Griechenland ist ein gebirgiges Land mit vielen Inseln, aber vergleichsweise wenigen großen Flüssen. Trotzdem gibt es einen klaren Rekordhalter. Viele Reisende fragen sich: Welcher Fluss ist der längste Griechenlands? Und: Gibt es auf einer griechischen Insel überhaupt einen „richtigen“ Fluss?
Dieser Artikel beantwortet beide Fragen sachlich und verständlich – inklusive Einordnung, warum Flüsse auf Inseln fast immer kurz sind.
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Der längste Fluss Griechenlands: Evros (Maritsa)
Der Evros ist der längste Fluss Griechenlands. International ist er auch unter dem Namen Maritsa bekannt.
Fakten zum Evros
- Gesamtlänge: ca. 480 km
- Länge in Griechenland: rund 200 km
- Quelle: Rila-Gebirge (Bulgarien)
- Mündung: Ägäisches Meer
Der Evros fließt durch Bulgarien und bildet über weite Strecken die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei. Er ist nicht nur der längste, sondern auch einer der wasserreichsten Flüsse des Landes.
Touristisch spielt der Evros nur eine untergeordnete Rolle. Er ist vor allem ökologisch, landwirtschaftlich und politisch bedeutsam. Das Mündungsgebiet gehört zu den wichtigsten Feuchtgebieten Südosteuropas.
Wichtig zur Einordnung: Der Evros ist zwar der längste Fluss Griechenlands, verläuft aber nicht vollständig innerhalb des Landes.
Längster Fluss, der komplett in Griechenland liegt: Aliakmonas
Der Aliakmonas ist der längste Fluss, der vollständig innerhalb Griechenlands verläuft.
- Länge: ca. 297 km
- Region: West- und Zentralmakedonien
Er entspringt im Pindos-Gebirge und mündet in den Thermaischen Golf. Der Aliakmonas ist wichtig für Bewässerung, Trinkwasser und Wasserkraft, aber ebenfalls kein klassisches Reiseziel.
Der längste Fluss auf einer griechischen Insel
Auf den griechischen Inseln gibt es keine großen, dauerhaft wasserführenden Flüsse. Die meisten sogenannten Flüsse sind saisonale Wasserläufe, die im Sommer teilweise oder vollständig austrocknen.
Längster Fluss auf einer Insel: Geropotamos (Kreta)
Der Geropotamos auf Kreta gilt als der längste Fluss auf einer griechischen Insel.
- Länge: ca. 58 km
- Insel: Kreta
- Mündung: Kretisches Meer
Der Geropotamos führt vor allem im Winter und Frühjahr Wasser. Im Hochsommer kann der Wasserstand stark schwanken. Trotzdem ist er im Inselvergleich ungewöhnlich lang.
Kreta ist hier eine Ausnahme: Aufgrund ihrer Größe und mehrerer Hochgebirge besitzt die Insel mehrere längere Flusssysteme – anders als kleinere Inseln.
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Warum sind Flüsse auf Inseln so kurz?
Die Erklärung ist einfach:
- Inseln sind meist klein
- sie sind oft gebirgig
- Regen fließt schnell ins Meer ab
Damit sich ein langer Fluss bilden kann, braucht es große Einzugsgebiete und lange Gefällestrecken. Diese Bedingungen gibt es fast nur auf dem Festland – oder auf sehr großen Inseln wie Kreta.
Für wen sind Flüsse in Griechenland interessant?
Für klassische Badeurlauber spielen Flüsse kaum eine Rolle. Interessant sind sie vor allem für:
- Rundreisen durch Nord- und Westgriechenland
- Natur- und Landschaftsfotografie
- ökologisch interessante Regionen (Deltas, Feuchtgebiete)
Auf Inseln beschränkt sich das Thema Flüsse praktisch auf Kreta.
Zusammenfassung
- Längster Fluss Griechenlands: Evros (ca. 480 km)
- Längster Fluss vollständig in Griechenland: Aliakmonas
- Längster Fluss auf einer Insel: Geropotamos (Kreta)