Hitze & Hitzewellen in Griechenland

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Hitze in Griechenland auf einen Blick

  • besonders heiß wird es meistens im Juli und August
  • Hitzewellen können bereits im Juni auftreten und bis in den September reichen
  • im Landesinneren und in Großstädten ist die Belastung häufig größer als unmittelbar an der Küste
  • Besichtigungen, Wanderungen und Sport möglichst auf den frühen Morgen oder Abend legen
  • regelmäßig trinken und Alkohol während großer Hitze möglichst vermeiden
  • Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke benötigen besonderen Schutz
  • Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit oder Krampfanfälle können auf einen Hitzschlag hinweisen
  • ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall – in Griechenland gilt die Notrufnummer 112

Hitze und Hitzewellen: Tipps für Urlauber

Griechenland ist für sonnige Sommer, lange Trockenperioden und hohe Temperaturen bekannt. Besonders im Juli und August kann es mehrere Tage hintereinander sehr heiß werden. Während einer ausgeprägten Hitzewelle sind auf dem Festland örtlich Temperaturen von mehr als 40 Grad möglich. Auch auf den Inseln kann die Wärme für Urlauber belastend werden, selbst wenn Wind und Meeresnähe zeitweise für etwas Abkühlung sorgen.

Hohe Temperaturen sind nicht nur unangenehm. Sie können zu Flüssigkeitsmangel, Kreislaufproblemen, Hitzeerschöpfung oder einem lebensgefährlichen Hitzschlag führen. Das Risiko steigt, wenn sich Urlauber körperlich anstrengen, zu wenig trinken oder sich über längere Zeit ungeschützt in der Sonne aufhalten.

Unterkünfte in Griechenland

Während der heißen Sommermonate sind eine funktionierende Klimaanlage, gute Verschattung und ein Kühlschrank besonders hilfreich. Vor der Buchung sollte geprüft werden, ob eine Klimaanlage im Preis enthalten ist und in allen Zimmern zur Verfügung steht.

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Mit einer vernünftigen Tagesplanung lässt sich ein Sommerurlaub in Griechenland dennoch gut gestalten. Wichtig sind regelmäßige Pausen, ausreichend Flüssigkeit, Sonnenschutz und die Bereitschaft, geplante Aktivitäten bei extremer Hitze zu verschieben. Amtliche Warnungen und örtliche Anweisungen sollten immer ernst genommen werden.

Frau am Strand während großer Hitze in Griechenland

Wann ist es in Griechenland besonders heiß?

Die höchsten Temperaturen treten üblicherweise im Hochsommer auf. Juli und August sind in vielen Regionen die heißesten Monate. Hitzewellen können jedoch bereits im Juni beginnen und bis in den September reichen. In einzelnen Jahren wurden auch außerhalb dieses Zeitraums ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen.

Eine Hitzewelle bedeutet nicht nur einen einzelnen heißen Nachmittag. Problematisch sind vor allem mehrere aufeinanderfolgende Tage mit hohen Tages- und Nachttemperaturen. Kühlt es nachts nur wenig ab, kann sich der Körper schlechter erholen. Dies betrifft insbesondere Menschen in dicht bebauten Städten und in Unterkünften ohne wirksame Verschattung oder Klimaanlage.

Angaben wie „im Sommer sind es durchschnittlich 35 bis 40 Grad“ sind zu pauschal. Die tatsächlichen Temperaturen unterscheiden sich erheblich nach Region, Höhenlage, Entfernung vom Meer, Windrichtung und Wetterlage. Ein Küstenort auf einer windigen Kykladeninsel kann sich ganz anders anfühlen als das Zentrum von Athen oder eine Ebene im griechischen Landesinneren.

Ausflüge und Eintrittskarten in Griechenland

Geführte Touren und Eintrittskarten lassen sich teilweise vorab buchen. Im Hochsommer sind frühe Startzeiten meist die angenehmste Wahl. Vor der Buchung sollten Dauer, Treffpunkt, Schattenmöglichkeiten und Stornierungsbedingungen geprüft werden.

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Welche Regionen sind besonders von Hitze betroffen?

Athen und andere Großstädte

In Athen kann die sommerliche Hitze besonders belastend sein. Straßen, Häuser und andere versiegelte Flächen speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts langsam wieder ab. Dadurch bleibt es im Stadtzentrum häufig auch nach Sonnenuntergang sehr warm.

Bei extremer Hitze können archäologische Stätten ihre Öffnungszeiten ändern oder während der heißesten Stunden vorübergehend schließen. Wer die Sehenswürdigkeiten von Athen besuchen möchte, sollte aktuelle Hinweise kontrollieren und möglichst früh beginnen. Lange Warteschlangen und unbeschattete Flächen erhöhen die Belastung zusätzlich.

Auch Thessaloniki und andere größere Städte können sich stark aufheizen. Eine Unterkunft mit funktionierender Klimaanlage oder guter nächtlicher Lüftungsmöglichkeit ist dort im Hochsommer besonders wichtig.

Griechisches Festland und Peloponnes

Im Landesinneren fehlt häufig die kühlende Wirkung des Meeres. In tiefer gelegenen Ebenen und geschützten Tälern können die Temperaturen deshalb sehr hoch steigen. Gleichzeitig gibt es in vielen Gebäuden, Fahrzeugen und kleineren Geschäften eine Klimaanlage.

Bergregionen sind nicht automatisch ungefährlich. In größeren Höhen ist es meist kühler, aber die Sonneneinstrahlung kann intensiv sein. Wanderwege bieten zudem nicht überall Schatten oder Wasserstellen. Auch im Gebirge müssen Trinkwasser, Kopfbedeckung und Sonnenschutz mitgenommen werden.

Kreta, Rhodos und Kos

Auf südlichen Inseln wie Kreta, Rhodos und Kos sind lange heiße Sommer normal. Unmittelbar an der Küste kann Wind die gefühlte Belastung verringern. Im windgeschützten Landesinneren, in Schluchten und zwischen dicht stehenden Gebäuden kann es dagegen erheblich heißer wirken.

Wind sollte nicht unterschätzt werden: Die Haut fühlt sich dadurch möglicherweise kühler an, obwohl Sonneneinstrahlung und Flüssigkeitsverlust weiterhin hoch sind. Urlauber bemerken dann manchmal erst spät, dass sie zu wenig getrunken oder einen Sonnenbrand bekommen haben.

Kykladen und andere Ägäisinseln

Auf vielen Inseln der Kykladen sorgt der sommerliche Meltemi zeitweise für kräftigen Wind. Dieser kann die Hitze erträglicher machen, erhöht aber auch die Waldbrandgefahr und erschwert mitunter den Fährverkehr.

Viele Kykladeninseln sind trocken und besitzen wenig natürlichen Schatten. Wer dort zu Fuß unterwegs ist, sollte nicht darauf vertrauen, unterwegs einen schattigen Rastplatz oder eine geöffnete Taverne zu finden.

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Warum Hitze für Touristen besonders belastend sein kann

Der menschliche Körper benötigt Zeit, um sich an hohe Temperaturen zu gewöhnen. Urlauber kommen häufig aus einem deutlich kühleren Klima und beginnen sofort mit Besichtigungen, Strandtagen oder Wanderungen. Gerade während der ersten Reisetage fehlt oft die körperliche Anpassung.

Zusätzliche Belastungen entstehen durch Schlafmangel nach der Anreise, Alkohol, ungewohnte Mahlzeiten, körperliche Anstrengung und zu wenig Flüssigkeit. Auch eine Klimaanlage kann indirekt eine Rolle spielen: Wer sich lange in einem stark gekühlten Raum aufhält und anschließend direkt in die Mittagshitze geht, empfindet den Temperaturwechsel als besonders anstrengend.

Hitze kann jeden Menschen treffen. Auch junge, sportliche und gesunde Urlauber können bei einer Wanderung oder sportlichen Aktivität eine Hitzeerschöpfung entwickeln. Besonders gefährdet sind jedoch:

  • Babys und kleine Kinder
  • ältere Menschen
  • Schwangere
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Menschen mit Diabetes oder einer Nierenerkrankung
  • Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit
  • Menschen, die regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen
  • Urlauber, die wandern, Rad fahren oder körperlich arbeiten

Chronisch kranke Reisende sollten ihre Medikamente nicht eigenständig verändern oder absetzen. Manche Arzneimittel können den Flüssigkeitshaushalt, die Schweißbildung oder die Reaktion des Körpers auf Hitze beeinflussen. Wer eine Herz-, Nieren- oder Stoffwechselerkrankung hat, sollte bereits vor der Reise ärztlich klären, welche Trinkmenge und welche Vorsichtsmaßnahmen individuell sinnvoll sind. Die allgemeine Empfehlung, bei Hitze möglichst viel zu trinken, gilt nicht unbegrenzt für jeden Patienten.

Hitzeerschöpfung und Hitzschlag unterscheiden

Eine Hitzeerschöpfung und ein Hitzschlag sind nicht dasselbe. Eine Hitzeerschöpfung entsteht häufig durch eine Kombination aus Überhitzung, körperlicher Belastung sowie dem Verlust von Flüssigkeit und Salzen. Sie ist ein ernstes Warnsignal und kann sich zu einem Hitzschlag entwickeln.

Mögliche Anzeichen einer Hitzeerschöpfung

  • starke Müdigkeit oder Schwäche
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel oder Unsicherheit beim Gehen
  • starker Durst
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • starkes Schwitzen
  • blasse oder feuchte Haut
  • Muskelkrämpfe
  • schneller Puls oder schnelle Atmung

Bei diesen Beschwerden sollte die betroffene Person sofort aus der Hitze gebracht werden. Sinnvoll ist ein kühler, schattiger oder klimatisierter Ort. Überflüssige Kleidung sollte entfernt und die Haut mit kühlem Wasser, feuchten Tüchern oder vorsichtigem Fächeln gekühlt werden.

Ist die Person vollständig wach, kann sie in kleinen Portionen Wasser oder ein geeignetes Rehydratationsgetränk trinken. Sie sollte nicht allein bleiben. Bessern sich die Beschwerden trotz Kühlung und Flüssigkeit nicht rasch oder werden sie stärker, ist medizinische Hilfe erforderlich.

Warnzeichen eines Hitzschlags

Ein Hitzschlag ist ein akuter medizinischer Notfall. Der Körper kann seine Temperatur nicht mehr ausreichend regulieren. Typische Warnzeichen können sein:

  • Verwirrtheit oder auffällige Orientierungslosigkeit
  • unsicheres, unkoordiniertes Verhalten
  • sehr hohe Körpertemperatur
  • schnelle Atmung oder Atemnot
  • sehr schneller Herzschlag
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit
  • heiße Haut; fehlendes Schwitzen kann auftreten, muss aber nicht immer vorhanden sein

Bei Verdacht auf Hitzschlag sofort 112 anrufen

Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit oder eine deutliche Verschlechterung sind Alarmsignale. Die betroffene Person muss sofort gekühlt werden, während medizinische Hilfe unterwegs ist.

  • Person aus der Sonne an einen kühlen Ort bringen
  • überflüssige Kleidung entfernen
  • Haut mit kühlem Wasser und feuchten Tüchern kühlen
  • kühle Packungen in ein Tuch wickeln und an Hals oder Achseln auflegen
  • bewusstlosen Personen nichts zu trinken geben
  • Atmung kontrollieren und Anweisungen der Leitstelle befolgen

Die europaweit gültige Notrufnummer 112 funktioniert auch in Griechenland. Zusätzlich ist der griechische Rettungsdienst unter 166 erreichbar. Für ausländische Urlauber ist 112 in der Regel die einfachste Nummer.

Ausführliche Hinweise zu den Unterschieden und Notfallmaßnahmen bietet unsere Seite über Sonnenstich und Hitzschlag in Griechenland.

Richtig trinken bei großer Hitze

Während heißer Tage sollte regelmäßig getrunken werden, bevor ein starker Durst entsteht. Wasser ist für die meisten Urlauber die beste Grundlage. Wer über längere Zeit stark schwitzt, kann zusätzlich ein geeignetes Elektrolyt- oder Rehydratationsgetränk verwenden.

Sehr große Mengen Wasser in kurzer Zeit sind nicht sinnvoll. Besser sind kleinere Mengen in regelmäßigen Abständen. Alkohol fördert Fehlentscheidungen und kann den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich belasten. Besonders vor Wanderungen, Bootsausflügen und längeren Besichtigungen sollte Alkohol vermieden werden.

Salzige Lebensmittel oder Elektrolytgetränke können nach starkem Schwitzen hilfreich sein. Die pauschale Empfehlung, bei Hitze viel Salz zu essen, ist jedoch ungeeignet. Menschen mit Bluthochdruck, Herzschwäche oder Nierenerkrankungen müssen möglicherweise auf ihre Salz- und Flüssigkeitszufuhr achten und sollten ärztliche Vorgaben befolgen.

Leichte Mahlzeiten werden bei großer Hitze häufig besser vertragen als sehr fettige und große Portionen. Obst, Gemüse, Joghurt, Salate und andere leichte Gerichte liefern zusätzlich Flüssigkeit. Informationen über fleischlose Gerichte gibt es auf unserer Seite über vegetarisches Essen in Griechenland.

Kleidung und Sonnenschutz

Lockere, helle und möglichst luftdurchlässige Kleidung ist bei großer Hitze angenehmer als eng anliegende Kleidung. Dünne Stoffe sollten dennoch einen ausreichenden Schutz vor ultravioletter Strahlung bieten. Besonders bei längeren Ausflügen kann ein leichtes Oberteil mit langen Ärmeln sinnvoller sein als unbedeckte Haut.

Eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe schützt Gesicht, Ohren und Nacken. Eine Sonnenbrille sollte einen geeigneten UV-Schutz besitzen. Weitere Hinweise zur Auswahl und zu den Preisen vor Ort gibt es auf unserer Seite über Sonnencreme in Griechenland.

Sonnencreme sollte nicht erst am Strand aufgetragen werden, sondern rechtzeitig vor dem Aufenthalt im Freien. Nach dem Baden, starkem Schwitzen oder Abtrocknen muss der Schutz erneuert werden. Auch als wasserfest bezeichnete Produkte wirken nicht unbegrenzt.

Schultern, Ohren, Nase, Fußrücken und Lippen werden häufig vergessen. Kinder benötigen einen besonders zuverlässigen Schutz. Babys sollten direkter Sonne möglichst überhaupt nicht ausgesetzt werden.

Den Tagesablauf an die Hitze anpassen

In Griechenland beginnt das öffentliche Leben im Sommer häufig früher am Morgen und verlagert sich am Abend nach hinten. Urlauber können sich an diesem Rhythmus orientieren. Besichtigungen, Einkäufe, Spaziergänge und sportliche Aktivitäten sind am frühen Morgen wesentlich angenehmer als am Nachmittag.

Die heißesten Stunden liegen nicht überall exakt zwischen 12 und 16 Uhr. Je nach Region und Wetterlage kann die höchste Temperatur erst am späten Nachmittag erreicht werden. Deshalb sollte man sich nicht allein nach der Uhr richten, sondern auch die aktuelle Vorhersage und die gefühlte Temperatur beachten.

Ein sinnvoller Tagesplan während einer Hitzewelle kann beispielsweise so aussehen:

  • frühes Frühstück und Beginn von Ausflügen am Morgen
  • Rückkehr zur Unterkunft vor der stärksten Hitze
  • Mittagspause in einem kühlen oder klimatisierten Raum
  • erneute Aktivitäten erst am späten Nachmittag oder Abend
  • regelmäßige Trink- und Erholungspausen

Bereits gebuchte Ausflüge sollten nicht um jeden Preis durchgeführt werden. Bei einer amtlichen Hitzewarnung kann es vernünftig sein, eine Wanderung oder eine längere Besichtigung zu verschieben. Vor einer Buchung lohnt sich ein Blick auf die Stornierungsbedingungen.

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Sehenswürdigkeiten bei großer Hitze besuchen

Viele archäologische Anlagen bieten nur wenig Schatten. Steinflächen reflektieren zusätzlich Wärme, und die Wege können länger sein, als sie auf einem Plan erscheinen. Das gilt unter anderem für die Akropolis in Athen, antike Stätten auf dem Peloponnes und größere Ausgrabungsstätten auf den Inseln.

Wer eine solche Sehenswürdigkeit besichtigen möchte, sollte möglichst den ersten verfügbaren Eintrittstermin wählen. Trinkwasser, Kopfbedeckung und leichte Kleidung gehören zur Grundausstattung. Auf einen ausreichenden Vorrat sollte man sich nicht erst am Eingang verlassen, da Verkaufsstellen geschlossen oder stark besucht sein können.

Bei extremer Hitze können Behörden Öffnungszeiten kurzfristig verkürzen oder Anlagen zeitweise schließen. Maßgeblich sind die aktuellen Hinweise vor Ort. Eine im Voraus gekaufte Eintrittskarte garantiert nicht, dass eine Sehenswürdigkeit während einer amtlichen Schließung geöffnet bleibt.

Museen, Kirchen und klimatisierte Innenräume können während der heißen Stunden eine gute Alternative sein. Allerdings sind nicht sämtliche historischen Gebäude klimatisiert. Auch dort sollte ausreichend getrunken werden.

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Wandern während einer Hitzewelle

Wanderungen gehören zu den Aktivitäten mit dem höchsten Hitzerisiko. Auf vielen griechischen Wegen gibt es kaum Schatten, keine verlässlichen Wasserstellen und nur eingeschränkten Mobilfunkempfang. Die Entfernungen werden leicht unterschätzt, besonders wenn der Rückweg bergauf führt.

Während einer ausgeprägten Hitzewelle sollte auf längere Wanderungen möglichst verzichtet werden. Das gilt insbesondere für Schluchten, offene Bergwege und abgelegene Küstenpfade. In einer Schlucht kann sich die Wärme stauen, während felsige Flächen zusätzliche Hitze abstrahlen.

Wer bei normalen Sommertemperaturen wandert, sollte sehr früh beginnen und genügend Wasser mitnehmen. Für eine längere Tour sind mindestens 2 Liter pro Person häufig nur die Untergrenze. Die tatsächlich benötigte Menge hängt von Dauer, Temperatur, Körpergewicht, Erkrankungen und Strecke ab.

Weitere wichtige Maßnahmen sind:

  • Route und voraussichtliche Rückkehrzeit in der Unterkunft hinterlassen
  • möglichst nicht allein wandern
  • geladenes Mobiltelefon und Powerbank mitnehmen
  • Offline-Karte oder geeignete Wanderkarte speichern
  • feste Schuhe, Kopfbedeckung und Sonnenschutz tragen
  • regelmäßig kleine Mengen trinken
  • bei Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnlicher Schwäche sofort umkehren

Viele Anregungen und weiterführende Hinweise enthält unsere Seite über das Wandern auf griechischen Inseln. Für Kreta gibt es zusätzlich einen ausführlichen Überblick über Wanderungen auf Kreta.

Baden und Abkühlung im Meer

Das Meer oder ein Swimmingpool kann für Abkühlung sorgen, schützt aber nicht automatisch vor Überhitzung oder Sonnenbrand. Beim Schwimmen sind Gesicht, Schultern und Rücken weiterhin intensiver Strahlung ausgesetzt. Im Wasser wird die Wärme häufig weniger stark wahrgenommen, sodass Badegäste länger in der Sonne bleiben als geplant.

Die frühere Pauschalregel, nach jeder Mahlzeit grundsätzlich lange mit dem Baden zu warten, ist in dieser Form nicht erforderlich. Nach einer sehr großen Mahlzeit, bei Unwohlsein, nach Alkoholkonsum oder bei Kreislaufproblemen sollte man jedoch nicht schwimmen. Niemand sollte erschöpft oder allein weit ins offene Meer hinausgehen.

Ein abrupter Sprung in kaltes Wasser kann den Kreislauf belasten. Wer stark aufgeheizt ist, sollte langsam ins Wasser gehen und den Körper zunächst vorsichtig abkühlen. Bei Schwindel oder Schwäche muss das Wasser sofort verlassen werden.

Kinder dürfen auch an einem flachen und vermeintlich sicheren Strand nicht unbeaufsichtigt bleiben. Luftmatratzen und aufblasbare Tiere können bei Wind schnell vom Ufer abgetrieben werden.

Hitze im Auto

Ein geparktes Fahrzeug kann sich innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen. Kinder, ältere Menschen und Tiere dürfen auch bei leicht geöffnetem Fenster niemals allein im Auto zurückgelassen werden.

Vor dem Einsteigen kann das Fahrzeug kurz durchgelüftet werden. Eine Klimaanlage verbessert die Sicherheit und Konzentrationsfähigkeit, sollte aber nicht extrem kalt eingestellt werden. Ausreichend Wasser gehört bei jeder längeren Fahrt ins Auto, besonders wenn abgelegene Regionen besucht werden.

Bei großer Hitze können Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Wer sich nicht wohlfühlt, sollte eine Pause einlegen und nicht versuchen, das Ziel unbedingt noch zu erreichen.

Wasserflaschen sollten nicht dauerhaft in direkter Sonne liegen. Medikamente dürfen ebenfalls nicht in einem heißen Auto aufbewahrt werden. Die zulässigen Lagertemperaturen stehen in der Packungsbeilage.

Hotelzimmer und Ferienwohnung kühl halten

Eine Unterkunft mit Klimaanlage ist während einer Hitzewelle ein deutlicher Vorteil. Vor der Buchung sollte geprüft werden, ob die Klimaanlage tatsächlich im Schlafzimmer vorhanden ist und ob für ihre Nutzung zusätzliche Gebühren verlangt werden.

Während des Tages sollten Fensterläden, Rollos oder Vorhänge auf der Sonnenseite geschlossen bleiben. Gelüftet wird am besten am späten Abend, nachts oder früh am Morgen, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur im Zimmer.

Die Klimaanlage muss nicht auf eine sehr niedrige Temperatur eingestellt werden. Ein stark überkühlter Raum ist unangenehm und erhöht den Temperaturunterschied beim Verlassen der Unterkunft. Eine mäßige Einstellung, die zuverlässig für Erholung und Schlaf sorgt, ist meist sinnvoller.

Ventilatoren bewegen die Luft und können bei mäßiger Hitze angenehm sein. Bei extrem hohen Raumtemperaturen reichen sie möglicherweise nicht als alleinige Kühlung aus. Wer in seiner Unterkunft trotz aller Maßnahmen nicht abkühlen kann, sollte mehrere Stunden an einem kühleren Ort verbringen.

Medikamente bei Hitze richtig aufbewahren

Viele Medikamente müssen unterhalb einer bestimmten Temperatur gelagert werden. Besonders empfindlich können unter anderem Insulin, bestimmte Augentropfen, Zäpfchen und flüssige Arzneimittel sein. Sie dürfen nicht ungeschützt im Auto, auf dem Balkon oder in direkter Sonne liegen.

Ein Hotelkühlschrank ist nicht automatisch für jedes Medikament geeignet. Einige Präparate dürfen nicht gefrieren und sollten keinen direkten Kontakt mit einem Kühlelement haben. Maßgeblich sind die Packungsbeilage sowie die Hinweise von Arzt oder Apotheke.

Wer dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte vor der Reise klären, ob besondere Transport- oder Lagerungsbedingungen gelten. Medikamente dürfen während einer Hitzewelle nicht eigenständig abgesetzt oder in ihrer Dosierung verändert werden.

Hitze und Waldbrandgefahr

Lange Trockenheit, hohe Temperaturen und kräftiger Wind erhöhen die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. Hitze allein löst zwar nicht jeden Brand aus, schafft aber Bedingungen, unter denen sich ein Feuer schnell ausbreiten kann.

In gefährdeten Regionen können Waldwege, Naturschutzgebiete und Zufahrtsstraßen vorübergehend geschlossen werden. Grillen, offenes Feuer und andere Tätigkeiten mit Funkenflug sind während hoher Gefahrenstufen streng zu vermeiden. Auch Zigaretten dürfen nicht achtlos weggeworfen werden.

Urlauber sollten Warnmeldungen verfolgen und Evakuierungsanweisungen unverzüglich befolgen. Ausführliche Informationen enthält unser Artikel über Waldbrände in Griechenland.

Amtliche Warnungen und Notruf

Während einer Hitzewelle können Warnungen über Wetterdienste, Behörden, Nachrichten und die Unterkunft verbreitet werden. In akuten Gefahrensituationen verschickt das griechische Warnsystem Mitteilungen an Mobiltelefone, die sich im betroffenen Gebiet befinden.

Solche Nachrichten sollten vollständig gelesen und nicht als gewöhnliche Werbung weggewischt werden. Sie können Hinweise zu Waldbränden, extremem Wetter, Evakuierungen oder gesperrten Gebieten enthalten.

Die wichtigste Notrufnummer ist 112. Sie gilt in der gesamten Europäischen Union und kann in Griechenland bei medizinischen Notfällen, Feuer und anderen akuten Gefahren verwendet werden. Weitere grundlegende Hinweise finden sich auf unserer Seite über die Sicherheit in Griechenland.

Häufige Fragen zur Hitze in Griechenland

Wann ist es in Griechenland am heißesten?

Juli und August sind normalerweise die heißesten Monate. Ausgeprägte Hitzewellen können jedoch auch im Juni oder September auftreten. Die genaue Belastung unterscheidet sich nach Region, Höhenlage, Wind und Entfernung zum Meer.

Sind die griechischen Inseln kühler als Athen?

An der Küste kann Wind die Hitze erträglicher machen. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Inseln grundsätzlich kühl sind. Windgeschützte Orte auf Kreta, Rhodos oder anderen Inseln können sehr heiß werden. Inseln mit wenig Vegetation bieten zudem häufig kaum natürlichen Schatten.

Wie viel sollte man bei Hitze trinken?

Der Bedarf hängt von Körper, Aktivität, Temperatur und Gesundheitszustand ab. Gesunde Menschen sollten regelmäßig trinken und nicht erst auf starken Durst warten. Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen müssen möglicherweise eine ärztlich festgelegte Trinkmenge beachten.

Was sind Warnzeichen einer Hitzeerschöpfung?

Mögliche Anzeichen sind Schwindel, Kopfschmerzen, starke Schwäche, Übelkeit, heftiges Schwitzen, Durst und Muskelkrämpfe. Betroffene müssen an einen kühlen Ort gebracht, gekühlt und beobachtet werden. Bei ausbleibender Besserung ist medizinische Hilfe erforderlich.

Wann muss man den Notruf wählen?

Bei Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, Atemnot oder einem anderen Verdacht auf Hitzschlag muss sofort die Notrufnummer 112 gewählt werden. Bewusstlosen Personen darf nichts eingeflößt werden.

Sollte man bei einer Hitzewelle wandern?

Längere Wanderungen sollten während extremer Hitze möglichst verschoben werden. Wer bei normalen Sommertemperaturen wandert, sollte sehr früh starten, ausreichend Wasser mitnehmen, die Route mitteilen und nicht allein in abgelegene Gebiete gehen.

Kann man während großer Hitze baden?

Ja, sofern man sich körperlich wohlfühlt und die Bedingungen sicher sind. Stark aufgeheizte Personen sollten langsam ins Wasser gehen. Alkohol, Erschöpfung, Schwindel und Alleinschwimmen erhöhen das Risiko.

Reicht ein Ventilator im Hotelzimmer?

Bei mäßiger Wärme kann ein Ventilator angenehm sein. Bei extrem hohen Raumtemperaturen ist er möglicherweise nicht ausreichend. Dann sollte ein klimatisierter oder deutlich kühlerer Ort aufgesucht werden.

Fazit

Hitze und Hitzewellen gehören im Sommer zu den wichtigsten Gesundheitsrisiken einer Griechenlandreise. Besonders im Juli und August können hohe Temperaturen mehrere Tage anhalten. Urlauber sollten ihren Tagesablauf anpassen, früh mit Aktivitäten beginnen, regelmäßig trinken und während der heißesten Stunden einen kühlen Ort aufsuchen.

Schwindel, Übelkeit und starke Schwäche dürfen nicht ignoriert werden. Verwirrtheit, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit können auf einen Hitzschlag hinweisen und erfordern sofortige medizinische Hilfe über die Notrufnummer 112.

Wer Warnungen beachtet und an besonders heißen Tagen auf anstrengende Aktivitäten verzichtet, kann das Risiko deutlich reduzieren. Im Zweifel ist eine zusätzliche Pause, ein abgebrochener Ausflug oder eine ärztliche Untersuchung vernünftiger als das Festhalten am ursprünglichen ReiseplanWeitere Informationen zu Gefahren in Griechenland

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