Griechenland verbinden die meisten Reisenden mit Meer, Inseln und Küsten. Dabei gibt es auch mehrere größere Süßwasserseen auf dem Festland – und sogar einen bekannten See auf einer Insel. Wer Urlaub plant, sucht oft nach schnellen Fakten: Welcher ist der größte See Griechenlands? Und: Gibt es einen „größten See“ auf einer griechischen Insel?
In diesem Artikel bekommst du eine klare Antwort – plus Hintergrundwissen, warum es auf Inseln fast keine großen Seen gibt. Außerdem: Was man als Urlauber an Seen in Griechenland realistisch machen kann (und was eher nicht).
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Der größte natürliche See Griechenlands: Trichonida-See
Der Trichonida-See (Limni Trichonida) gilt als größter natürlicher See Griechenlands. Er liegt im Westen des Landes, in der Region Ätolien-Akarnanien. Touristisch ist die Gegend deutlich ruhiger als die Küsten und Inseln – genau deshalb ist der See außerhalb Griechenlands relativ unbekannt.
Kurze Fakten zum Trichonida-See
- Typ: natürlicher Süßwassersee
- Größe: ca. 96 km² (Angaben variieren leicht je nach Quelle und Wasserstand)
- Lage: Westgriechenland (Ätolien-Akarnanien)
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen natürlichen Seen und Stauseen. Manche Stauseen sind flächenmäßig größer, zählen aber nicht als natürliche Seen. Wenn du also „größter See Griechenlands“ liest, ist fast immer der größte natürliche See gemeint – und das ist Trichonida.
Was macht man dort als Tourist?
Der Trichonida-See ist kein klassisches Ferienziel mit Promenade, Strandbars und großen Hotelzonen. Er ist eher interessant für:
- ruhige Landschaft, kleine Orte, wenig Trubel
- Naturbeobachtung (je nach Jahreszeit)
- Fotostopps und kurze Spaziergänge
Wer einen typischen Badeurlaub will, ist an der Küste meist besser aufgehoben. Wer aber gerne „Griechenland abseits der Postkartenmotive“ sieht, kann solche Regionen als Zwischenstopp auf einer Rundreise einbauen.
Der größte See auf einer griechischen Insel: Kournas-See (Kreta)
Auf griechischen Inseln sind natürliche Seen eine Seltenheit. Die bekannteste Ausnahme ist der Kournas-See auf Kreta. Er gilt als größter natürlicher See auf einer griechischen Insel.
Kurze Fakten zum Kournas-See
- Insel: Kreta
- Lage: in der Region um Georgioupoli (Westkreta)
- Typ: natürlicher Süßwassersee
- Größe: ca. 0,6 km² (je nach Wasserstand)
Ja: Im Vergleich zum Trichonida-See ist das klein. Auf Inseln ist das aber bereits „groß“, weil viele Inseln entweder gar keine Seen haben oder nur kleine Feuchtgebiete/Lagunen.
Warum ist der Kournas-See so beliebt?
Der Kournas-See ist ein typischer Halbtages-Ausflug für Urlauber auf Kreta. Man kann dort:
- am Ufer spazieren
- Tretboot fahren (je nach Saison)
- in Tavernen einkehren
- einfach eine Pause vom Strandprogramm machen
Gerade Familien mögen den See, weil er Abwechslung bietet, ohne komplizierte Anfahrt oder große Wanderung. Er liegt nicht „irgendwo im Nirgendwo“, sondern in einem Gebiet, das viele ohnehin auf dem Weg zwischen Orten an der Nordküste durchqueren.
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Warum gibt es auf griechischen Inseln kaum große Seen?
Der Grund ist schlicht Geografie und Klima. Viele griechische Inseln sind:
- relativ klein
- gebirgig oder hügelig
- im Sommer sehr trocken
Regenwasser fließt häufig schnell ins Meer ab oder versickert im Untergrund. Damit ein natürlicher See dauerhaft bestehen kann, braucht es entweder ausreichend Niederschlag, geeignete geologische Bedingungen (z. B. „Becken“ im Gelände) und eine stabile Wasserzufuhr. Diese Kombination ist auf Inseln oft nicht gegeben.
Kreta ist eine Ausnahme, weil die Insel sehr groß ist und mehrere Gebirgszüge hat. Dadurch entstehen eher Regionen, in denen Wasser länger gehalten werden kann.
Seen in Griechenland – für wen lohnt sich das?
Viele Urlauber planen Griechenland als klassischen Strandurlaub. Seen sind dann eher ein Bonus, kein Hauptziel. Sinnvoll sind Seen vor allem für:
- Rundreisen (Festland, z. B. Nord- oder Westgriechenland)
- Natur-Fans, die gern abseits der Küste unterwegs sind
- Kreta-Urlauber, die einen einfachen Tagesausflug suchen
Wer hauptsächlich Inselhopping macht, wird Seen kaum als Programmpunkt haben – außer auf Kreta (Kournas).
FAQ: Häufige Fragen
Ist der Trichonida-See größer als alle Seen auf Inseln?
Ja. Der größte Insel-See (Kournas auf Kreta) ist im Vergleich sehr klein. Das liegt daran, dass Inseln selten die geografischen Bedingungen für große Seen bieten.
Gibt es auf anderen Inseln Seen?
Es gibt auf einigen Inseln Feuchtgebiete oder kleine Lagunen. Ein „klassischer“ natürlicher See wie auf Kreta ist aber die Ausnahme.
Was ist mit Stauseen?
Einige Stauseen sind flächenmäßig größer als der Trichonida-See. In Rekord-Listen wird aber meist der größte natürliche See gesucht.
Fazit
Der Trichonida-See ist der größte natürliche See Griechenlands. Auf einer Insel ist der Kournas-See auf Kreta der wichtigste „Rekord-See“. Für viele Reisende sind Seen in Griechenland kein Hauptziel – als Ergänzung auf einer Rundreise oder als Ausflug auf Kreta können sie aber sehr gut passen.