Die windigste Insel Griechenlands liegt in der Ägäis. Vor allem in den Sommermonaten prägt ein starker, trockener Nordwind das Wetter: der Meltemi. Für manche Reisende ist er angenehm kühlend, für andere eine Herausforderung beim Baden oder bei Fährfahrten.
Doch welche Insel ist tatsächlich die windigste? Und was bedeutet das konkret für den Urlaub?
Was ist der Meltemi?
Der Meltemi ist ein saisonaler Nord- bis Nordwestwind, der vor allem von Juni bis September über der Ägäis weht. Er entsteht durch Druckunterschiede zwischen dem Balkan und dem östlichen Mittelmeer.
Typische Eigenschaften:
- konstant und oft mehrere Tage anhaltend
- trocken und kühlend
- stärker in der offenen Ägäis als an der Küste
Besonders betroffen sind die Kykladen.
Welche Insel gilt als die windigste?
Als windigste Insel Griechenlands gilt in der Praxis Mykonos. Die Insel ist bekannt für:
- sehr konstante Winde im Sommer
- wenig Schutz durch Berge
- offene Lage in der Ägäis
Auch Paros, Naxos und Ikaria gehören zu den besonders windreichen Inseln, doch Mykonos wird regelmäßig als Spitzenreiter genannt.
Warum ist Mykonos besonders windig?
Mykonos besitzt kaum hohe Berge oder bewaldete Flächen, die den Wind bremsen könnten. Die Insel liegt zudem relativ exponiert zwischen anderen Kykladeninseln.
Das führt dazu, dass:
- der Meltemi nahezu ungehindert über die Insel zieht
- Windgeschwindigkeiten häufig über 30 km/h liegen
- Böen deutlich stärker ausfallen können
Der Wind ist so prägend, dass viele traditionelle Windmühlen auf Mykonos genau deshalb errichtet wurden.
Weitere sehr windige Inseln Griechenlands
Paros
Paros ist fast ebenso windig wie Mykonos, vor allem an der West- und Nordküste. Die Insel ist ein Hotspot für Kitesurfer.
Naxos
Durch ihre Größe bietet Naxos etwas mehr geschützte Buchten, dennoch ist der Wind im Sommer stark spürbar.
Ikaria
Ikaria gilt als eine der windigsten Inseln außerhalb der Kykladen. Der Wind ist hier weniger touristisch „bekannt“, aber nicht weniger kräftig.
Vorteile von Wind im Sommer
So unangenehm Wind erscheinen mag – er hat klare Vorteile:
- angenehmere Temperaturen bei Hitze
- weniger stehende, drückende Luft
- ideale Bedingungen für Wassersport
- geringere Mückenbelastung
Gerade bei Temperaturen über 30 °C empfinden viele Urlauber den Wind als großen Pluspunkt.
Nachteile für Badeurlauber
Der Wind bringt jedoch auch Nachteile:
- Wellengang an offenen Stränden
- kühleres Wassergefühl
- Sandverwehungen
- Fährverspätungen bei starkem Meltemi
Besonders kleine Kinder und empfindliche Badegäste empfinden den Wind oft als störend.
Welche Strände sind windgeschützt?
Auf windigen Inseln lohnt es sich, die Leeseite zu kennen. Diese wechselt je nach Windrichtung, liegt beim Meltemi jedoch meist im Süden.
Typische windgeschützte Strände:
- Südküste von Mykonos
- Süd- und Ostküste von Paros
- Südwesten von Naxos
Hier ist das Meer oft deutlich ruhiger.
Für wen eignen sich windige Inseln?
Windige Inseln sind ideal für:
- Kitesurfer und Windsurfer
- aktive Urlauber
- Reisende, die Hitze schlecht vertragen
Weniger geeignet sind sie für:
- reinen Badeurlaub ohne Bewegung
- Familien mit sehr kleinen Kindern
- ruhige Strandtage ohne Wellengang
Unterkünfte auf windigen Inseln
Bei der Wahl der Unterkunft spielt die Lage eine wichtige Rolle. Geschützte Buchten oder Orte im Inselinneren sind oft deutlich angenehmer.
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Fortbewegung bei starkem Wind
Roller und kleine Motorräder sind bei starkem Wind nicht ideal. Viele Reisende entscheiden sich deshalb für:
- Mietwagen
- öffentliche Busse
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Fazit: Windigste Insel Griechenlands
Als windigste Insel Griechenlands gilt Mykonos, dicht gefolgt von Paros, Naxos und Ikaria. Der Meltemi prägt den Sommerurlaub stark – mit Vor- und Nachteilen.
Wer sich darauf einstellt und die richtige Unterkunft sowie Strände wählt, kann auch auf sehr windigen Inseln einen angenehmen Urlaub verbringen.