Kreta in Zahlen: 100 spannende Fakten über die größte Insel Griechenlands

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Wie groß ist Kreta? Wie viele Menschen leben auf der Insel? Wie hoch ist der höchste Berg? Wie viele Touristen besuchen Kreta jedes Jahr? Und wie schneidet die größte griechische Insel im Vergleich zu Deutschland oder Mallorca ab?

In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten über Kreta übersichtlich zusammengestellt. Statt trockener Statistiken erklären wir, was die einzelnen Zahlen tatsächlich bedeuten und warum sie für Urlauber interessant sind. So erhalten Sie einen schnellen Überblick über Geografie, Bevölkerung, Wirtschaft, Natur, Klima und Tourismus auf Kreta.

Kreta auf einen Blick

  • Größte Insel Griechenlands
  • Fünftgrößte Insel im Mittelmeer
  • Fläche: rund 8.336 km²
  • Einwohner: rund 630.000
  • Länge: etwa 260 km
  • Breite: zwischen 12 und 60 km
  • Küstenlinie: über 1.000 km
  • Höchster Berg: Psiloritis (2.456 m)
  • Vier Regionalbezirke
  • Zwei internationale Flughäfen
  • Mehrere Millionen Touristen pro Jahr

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Geografie: Die größte Insel Griechenlands

Kreta ist mit rund 8.336 Quadratkilometern die größte Insel Griechenlands und gleichzeitig die fünftgrößte Insel im gesamten Mittelmeer. Die Insel erstreckt sich über rund 260 Kilometer von West nach Ost. An ihrer schmalsten Stelle misst sie lediglich etwa 12 Kilometer, an der breitesten rund 60 Kilometer.

Viele Urlauber unterschätzen die Größe Kretas. Wer zum Beispiel von Kissamos im Westen bis nach Sitia im Osten fahren möchte, benötigt mit dem Auto oft mehr als vier Stunden. Ein Tagesausflug über die gesamte Insel ist deshalb kaum sinnvoll.

Kreta im Vergleich zu Deutschland

Viele Zahlen wirken erst dann beeindruckend, wenn man sie mit bekannten Größen vergleicht.

Kreta Deutschland
Fläche: 8.336 km² 357.588 km²
Einwohner: rund 630.000 über 84 Millionen
Küstenlinie: über 1.000 km Nord- und Ostsee zusammen rund 2.400 km
Höchster Berg: 2.456 m Zugspitze: 2.962 m

Obwohl Kreta flächenmäßig nur etwa 2,3 Prozent der Fläche Deutschlands besitzt, wirkt die Insel für viele Urlauber erstaunlich groß. Das liegt vor allem an den zahlreichen Gebirgen, Schluchten und kurvenreichen Straßen. Entfernungen lassen sich deshalb oft nicht mit denen in Deutschland vergleichen.

Kreta im Vergleich zu Mallorca

Viele Urlauber kennen sowohl Kreta als auch Mallorca. Tatsächlich ist Kreta deutlich größer.

  • Kreta ist mehr als doppelt so groß wie Mallorca.
  • Die Küstenlinie Kretas ist deutlich länger.
  • Auch die Gebirge erreichen wesentlich größere Höhen.
  • Die Fahrzeiten zwischen den einzelnen Urlaubsorten sind auf Kreta deutlich länger.

Während sich Mallorca oft gut in wenigen Tagen erkunden lässt, benötigen viele Urlauber auf Kreta zwei oder sogar drei Urlaube, um alle Regionen kennenzulernen.

Bevölkerung

Auf Kreta leben heute rund 630.000 Menschen. Die meisten Einwohner wohnen entlang der Nordküste. Hier liegen auch die größten Städte wie Heraklion, Chania, Rethymno und Agios Nikolaos.

Der Süden der Insel ist dagegen deutlich dünner besiedelt. Viele Dörfer bestehen nur aus wenigen hundert Einwohnern. Gerade diese ruhigen Regionen machen jedoch den besonderen Reiz Kretas aus und unterscheiden die Insel von vielen anderen Urlaubszielen im Mittelmeer.

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Die größten Städte auf Kreta

Die Bevölkerung Kretas verteilt sich sehr ungleich über die Insel. Die meisten Menschen leben entlang der Nordküste, wo sich die größten Städte, die wichtigsten Häfen, die internationalen Flughäfen und ein Großteil der Arbeitsplätze befinden. Die Südküste und das gebirgige Inselinnere sind dagegen deutlich dünner besiedelt.

Heraklion ist die Hauptstadt Kretas und gleichzeitig die größte Stadt der Insel. Dahinter folgen Chania und Rethymno. Agios Nikolaos, Ierapetra und Sitia sind zwar deutlich kleiner, spielen aber als regionale Zentren eine wichtige Rolle.

Stadt Einwohner (ca.) Besonderheit
Heraklion 180.000 Hauptstadt, größter Hafen und wichtigster Flughafen
Chania 110.000 Tourismuszentrum Westkretas
Rethymno 55.000 Universitätsstadt mit venezianischer Altstadt
Agios Nikolaos 27.000 Zentrum Ostkretas
Ierapetra 24.000 Größte Stadt an der Südküste
Sitia 20.000 Regionalzentrum im Osten

Bevölkerungsdichte: Viel Platz auf der größten Insel Griechenlands

Mit rund 630.000 Einwohnern auf einer Fläche von 8.336 Quadratkilometern beträgt die Bevölkerungsdichte Kretas lediglich etwa 75 Einwohner pro Quadratkilometer.

Zum Vergleich: Deutschland kommt auf mehr als 230 Einwohner pro Quadratkilometer. Kreta ist damit ungefähr dreimal dünner besiedelt als Deutschland.

Allerdings verteilt sich die Bevölkerung sehr unterschiedlich. Rund um Heraklion, Chania oder Rethymno leben deutlich mehr Menschen als im Süden oder in den Hochlagen der Gebirge. Dort gibt es zahlreiche kleine Dörfer mit nur wenigen hundert Einwohnern.

Interessant zu wissen

Während in Deutschland viele Regionen dicht besiedelt sind, kann man auf Kreta stundenlang durch Berglandschaften fahren und nur wenige Dörfer passieren. Gerade diese Ruhe schätzen viele Urlauber.

Die Wirtschaft Kretas

Die Wirtschaft Kretas unterscheidet sich deutlich von der Deutschlands. Große Industrieunternehmen spielen kaum eine Rolle. Stattdessen prägen Tourismus, Landwirtschaft und Dienstleistungen das Wirtschaftsleben.

Vor allem während der Sommermonate arbeitet ein großer Teil der Bevölkerung direkt oder indirekt im Tourismus. Hotels, Restaurants, Autovermieter, Ausflugsunternehmen, Busgesellschaften und zahlreiche kleinere Geschäfte profitieren von den Millionen Urlaubern.

Daneben besitzt die Landwirtschaft bis heute einen hohen Stellenwert. Olivenöl, Gemüse, Wein, Käse und Kräuter gehören zu den wichtigsten Produkten der Insel.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige

  • Tourismus
  • Landwirtschaft
  • Olivenölproduktion
  • Gemüseanbau
  • Weinbau
  • Handel
  • Verkehr und Schifffahrt
  • Öffentliche Verwaltung

BIP und Wohlstand

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner liegt auf Kreta und in Griechenland deutlich unter dem deutschen Niveau. Trotzdem sagt diese Zahl nur wenig über den tatsächlichen Lebensstandard aus.

Viele Familien besitzen Häuser, Olivenhaine oder Weinberge und produzieren einen Teil ihrer Lebensmittel selbst. Dadurch benötigen sie oft weniger Geld als Familien in Mitteleuropa.

Gleichzeitig sind die Löhne auf Kreta niedriger als in Deutschland. Besonders Saisonarbeiter im Tourismus verdienen ihr Einkommen überwiegend während der Sommermonate.

Vergleich Kreta / Griechenland Deutschland
BIP pro Einwohner deutlich niedriger deutlich höher
Durchschnittslöhne niedriger höher
Lebenshaltungskosten teilweise günstiger höher
Wichtigster Wirtschaftszweig Tourismus Industrie und Dienstleistungen

Interessant ist, dass viele Kreter trotz niedrigerer Einkommen eine hohe Lebensqualität genießen. Das liegt unter anderem am angenehmen Klima, an den engen Familienstrukturen, am eigenen Obst- und Gemüseanbau sowie an einer insgesamt entspannteren Lebensweise.

Tourismus: Der wichtigste Wirtschaftsmotor

Jedes Jahr besuchen mehrere Millionen Urlauber Kreta. Damit kommen auf einen Einwohner der Insel mehrere Touristen. Besonders in den Sommermonaten vervielfacht sich die Zahl der Menschen in vielen Ferienorten.

Die meisten Gäste reisen über die Flughäfen von Heraklion und Chania an. Daneben spielen auch Fährverbindungen vom griechischen Festland eine wichtige Rolle.

Viele Orte wie Hersonissos, Malia, Platanes oder Elounda leben fast vollständig vom Tourismus. Im Winter kehrt dort häufig Ruhe ein, während im Juli und August Hotels, Restaurants und Strände ausgebucht sind.

Olivenöl – Das grüne Gold Kretas

Kreta zählt zu den bedeutendsten Olivenölregionen Europas. Schätzungen gehen von mehr als 30 Millionen Olivenbäumen auf der Insel aus. Damit kommen auf jeden Einwohner mehrere Dutzend Olivenbäume.

Olivenöl ist auf Kreta weit mehr als ein Exportprodukt. Es gehört praktisch zu jeder Mahlzeit und spielt seit Jahrtausenden eine zentrale Rolle in der kretischen Küche. Viele Familien besitzen eigene Olivenhaine und produzieren ihr Öl noch heute selbst oder gemeinsam mit Verwandten.

Während Urlauber Olivenöl häufig als Souvenir kaufen, ist es für viele Kreter bis heute ein selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens, ein Teil der bekannten Kreta-Diät.

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Schafe und Ziegen: Warum es auf Kreta so viele gibt

Wer zum ersten Mal auf Kreta unterwegs ist, stellt schnell fest: Schafe und Ziegen gehören genauso zum Landschaftsbild wie Olivenbäume oder Bergdörfer. Besonders im Inselinneren und in den Gebirgen begegnet man den Tieren fast überall.

Eine exakte Zahl gibt es nicht, doch Schätzungen gehen von mehreren Millionen Schafen und Ziegen auf Kreta aus. Damit leben auf der Insel deutlich mehr Nutztiere als Menschen.

Die Tiere liefern Milch für den bekannten kretischen Käse, Fleisch sowie Wolle. Gleichzeitig pflegen sie durch das Beweiden großer Flächen seit Jahrhunderten die Landschaft. Viele Herden werden noch heute von Familienbetrieben gehalten, die ihre Tiere täglich in den Bergen oder auf weitläufigen Weideflächen hüten.

Wussten Sie schon?

In den White Mountains oder im Psiloritis-Gebirge kann es vorkommen, dass eine Schafherde den Verkehr für einige Minuten komplett stoppt. Für Einheimische ist das völlig normal – Urlauber erleben dabei oft eine der typischsten Szenen Kretas.

Klima: Warum Kreta so viele Sonnenstunden hat

Kreta besitzt eines der sonnigsten Klimas Europas. Je nach Region scheint die Sonne an rund 300 Tagen im Jahr. Besonders die Südküste zählt zu den trockensten Regionen Griechenlands.

Die Sommer sind lang, heiß und trocken. Von Juni bis September fällt oft wochenlang kein Regen. Die Winter verlaufen dagegen mild, wobei es in den Bergen regelmäßig schneit.

Die Temperaturen unterscheiden sich innerhalb der Insel teilweise deutlich. Während an der Küste im Sommer oft über 30 Grad erreicht werden, ist es in den Hochlagen der Gebirge deutlich kühler.

Wie viele Strände gibt es auf Kreta?

Eine offizielle Zahl existiert nicht. Durch die mehr als 1.000 Kilometer lange Küste besitzt Kreta jedoch mehrere Hundert Strände – von kilometerlangen Sandstränden bis zu kleinen, versteckten Kiesbuchten.

Zu den bekanntesten zählen:

Daneben gibt es unzählige kleine Badebuchten, die oft nur Einheimischen oder Wanderern bekannt sind.

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Die Berge Kretas

Viele Urlauber verbinden Kreta zunächst mit Meer und Stränden. Tatsächlich besteht jedoch ein großer Teil der Insel aus Gebirgen.

Die drei bekanntesten Gebirge sind:

  • Weiße Berge (Lefka Ori)
  • Psiloritis-Gebirge (Ida-Gebirge)
  • Dikti-Gebirge

Mehrere Gipfel überschreiten sogar die Marke von 2.000 Metern. Der höchste Berg Kretas ist der Psiloritis mit 2.456 Metern.

Die Gebirge prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch das Klima. Sie sorgen dafür, dass die Nordküste deutlich mehr Niederschläge erhält als viele Regionen im Süden.

Schluchten: Ein Paradies für Wanderer

Kreta besitzt weit über 100 Schluchten. Die bekannteste ist die Samaria-Schlucht, die jedes Jahr Hunderttausende Wanderer anzieht.

Daneben gibt es zahlreiche weitere beeindruckende Schluchten:

Viele dieser Schluchten sind deutlich weniger bekannt und deshalb wesentlich ruhiger als Samaria.

Flughäfen und Häfen

Kreta verfügt derzeit über zwei große internationale Flughäfen:

  • Heraklion
  • Chania

Hinzu kommt der kleinere Flughafen in Sitia, der vor allem regionale und saisonale Verbindungen bedient.

Der neue internationale Flughafen Kastelli befindet sich im Bau und wird den Flughafen Heraklion in den kommenden Jahren ersetzen.

Die wichtigsten Fährhäfen sind Heraklion, Chania (Souda), Rethymno, Agios Nikolaos, Sitia und Kissamos.

Rekorde auf Kreta

  • größte Insel Griechenlands
  • fünftgrößte Insel im Mittelmeer
  • höchster Berg Griechenlands außerhalb des Festlands
  • eine der längsten Schluchten Europas (Samaria)
  • mehrere Millionen Touristen pro Jahr
  • Millionen von Olivenbäumen
  • mehr Schafe und Ziegen als Einwohner
  • über 1.000 Kilometer Küstenlinie

Erstaunliche Fakten über Kreta

  • Auf Kreta gibt es deutlich mehr Olivenbäume als Einwohner.
  • Viele Dörfer produzieren ihr eigenes Olivenöl.
  • Die Insel besitzt drei große Gebirge.
  • Von Schnee im Winter bis zu über 40 Grad im Sommer sind auf derselben Insel extreme Wetterunterschiede möglich.
  • Die ersten Hochkultur Europas entstand auf Kreta – die Minoer.
  • Kreta zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen im gesamten Mittelmeer.
  • Viele Familien bauen bis heute Obst, Gemüse und Oliven für den Eigenbedarf an.

Fazit

Kreta ist weit mehr als eine Ferieninsel mit schönen Stränden. Die größte Insel Griechenlands beeindruckt durch ihre Größe, ihre abwechslungsreiche Landschaft, ihre jahrtausendealte Geschichte und ihre wirtschaftliche Bedeutung.

Viele Zahlen überraschen selbst erfahrene Kreta-Urlauber: Millionen Olivenbäume, mehr Schafe als Einwohner, über 1.000 Kilometer Küste und mehrere Millionen Touristen pro Jahr zeigen, wie vielfältig die Insel ist.

Wer Kreta nur als klassisches Badeziel kennt, entdeckt hinter diesen Zahlen eine Insel mit einer außergewöhnlichen Natur, einer starken Landwirtschaft, lebendigen Traditionen und einer der ältesten Kulturen Europas.

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