Die politische Einteilung Griechenlands ist für Reisende, Auswanderer und alle, die sich intensiver mit dem Land beschäftigen, wichtig. Sie erklärt, wie Griechenland verwaltet wird, welche Regionen es gibt und wie sich Festland und Inseln organisatorisch unterscheiden.
Seit einer großen Verwaltungsreform ist Griechenland klar strukturiert – mit Regionen, Regionalbezirken und Gemeinden. Diese Einteilung beeinflusst unter anderem Infrastruktur, Verkehr, Tourismusförderung und öffentliche Dienstleistungen.
Überblick: Wie ist Griechenland politisch gegliedert?
Heute besteht Griechenland aus drei Verwaltungsebenen:
- 13 Regionen (Peripherien)
- 74 Regionalbezirke
- 332 Gemeinden
Diese Struktur gilt für das gesamte Land – sowohl für das Festland als auch für die griechischen Inseln.
Die 13 Regionen Griechenlands
Die Regionen (griechisch: Peripheries) bilden die höchste Verwaltungsebene. Sie sind für regionale Entwicklung, Infrastruktur, Bildung und Teile des Gesundheitswesens zuständig.
Liste der Regionen Griechenlands
- Attika
- Zentralmakedonien
- Westmakedonien
- Ostmakedonien und Thrakien
- Thessalien
- Epirus
- Westgriechenland
- Zentralgriechenland
- Peloponnes
- Ionische Inseln
- Nordägäis
- Südägäis
- Kreta
Mehrere dieser Regionen bestehen fast ausschließlich aus Inseln.
Besonderheit Attika
Die Region Attika ist politisch und wirtschaftlich besonders wichtig. Hier leben rund ein Drittel aller Einwohner Griechenlands.
Attika umfasst:
- Athen
- Piräus
- das direkte Umland der Hauptstadt
Viele nationale Behörden und Ministerien sind hier angesiedelt.
Regionale Besonderheiten auf den Inseln
Die griechischen Inseln sind politisch nicht einheitlich organisiert. Sie gehören zu unterschiedlichen Regionen, je nach Lage:
- Südägäis: Kykladen, Dodekanes
- Nordägäis: Lesbos, Chios, Samos
- Ionische Inseln: Korfu, Lefkas, Kefalonia
- Kreta: eigene Region
Diese Einteilung hat Auswirkungen auf Förderprogramme, Verkehrsplanung und Tourismusstrategien.
Regionalbezirke (zweite Verwaltungsebene)
Jede Region ist in Regionalbezirke unterteilt. Diese entsprechen grob den früheren Präfekturen.
Regionalbezirke übernehmen Aufgaben wie:
- Verwaltung lokaler Straßen
- Gesundheitsdienste
- Genehmigungen
Auf größeren Inseln wie Kreta gibt es mehrere Regionalbezirke.
Gemeinden – die lokale Ebene
Die Gemeinden bilden die kleinste Verwaltungseinheit. Sie sind für den Alltag der Bürger zuständig:
- Müllabfuhr
- Wasser- und Abwassersysteme
- lokale Bauvorschriften
- Strandpflege
Viele kleine Inseln bestehen aus nur einer einzigen Gemeinde.
Kirchliche Sonderregion: Athos
Eine Besonderheit ist der Autonome Mönchsstaat Athos im Norden Griechenlands. Er gehört formell zur Region Zentralmakedonien, besitzt jedoch weitgehende Selbstverwaltung.
Der Zugang ist streng geregelt und für Frauen nicht erlaubt.
Warum die politische Einteilung für Reisende wichtig ist
Die Verwaltungsstruktur beeinflusst viele praktische Aspekte:
- Bus- und Fährorganisation
- öffentliche Dienstleistungen
- regionale Feiertage
- Notruf- und Behördenzuständigkeiten
Verwaltung & Tourismus
Tourismus wird in Griechenland stark regional gesteuert. Marketing, Infrastruktur und Förderung unterscheiden sich je nach Region.
Das erklärt, warum manche Inseln stärker entwickelt sind als andere.
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Fazit: Politische Einteilung Griechenlands
Die politische Einteilung Griechenlands ist klar strukturiert und erleichtert Verwaltung, Infrastruktur und regionale Entwicklung. Mit 13 Regionen, 74 Regionalbezirken und 332 Gemeinden deckt sie sowohl das Festland als auch die vielfältige Inselwelt ab.
Für Reisende hilft dieses Wissen, Angebote besser einzuordnen und regionale Unterschiede zu verstehen.