Omalos auf Kreta: Dorf, Hochgebirge, Samaria-Schlucht und die Weißen Berge

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Omalos gehört zu den außergewöhnlichsten Orten auf Kreta. Während die meisten Urlauber die Insel mit Stränden, Palmen und Badeorten verbinden, erwartet Besucher hier eine völlig andere Landschaft. Das kleine Bergdorf liegt auf rund 1.050 Metern Höhe mitten in den Lefka Ori, den berühmten Weißen Bergen Kretas. Im Winter fällt hier regelmäßig Schnee, im Frühjahr liegen auf den Gipfeln oft noch Schneefelder, während an der Küste bereits Badewetter herrscht.

Omalos Hochebene
Omalos Hochebene, By Matthew Ferguson 57Own work, CC BY-SA 4.0, Link

Die meisten Touristen kennen Omalos lediglich als Ausgangspunkt für die Wanderung durch die Samaria-Schlucht. Das wird dem Ort jedoch nicht gerecht. Die große Hochebene, die beeindruckende Berglandschaft, die vielen Wandermöglichkeiten und die angenehmen Temperaturen machen Omalos zu einem der interessantesten Reiseziele im Westen von Kreta.

Besonders an sehr heißen Sommertagen lohnt sich ein Ausflug hierher. Während an der Küste oft Temperaturen deutlich über 35 Grad herrschen, ist es auf der Hochebene meist 5 bis 10 Grad kühler. Für viele Einheimische und Kenner der Insel ist Omalos deshalb ein beliebter Rückzugsort während der Sommermonate.

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Wo liegt Omalos?

Omalos liegt im Westen Kretas in den Lefka Ori. Die Entfernung nach Chania beträgt etwa 40 Kilometer. Die Straße windet sich in vielen Kurven von der Nordküste hinauf in die Berge. Bereits die Anfahrt gehört zu den schönsten Bergstrecken der Insel.

Schafe Omalos
Schafe leben in großen Teilen der Hochebene

Das eigentliche Dorf Omalos ist klein und besteht nur aus wenigen Häusern, Tavernen und Unterkünften. Viel interessanter ist die große Omalos-Hochebene, die das Dorf umgibt. Das Plateau hat einen Durchmesser von mehreren Kilometern und wird von den Gipfeln der Weißen Berge eingerahmt.

Von Omalos führen Straßen in drei Richtungen:

  • nach Chania an die Nordküste
  • nach Sougia an die Südküste
  • zum Eingang der Samaria-Schlucht

Dadurch ist Omalos trotz seiner abgelegenen Lage überraschend gut erreichbar.

Die Omalos-Hochebene

Viele Besucher verbringen nur wenige Minuten auf der Hochebene und fahren anschließend direkt zum Eingang der Samaria-Schlucht weiter. Das ist eigentlich schade, denn die Landschaft selbst ist eine Sehenswürdigkeit.

Die Ebene wirkt völlig anders als die bekannten Ferienorte Kretas. Statt Hotels, Strandpromenaden und Tavernen dominieren Weiden, Wiesen und die beeindruckende Bergkulisse. Überall trifft man auf Schafe und Ziegen. Besonders im Frühjahr zeigt sich eine interessante Vegetation mit vielen Wildblumen und Kräutern.

Mir gefällt besonders die Ruhe. Schon wenige Minuten außerhalb des Dorfes begegnet man oft kaum noch anderen Menschen. Die meisten Touristen konzentrieren sich ausschließlich auf die Samaria-Schlucht.

Über die Ebene führen mehrere kleine Straßen. Man kann die Region zu Fuß oder mit dem Auto erkunden. Außerhalb des Dorfes stehen einzelne Häuser, Bauernhöfe und kleine Pensionen. Einige vermieten Zimmer an Wanderer und Naturliebhaber.

Da das Plateau weitgehend flach ist, genießt man fast überall einen hervorragenden Blick auf die umliegenden Berge.

Ein perfektes Ziel an heißen Sommertagen

Einer meiner wichtigsten Tipps für Kreta-Reisende: Fahren Sie an besonders heißen Tagen nach Omalos.

Wenn in Orten wie Plakias, Paleochora oder Chania Temperaturen von über 35 Grad herrschen, ist es auf der Omalos-Hochebene oft deutlich angenehmer.

Die Höhenlage von rund 1.050 Metern sorgt meist für Temperaturen, die 5 bis 10 Grad unter denen an der Küste liegen. Dazu kommt die frische Bergluft, die besonders am Morgen und Abend sehr angenehm ist.

Wer keine Lust auf einen Strandtag hat, findet hier eine interessante Alternative. Schon die Fahrt durch die Berge ist ein Erlebnis.

Der Eingang zur Samaria-Schlucht

Die größte Sehenswürdigkeit der Region ist natürlich die berühmte Samaria-Schlucht.

Vom Dorf Omalos bis zum Eingang der Schlucht sind es nur etwa vier Kilometer. Jedes Jahr starten hier Hunderttausende Wanderer ihre Tour durch die längste Schlucht Europas.

Samaria Eingang
Schild am Eingang der Schlucht

Viele Besucher übernachten deshalb bereits am Vorabend in Omalos. So spart man sich das sehr frühe Aufstehen in Chania oder an anderen Küstenorten.

Direkt am Eingang der Schlucht befindet sich ein Café mit kleinem Laden. Hier gibt es Getränke, Kaffee, frische Backwaren, Snacks und Proviant für Wanderer. Die Preise sind allerdings etwas höher als an der Küste.

Wer die Schlucht wandern möchte, sollte genügend Wasser mitnehmen. Viele unterschätzen die Länge und die Belastung durch die Sonne.

Übernachten in Omalos

Obwohl Omalos nur ein kleines Dorf ist, gibt es mehrere gute Unterkünfte. Die meisten Gäste bleiben eine oder zwei Nächte. Wer die Samaria-Schlucht wandern möchte, findet hier einen idealen Ausgangspunkt. Statt morgens mitten in der Nacht an der Küste aufzustehen, kann man bereits vor Ort übernachten und entspannt in den Wandertag starten.

Neos Omalos Hotel

Besonders gute Erfahrungen habe ich mit dem Neos Omalos Hotel gemacht. Das Haus liegt direkt an der Hauptstraße des Dorfes und eignet sich hervorragend für Wanderer und Naturfreunde.

Die Zimmer sind einfach, aber gepflegt und verfügen über Balkon, WLAN, Fernseher und ein eigenes Bad. Positiv in Erinnerung geblieben sind mir die freundlichen Betreiber und die familiäre Atmosphäre.

Neos Omalos Hotel
Neos Omalos Hotel

Ein großer Vorteil ist das im Preis enthaltene Frühstück. Wer früh zur Samaria-Schlucht aufbrechen möchte, kann sich vor der Wanderung noch stärken.

Zum Schluchteingang sind es von Omalos nur etwa vier Kilometer.

Unterkunftstipp Omalos

Das Neos Omalos Hotel eignet sich besonders für Wanderer und Besucher der Samaria-Schlucht.

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To Exari

Direkt gegenüber befindet sich das To Exari. Die Unterkunft ist meist etwas günstiger. Das Frühstück wird separat angeboten und kostet zusätzlich etwa 6 Euro.

Auch hier sind die Zimmer einfach, aber völlig ausreichend. WLAN, Fernseher, Balkon und eigenes Bad gehören zur Standardausstattung.

Besonders gut gefällt mir der kostenlose Transfer zum Eingang der Samaria-Schlucht. Gäste werden am Morgen meist gegen 7:30 Uhr zum Startpunkt gebracht. Dadurch ist man oft vor den großen Gruppen unterwegs, die später mit Linienbussen oder organisierten Touren ankommen.

Auch die Gastgeber gelten als freundlich und hilfsbereit. Dazu kommt ein schöner Blick auf die umliegenden Berge.

Preiswerte Alternative

Das To Exari bietet einfache Zimmer und einen kostenlosen Transfer zur Samaria-Schlucht.

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Tavernen und Essen in Omalos

Die Bergregion rund um Omalos ist bekannt für ihre traditionelle Küche. Viele Gerichte stammen aus den Dörfern der Lefka Ori und unterscheiden sich deutlich von den Speisekarten in den großen Touristenorten.

Besonders empfehlen kann ich die Taverne des Neos Omalos Hotels. Hier wird noch sehr typisch kretisch gekocht. Statt internationaler Küche stehen regionale Spezialitäten im Mittelpunkt.

Hervorragend fand ich die kretische Linsensuppe. Sie gehört für mich zu den besten auf der Insel. Ebenfalls sehr gut waren die Lammgerichte. Das Fleisch stammt häufig aus der Region und passt perfekt zur Berglandschaft rund um Omalos.

Die Preise sind fair, die Portionen großzügig und die Atmosphäre angenehm familiär. Wer die traditionelle Bergküche Kretas kennenlernen möchte, ist hier genau richtig.

Die Kallergi-Hütte

Eine der größten Überraschungen rund um Omalos ist die Kallergi-Hütte. Viele Urlauber wissen gar nicht, dass es auf Kreta eine richtige Berghütte wie in den Alpen gibt.

Von Omalos oder vom Eingang der Samaria-Schlucht erreicht man die Hütte in etwas mehr als einer Stunde zu Fuß. Der Weg ist gut machbar und bietet bereits unterwegs fantastische Ausblicke.

Die Kallergi-Hütte existiert seit rund 50 Jahren und ist bis heute die bekannteste Berghütte Kretas. Insgesamt stehen ungefähr 50 Schlafplätze zur Verfügung. In der Hauptsaison ist die Hütte häufig ausgebucht. Eine Reservierung ist deshalb empfehlenswert.

Übernachtet wird überwiegend in einfachen Schlafsälen. Dazu kommen Duschen, sanitäre Anlagen und eine kleine Küche mit Verpflegung für Wanderer.

Das Besondere ist die Atmosphäre. Wer schon einmal in einer Schutzhütte in den Alpen übernachtet hat, wird sich sofort an Österreich oder die Schweiz erinnert fühlen. Das alpine Ambiente überrascht viele Besucher, die Kreta nur als Badeinsel kennen.

Besonders beeindruckend ist die Aussicht. Von der Hütte blickt man tief in die Bergwelt der Weißen Berge. Auch die Samaria-Schlucht ist von hier oben deutlich besser zu sehen als von der Hochebene selbst.

Eine Piste führt zwar bis zur Hütte, sie befindet sich jedoch in keinem guten Zustand. Mit normalen Mietwagen sollte man die Strecke besser nicht fahren.

Wandern rund um Omalos

Die meisten Besucher kommen wegen der Samaria-Schlucht nach Omalos. Die Region bietet jedoch deutlich mehr Möglichkeiten.

Neben der Samaria-Schlucht gehört die Wanderung zur Kallergi-Hütte zu den beliebtesten Touren. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Wege in die Gipfelregionen der Lefka Ori.

Ich selbst kenne vor allem die Wanderung durch die Samaria-Schlucht sowie den Weg zur Kallergi-Hütte. Beide Touren gehören für mich zu den schönsten Wanderungen auf Kreta.

Wer mehrere Tage bleibt, findet weitere Möglichkeiten in Richtung Sougia, Agia Roumeli, Loutro oder Hora Sfakion.

Fortsetzung folgt mit Schnee, Botanischem Garten, Busverbindungen, praktischen Tipps, Fazit, FAQ und SEO-Block.

Der Botanische Garten von Kreta

Nur wenige Kilometer von Omalos entfernt befindet sich eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten im Westen Kretas: der Botanische Garten von Kreta.

Viele Urlauber unterschätzen die Größe der Anlage. Wer den Garten in Ruhe erkunden möchte, sollte mehrere Stunden einplanen. Auf einem Rundweg durch die Anlage wachsen hunderte Pflanzenarten aus Kreta, dem Mittelmeerraum und vielen anderen Regionen der Welt.

Besonders positiv fällt die gute Beschilderung auf. Zu fast allen Pflanzen gibt es ausführliche Informationen. Dadurch eignet sich der Garten nicht nur für Naturfreunde, sondern auch für Besucher, die mehr über die Flora Kretas erfahren möchten.

Die Anlage verfügt über einen großen Parkplatz und lässt sich hervorragend mit einem Besuch von Omalos kombinieren. Viele Besucher fahren zunächst durch den Botanischen Garten und anschließend weiter auf die Omalos-Hochebene.

Für mich gehört der Botanische Garten zu den interessantesten Ausflugszielen in der Region. Selbst Menschen, die normalerweise keine besonderen Pflanzenfreunde sind, verbringen hier oft deutlich mehr Zeit als geplant.

Schnee in Omalos – Kreta im Winter

Die meisten Urlauber verbinden Kreta mit Sonne und Stränden. In Omalos erlebt man jedoch eine völlig andere Seite der Insel.

Im Winter fällt auf der Hochebene regelmäßig Schnee. Die Region verwandelt sich dann in eine Berglandschaft, die eher an die Alpen als an eine Mittelmeerinsel erinnert.

Besonders überraschend ist, wie lange der Schnee sichtbar bleibt. Selbst Ende April findet man auf der Hochebene oft noch Schneereste. Auf den höchsten Gipfeln der Lefka Ori kann man häufig bis in den Juni hinein Schneefelder erkennen.

Gerade im Frühling entstehen dadurch außergewöhnliche Landschaftsbilder. Während unten auf der Ebene bereits Wildblumen blühen, sind die Gipfel der Weißen Berge oft noch weiß.

Wer Kreta einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen möchte, sollte Omalos im Frühjahr besuchen.

Busse nach Omalos

Omalos ist auch ohne Mietwagen erreichbar. In der Saison verkehren Linienbusse von Chania auf die Hochebene.

Die Fahrzeit beträgt ungefähr 90 Minuten. Die meisten Busse sind auf die Wanderer der Samaria-Schlucht abgestimmt und verkehren deshalb vor allem am frühen Morgen.

Die Straße nach Omalos wurde ausgebaut und ist, außer bei Schnee, gut befahrbar.

Alle Busse zum Eingang der Samaria-Schlucht halten in Omalos. Man kann auch nur die kurze Strecke zwischen dem Dorf und dem Schluchteingang mitfahren.

Das Busangebot ist jedoch begrenzt. Wer flexibel sein möchte oder den Botanischen Garten und weitere Ziele besuchen will, ist mit einem Mietwagen meist besser unterwegs.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel über Busse auf Kreta.

Praktische Tipps für Besucher

  • Auch im Sommer eine leichte Jacke mitnehmen.
  • Für die Samaria-Schlucht ausreichend Wasser einpacken.
  • Unterkünfte in der Hauptsaison früh reservieren.
  • Für die Kallergi-Hütte unbedingt vorher buchen.
  • Bei Wanderungen festes Schuhwerk tragen.
  • Den Botanischen Garten mit einplanen.
  • An heißen Sommertagen ist Omalos eine ideale Alternative zu den Stränden.
  • Für Spaziergänge über die Hochebene mindestens ein bis zwei Stunden einplanen.
  • Manchmal gibt es in Omalos extrem starken Nebel, dann ist auch Auto fahren sehr schwierig. Einmal hatten wir nur 5 Meter Sicht, so etwas habe ich noch nie erlebt.

Für wen lohnt sich Omalos?

Omalos ist kein typischer Urlaubsort. Wer Sandstrände, Shopping und Nachtleben sucht, wird hier wahrscheinlich nicht glücklich.

Ideal ist die Region dagegen für:

  • Wanderer
  • Naturfreunde
  • Fotografen
  • Individualreisende
  • Bergliebhaber
  • Besucher der Samaria-Schlucht
  • Urlauber, die der Sommerhitze entfliehen möchten

Gerade die Kombination aus Hochgebirge, traditionellen Tavernen, spektakulären Ausblicken und angenehmen Temperaturen macht Omalos zu einem der ungewöhnlichsten Orte Kretas.

Fazit

Die meisten Besucher sehen Omalos nur für wenige Minuten auf dem Weg zur Samaria-Schlucht. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, entdeckt jedoch eine der beeindruckendsten Landschaften Kretas.

Die große Hochebene, die Weißen Berge, die Kallergi-Hütte, die traditionelle Bergküche und die angenehmen Temperaturen machen die Region zu einem besonderen Reiseziel. Vor allem Wanderer und Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.

Für mich gehört Omalos zu den Orten auf Kreta, die deutlich mehr Aufmerksamkeit verdienen. Die meisten Urlauber fahren einfach hindurch. Dabei lohnt sich bereits ein einzelner Tag auf der Hochebene.

FAQ Omalos

Wie hoch liegt Omalos?

Das Dorf liegt auf etwa 1.050 Metern Höhe in den Weißen Bergen von Westkreta.

Wie weit ist Omalos von Chania entfernt?

Die Entfernung beträgt rund 40 Kilometer. Die Fahrzeit liegt bei etwa 90 Minuten.

Gibt es in Omalos Schnee?

Ja. Im Winter fällt regelmäßig Schnee. Auf den Gipfeln der Lefka Ori liegt oft bis Juni Schnee.

Lohnt sich eine Übernachtung?

Ja. Besonders vor einer Wanderung durch die Samaria-Schlucht ist eine Übernachtung sinnvoll.

Kann man ohne Auto nach Omalos fahren?

Ja. In der Saison verkehren Busse von Chania zur Samaria-Schlucht mit Halt in Omalos.

Wie weit ist der Eingang der Samaria-Schlucht entfernt?

Vom Dorf Omalos sind es etwa vier Kilometer bis zum Schluchteingang.

Was ist die Kallergi-Hütte?

Die einzige klassische Berghütte Kretas mit Schlafsaal, Verpflegung und fantastischer Aussicht auf die Weißen Berge.

Unser Artikel über das Bergdorf Lakki, unweit von Omalos: Hier klicken