höhle die schönste ist, hängt von den eigenen Interessen ab. Wer beeindruckende Tropfsteine und die griechische Mythologie erleben möchte, sollte die Zeus-Höhle auf der Lassithi-Hochebene besuchen. Trotz der inzwischen hohen Eintrittspreise gehört sie zu den spektakulärsten Höhlen der Insel.

Wer dagegen Ruhe und Natur bevorzugt, wird die Ideon-Andron-Höhle auf der Nida-Hochebene oft angenehmer finden. Die lange Anfahrt führt durch eine eindrucksvolle Berglandschaft, Besucher gibt es deutlich weniger und die Atmosphäre wirkt ursprünglicher.

Die Melidoni-Höhle verbindet beeindruckende Tropfsteine mit einem wichtigen Kapitel der kretischen Geschichte. Für viele Besucher zählt sie deshalb zu den interessantesten Höhlen der Insel.

Die Höhlen von Matala nehmen eine Sonderstellung ein. Sie sind weder eine Tropfsteinhöhle noch ein archäologisches Heiligtum der Minoer, sondern künstlich angelegte Grabkammern, die später durch die Hippiebewegung weltbekannt wurden.

Praktische Tipps für den Höhlenbesuch

  • Besuchen Sie beliebte Höhlen möglichst früh am Vormittag. Besonders die Zeus-Höhle auf der Lassithi-Hochebene ist im Sommer oft sehr voll.
  • Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Wege und Treppen können rutschig sein.
  • In den Höhlen ist es auch im Hochsommer deutlich kühler als draußen. Eine leichte Jacke kann angenehm sein.
  • Nehmen Sie ausreichend Trinkwasser mit, besonders wenn ein längerer Fußweg bis zum Höhleneingang zurückgelegt werden muss.
  • Informieren Sie sich vor dem Besuch über aktuelle Öffnungszeiten. Einige Höhlen sind saisonal geöffnet oder haben feste Ruhetage.
  • Fotografieren ist in den meisten Schauhöhlen erlaubt, auf Blitzlicht sollte – falls möglich – verzichtet werden.

FAQ – Höhlen auf Kreta

Welche Höhle ist die bekannteste auf Kreta?

Die bekannteste Höhle ist die Dikteon-Andron-Höhle bei Psychro auf der Lassithi-Hochebene. Nach einer antiken Überlieferung wurde hier Zeus geboren.

Gibt es wirklich zwei Zeus-Höhlen?

Ja. Neben der Höhle bei Psychro spielt auch die Ideon-Andron-Höhle auf der Nida-Hochebene eine wichtige Rolle in der griechischen Mythologie. Je nach Überlieferung wurde Zeus dort geboren oder wuchs dort auf.

Welche Höhle eignet sich für Familien?

Die Melidoni-Höhle eignet sich gut für Familien, da der Weg kurz ist und die Höhle übersichtlich gestaltet wurde. Zur Zeus-Höhle bei Psychro führt dagegen ein längerer und teilweise steiler Fußweg.

Welche Höhle ist kostenlos?

Die Ideon-Andron-Höhle auf der Nida-Hochebene kann kostenlos besucht werden. Für viele andere Schauhöhlen wird Eintritt erhoben.

Wie kalt ist es in den Höhlen?

Die Temperaturen liegen deutlich unter den sommerlichen Außentemperaturen. Gerade an heißen Tagen ist ein Höhlenbesuch deshalb eine angenehme Abwechslung.

Fazit

Die Höhlen Kretas gehören zu den abwechslungsreichsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Kaum ein anderes Ausflugsziel verbindet Natur, Geschichte, Archäologie und griechische Mythologie so eindrucksvoll. Von den berühmten Zeus-Höhlen über die geschichtsträchtige Melidoni-Höhle bis zu den außergewöhnlichen Höhlen von Matala bietet jede ihren eigenen Charakter.

Unser Tipp: Planen Sie den Höhlenbesuch nicht als einzelnen Programmpunkt, sondern verbinden Sie ihn mit weiteren Sehenswürdigkeiten der Umgebung. So lassen sich beispielsweise die Zeus-Höhle und die Lassithi-Hochebene, die Ideon-Andron-Höhle und die Nida-Hochebene oder die Melidoni-Höhle und das Töpferdorf Margarites hervorragend zu einem abwechslungsreichen Tagesausflug kombinieren.